Wochenendlese V

We launched our company with a parody product. Ich fand die Apple Plug Parodie witzig, aber eigentlich ist es noch witziger, wozu sie entstand und was daraus wurde.

Die Ketzerin beschreibt die Geschichte einer ehemaligen Homöopathin, die aus der Szene ausgestiegen ist. Via

Nach 20 Jahren ist Zimmer frei nun zu Ende, und außer dass es mir ein Spur zu viel um Joko und Klaas geht, ist Bye-Bye, „Zimmer frei“ der richtige Artikel dazu.

Für’s Auge (plus ein paar Fakten fürs Quartett unnützes Wissen): 7 Monumental Wonders of the Former Soviet Union.

Bild: CC BY-SA

K. Hand – Everybody

Detroit, Michigan, hier wurde K. Hand aka Kelli Hand 1965 geboren. Sie wuchs hier auf, wurde in den 80ern DJane und gründete 1990 ihr eigenes Label Acacia Records. Der Detroitsound liegt ihr im Blut und er tropft aus jeder Note dieses, nennen wir es einmal so, Brettes:

»Everybody« wurde zuerst 1993 als Acaia Rec. 011 mit »You Give Me« (Dub & Instrumental Mixe) von Claude Young auf der Rückseite veröffentlicht, ich habe leider nur die ein Jahr später erschienene Europalizenzpressung auf EC.

Was mich an dem Song am meisten fasziniert ist die völlig abgedrehte Hookline, was zunächst mal kein Wunder ist, denn ausser derselben gibt’s ja eigentlich auch nur noch das Everybody-Sample. Obwohl die Produktion so fett ist (die EC-Pressung ist leider derart überproduziert, dass man sie praktisch nicht auflegen kann), ist das ja irgendwie superminimal und einige Kilometer deep. Im Grunde verhindert ja nur das Sample, dass man komplett in Trance fällt.

Falls jemandem der Sound irgendwie bekannt vorkommt, die Hookline wurde zwei Jahre später einem australischen DJ gesampled, worauf wir sicherlich später noch zurückkommen werden.

Auf Soundcloud gibt es einiges von K. Hand zu hören.

Morgenlese IV

Mißtraust eigentlich auch schon deinem Smartphone? Was macht so ein Telefon denn eigentlich zum Überwachungsinstrument in der Hosentasche? Installierte Apps? Hacker? Die NSA? Oder gleich das Betriebssystem? Xiaomi Can Silently Install Any App On Your Android Phone Using A Backdoor.

Benutzt eigentlich ausser mir noch jemand Airmail? Ist ja mein ganz großer Tipp für Leute, die auf Inbox Zero schwören, oder etwas mit dem Begriff Wiedervorlage anfangen können. Oder beides, so wie ich. Da kann man sogar Einstellen, wie die Mailnotificatio s aussehen.

Das braucht man bestimmt irgendwann, beim heutigen Trend: Fullscreen Background Video with mix-blend-mode Overlay Text.

debugger.html ist ein Javascript-Debugger geschrieben als web application mit React und Redux. Er soll den Debugger in Firefox ersetzen, funktioniert aber auch standalone und verbindet sich auch mit Chrome und Node (was aber noch ein experimentelles Feature ist). Der Code ist frei zugänglich.

Ein Podcast-Tipp: ich höre schon ziemlich lange jeden Morgen den Anerzählt Podcast. Wisst ihr noch, wie es war, wenn sich abends die Familie am Lagerfeuer versammelte und Vater las aus dem Lexikon vor? Nein, ich auch nicht, aber so ungefähr funktioniert der Anerzähler. Getriggert durch die jeweilige Nummer der Folge, erzählt Dirk Primbs einige Fakten zu einem passenden Thema. Unbedingt mal reinhören. Bis bald.

Peter Falk

Peter Falk ist einer dieser Schauspieler, die praktisch untrennbar mit einer Rolle verbunden sind. Peter Falk ist praktisch Inspektor Columbo. Was ein wenig unfair ist, denn Falk hat sich stets bemüht, auch andere Rollen neben dem schrulligen Kommissar zu spielen, hat mit Sydney Pollack, John Cassavetes und Wim Wenders zusammen gearbeitet. Und trotzdem, als ich ihn in Himmel über Berlin sah, sagte ich: da spielt ja Inspektor Columbo mit.

