Brian De Palma schickt uns in ein gruseliges Wirrwarr aus Mord, Schizophrenie und Missbrauch. Ein echter Psychothriller, der vor allem von der Inszenierung und den beiden Hauptdarstellerinnen lebt.
Dieses Video wird nach dem Klick von YouTube geladen. Dabei werden Daten (mindestens deine IP-Adresse) an YouTube übertragen.
Video abspielen
Das franko-kanadische Model Danielle Breton (Margot Kidder) lernt bei einer Fernsehshow den jungen Phillip kennen und nimmt ihn kurzerhand mit zu sich in die Wohnung. Danielles Nachbarin, die Reporterin Grace Collier (Jennifer Salt) beobachtet am nächsten Morgen von ihrer Wohnung aus, wie Phillip in Danielles Wohnung brutal ermordert wird. Die alarmierte Polizei kann jedoch keine Spuren für ein Verbrechen finden, weswegen Grace zusammen mit einem Privatdetektiv selbst versucht, das Verbrechen aufzuklären.
Eine weitere Hommage De Palmas an Alfred Hitchkock, wie die anderen Filme auf der Liste: „Blow Out“ und „Dressed to Kill“. Das ist ja nichts schlechtes, fällt nur auf. Eine Leiche wird versteckt wie in „Coctail für eine Leiche“, ein Mord wird durch Fenster beobachtet wie in „Fenster zum Hof“, das Messer scheint direkt aus der Deko von „Psycho“ entliehen zu sein, der Duschvorhang der im Badezimmerspiegel zu sehen ist und so weiter.
Das andere Thema, das De Palma abzuarbeiten scheint, ist die Unterdrückung von Frauen, sowohl auf der sexuellen Ebene, als auch im Beruf. Die unfassbare Übergriffigkeit des Arztes gegenüber seiner Patienten steht dafür einerseits, andererseits die Behandlung durch die Polizei der anderen Protagonistin.
Und nicht zuletzt fällt auch dieser Film wieder in die Kategorie neo noir, mit vielen Figuren, die anfangs etwas ganz anderes zu sein scheinen, als sich später berausstellt und einem äußerst pessimistischen Ende, bei dem dann auch der Privatdetektiv nochmal auftaucht…
Likes