Master of None

Auf einige Züge springe ich ja wirklich mit etwas Verspätung auf, keine Frage. Als sich die Fachwelt über den Beginn der zweiten Staffel erfreute, musste ich schnellstens erst mal die erste nachbingen, hatte ich zuvor noch nicht von gehört, ehrlich gesagt.

Insofern predige ich wahrscheinlich wieder mal zum Chor (heute ist offizieller angloamerikanische Idiome und Sprichworte einigermaßen wörtlich aber gerade noch passend übersetzen Tag), wenn ich sage: unglaublich!!! Ich liebe diese Serie. Und ich liebe Dev. Die mit Abstand netteste und anständigste Fictionfigur seit Forest Gump, aber natürlich nicht so bescheuert.

Dev macht eigentlich genau das, was ich mir immer für mein Leben erhofft habe, oberflächlich einem Beruf nachgehen, aber nicht so wirklich erfolgreich, trotzdem genug Geld haben, dabei aber doch so in den Tag hinein leben, von allem ein bißchen ausprobieren… Hans Dampf in allen Gassen, aber nirgendwo Meister (Jack of all trades, master of none). Nun gut, das hat bei mir nicht so geklappt, um Himmels willen, und auch bei Dev geht es beinahe schief, als er zum Moderator einer Kochwettbewerbsfernsehsendung avanciert, aber ich will den drei anderen, die die Serie noch nicht kennen nicht alles wegspoilen. Er ist also irgendwo in den 30ern, lebt in New York, ist Inder und wir erleben wie er (und seine hervorragenden Freunde) sich durch‘s Leben wurschteln. Und ja, das ist eben durchaus sehenswert. Na gut, hier und da etwas zuviel Tinder und Uber und so.

Erfunden haben das Ganze Aziz Ansari and Alan Yang, Ansari spielt selbst die Hauptrolle. Ansari war schon vor 10 Jahren in Flight of the Conchords kurz zu sehen, das sagt jetzt eigentlich noch nichts. 2017 bekam er eine eigene Folge Saturday Night Live. Das sagt jetzt aber alles. Alan Yang spielt nicht selbst mit, findet sich aber, gespielt von Kelvin Yu als Brian Chang in der Serie wieder. Viele Rollen spiegeln irgendwie das echte Leben wieder: bspw. spielen Ansaris echte Eltern die Eltern von Dev. Und mit seinem besten Freund aus der Serie ist er natürlich wirklich befreundet. Klingt strange, ist es aber auch.

Ein Gedanke zu „Master of None“

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