Kevin war kein Nazi an sich. Gut, in seiner Jugend hatte er zu viel Spaß beim „Gruftieklatschen“ gehabt und auch zwei Mal kurz im Knast gesessen, aber im Grunde stand er damals nur auf kurze Haare, Bomberjacken, Männerfreundschaften und natürlich Saufen. So hatte es jedenfalls sein Sozialarbeiter ausgedrückt. Seiner Karriere war das natürlich nicht gerade zuträglich gewesen, das gab er auch immer offen zu. Er bereute aber nichts und war einigermaßen dankbar, als ihn die Stadt zum Mindestlohn einstellte. „Zum Heer der Orangewesten rekrutiert“, scherzte Kevin. Nun trug er die Verantwortung über eine kleine Einheit, „sein Platoon“ nannte er das. Junge Männer, wie er es einst gewesen war, aber noch roh und ungeschliffen. Er führte seine Truppe „hart, aber ungerecht“, sie wussten schon, wie das gemeint war. Im Morgengrauen ließ er sie antreten, dann wurden „die Flammenwerfer“ kontrolliert, bevor es zu „Feindberührung“ kam. Kevin hielt dann immer eine Ansprache, bevor sie losmarschierten: „Dies ist eins der verkommensten Viertel der Stadt, nichts als Zecken, Ausländer und Bonzenschweine. Aber wir sind im Vorteil, der Feind schläft noch! Also lasst uns die Schlafschafe wecken! Laubbläser marsch!!!“
2026
Tore für Neven
Jedes Mal, wenn der FC St. Pauli in dieser Saison ein Tor schießt, ein Derby gewinnt oder womöglich in die 1. Bundesliga zurückkehrt, spende ich einen kleinen bis mittleren Betrag an die well:fair foundation (ehemals Neven Subotic Stiftung), die in ihren Projekt-Regionen in Äthiopien, Kenia und Tansania Brunnen und Sanitäranlagen baut und damit schon für mehr als 200.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser geschaffen hat. Und weiter schafft.
Für mich ist das eher eine Kleinigkeit und so macht mir jedes Tor noch mehr Freude. Das könnt ihr auch, einfach hier eintragen und mitmachen: Tore für Neven.
Die Blogroll
Hier findet ihr meine Blogroll, also das Verzeichnis der Blogs, denen ich folge, indem ich sie regelmäßig im Feedreader lese.
The Weekend
Ich widme mich an diesem Wochenende mal wieder meinem Hobby „Auflegen“. Lest doch solange mal etwas, was ich aus dem Archiv gefischt habe: „Perfect Mix“, von 2005.
Pride in Lübeck ohne Bahn
Während sich im Rest der Republik noch über die partielle Sonnenfinsternis unterhalten wird, beschäftigt die Lübecker*innen ein ganz anderes Reizthema: die Bahn schlägt mal wieder zu! Und diesmal so richtig hart. Ab dem morgigen Freitag um 22 Uhr bis zum Montagmorgen um Fünfe bleibt der Lübecker Hauptbahnhof geschlossen.
Lockerbie true crime
Das Wort „Lockerbie“ hat für Menschen meines Alters eine bestimmte Bedeutung. Der Name des schottischen Städtchens ist fest verbunden mit der Explosion und dem Absturz des PanAm Fluges 103. In der Nacht des 21. Dezembers 1988 stürzte die Boeing 747 auf das Dorf und hinterließ ein flammendes Inferno, 270 Menschen starben in dieser Nacht. Im...
Yonderboi – Shallow And Profound
In den Loungejahren eines meiner Lieblingsalben, seit kurzem aus irgendeinem Grund wieder in der heavy rotation. „Yonderboi“ heißt mit bürgerlichem Namen László Fogarasi, ist Ungar und hat sein Pseudonym sympathischerweise aus dem „Neuromancer“ entliehen.
Einmal mit Profis

Die Verniedlichung der Welt
Das Thema KI äh… LLM lässt mich nicht los. Haben wir es mit Intelligenz zu tun? Sollten wir sie personalisieren? Ich sage nein und nein!
Liveauftritt
John Gruber schreibt über sein Mindset beim Bloggen:
Me, I try to get into the mindset of playing live music, not recording a studio album. Except when I’m writing a piece where I really want it to be an album. Those aren’t rare, per se, but they’re occasional. If I tried to make every post a hall-of-famer I’d never get anything out.