Columbo, der Polizist ohne Vornamen, ist eines der Phänomene des Prä-Internet-Fernsehens: einfach gestrickte Story, eindimensionale Figur ohne große Entwicklung, aber trotzdem Kult mit hohem Suchtfaktor. Falk gab den Columbo zwischen 1971 und 1978, sowie nochmal zwischen 1989 und 2002 zusammen 69 Mal. Dabei trug er immer den gleichen Trenchcoat, fuhr immer das gleiche gammlige Peugeot 403 Cabrio und enttarnte den Mörder immer im letzten Moment, nachdem er den Raum schon verlassen hatte und nur nochmal kurz auf eine letzte Frage zurückgekehrt war. Um es ehrlich zu sagen: ich kann mir in der Nachschau nicht ganz erklären, was man seinerzeit an Columbo fand.

Heute wäre Columbo 89 Jahre alt geworden.

Foto: Yury Ostromentsky, CC BY 2.0

Salt City Orchestra – The Book

Eine Geschichte von Unbedingt-Haben-Wollen. Als ich seinerzeit in der Plattenbranche anfing, als Stellvertreter des Kalifen sozusagen, hatte der Kalif beschlossen diese Scheibe nur sich und seinen Freunden zugänglich zu machen. Harte Zeiten waren das. Als ich dann selber Kalif war die Abteilung übernahm, fand ich einige Exemplare der Paper 001 im stillen Kämmerlein… ach schöne Zeiten waren das.

Salt City Orchestra begleiten mich seitdem durchs Leben und gehör(t)en in beinahe jedes House-Set, auch wenn ich dem Kalifen damit irgendwie etwas die Erkennungsmelodie geklaut habe. was mir an dem Track so gefällt ist die totale Deepness, gefolgt von einer Phase des Ausbremsens, wo man auf der Tanzfläche beinahe verrückt werden kann, bis es dann fast anthemmäßig ins „I write the book“-Sample geht. Sehr abwechslungsreich, kann man nicht lange laufen lassen, aber heizt tanzfaules Publikum auf jeden Fall an.

Wurde leider 2007 repressed.

Virtual Reality Conference

Die »2nd Virtual Reality Conference For Journalism & Documentary« schlägt die Brücke zwischen virtueller Realität und Journalismus. Zusammenkommen sollen VR Enthusiasten, Journalisten, Hersteller interaktiver Dokumentationen, early technology adopter und andere Erzähler von non-fiction Inhalten, um sich einen Tag über die Zukunft des storytelling in der virtuellen Realität auszutauschen.

Es werden aktuelle VR Projekte vorgestellt und Erfahrungen zur Entwicklung von VR Projekten und dem Storyaufbau innerhalb solcher Projekte geteilt. Am Abend gibt es einige Hands-On-Sessions, bei denen es laufende Implementationen zu sehen gibt.

Die VR Conference findet am 23. September 2016, von 10.00 bis 17.00 Uhr im silent green Kulturquartier in Berlin statt.

Morgenlese III

Fay Wray

Die wenigsten können heutzutage noch etwas mit dem Namen Fay Wray anfangen, denn die am 15.09.1907 geborene Schauspielerin hatte ihre große Zeit zwischen 1930 und 1960. Sie trat zunächst u.a. neben Gary Cooper  in Stummfilmen und frühen Tonfilmen auf, machte dann aber als sogenannte scream queen in nur mangelhaft kultigen Horrorstreifen der RKO Studios Karriere. Vielleicht kennt man noch „King Kong und die weiße Frau“, zumindest vom Hörensagen, Fay Wray ist die weiße Frau.

Als Kind der Achtziger habe ich solcherlei Filme tatsächlich noch im normalen TV-Programm auf meinem kleinen SW-Fernseher gesehen, im Nachtprogramm der Öffies. Den Namen Fay Wray kannte man allerdings vorrangig aus dem Eröffnungssong der Rocky Horror Picture Show, in dem auch etliche ihrer Filmtitel zitiert werden.

Heute würde Fay Wray 109 Jahre alt, leider ist sie 2004 gestorben, kurz vor einem Comebackauftritt in Peter Jacksons King Kong Remake. Gut, dass ihr das erspart blieb.

Das ist Netzpolitik

Am 07.10.2016 heisst es zum nunmehr dritten Mal »Das ist Netzpolitik«, die Konferenz von netzpolitik.org.

Als Speaker wurde das who-is-who der Netzpolitikszene verpflichtet, ich bin besonders gespannt auf: @neleheise, @jerezim und natürlich Julia Reda.

Und im Anschluss gibt’s dann auch noch eine Party zum 12. Geburtstag von netzpolitik.org, alles in der Kulturbrauerei in Berlin. Tickets gibt’s hier.

Bild: CC BY-NC-SA 3.0/netzpolitik.org