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	<title>Couchblog</title>
	<subtitle>Das Weblog von Nico Brünjes.</subtitle>
	
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	<updated>2026-05-01T08:50:06Z</updated>
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	<author>
		<name>Nico Brünjes</name>
		<email>nico@couchblog.de</email>
	</author>
	
	<entry>
		<title><![CDATA[Curly quotes]]></title>
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		<updated>2026-04-28T07:33:45Z</updated>
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		<content type="html"><![CDATA[<p>In einem Stück Code, das ich Claude zum refaktorieren hingeworfen habe, sind nun alle als Anführungszeichen genutzten Zollzeichen, durch echte Anführungszeichen („curly quotes“) ersetzt<sup class="footnote-ref"><a href="https://couchblog.de/blog/2026/04/28/curly-quotes/#fn1" id="fnref1">[1]</a></sup>. Das Dumme ist, dass Letztere bei der Auszeichnung von Attributen in HTML leider falsch sind. Auf meine Bitte, diesen Fehler zu beheben, kann Claude keinen Fehler entdecken und tauscht stattdessen im Inhalte vorhandene deutsche Anführungszeichen (an der Stelle richtig) gegen ihre englische Version (an der Stelle falsch) aus. Beim nächsten Versuch tauscht er diese wieder zurück und präsentiert stolz das Ergebnis. Da der HTML-Code aber nach wie vor falsch ist, bitte ich erneut um Reperatur, und liefere ein Beispiel mit: <code>&lt;div class=„curly-quoted-attribute“&gt;</code> vs. <code>&lt;div class=&quot;not-curly-quoted-attribute&quot;&gt;</code>, in dem Claude aber ebenfalls keinen Fehler entdecken kann. Der protokollierte Denkprozess neigt inzwischen zur Verzweiflung: „The user wants me to correct the quote signs but these are already correct. I must have missed something.“ Mein innerer Pädagoge hat Mitleid mit dem armen LLM, während mein innerer Software Engineer die Stirn auf die Tischplatte schlägt. Ich liefere ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Diff" title="Wikipedia: Diff">Diff</a> zwischen altem Code (mit richtigen Zeichen) und neuem Code (mit falschen Zeichen), in dem Claude aber nichts auffälliges entdecken kann.</p>
<p>Ich gebe auf.</p>
<p>Jetzt sind wir beide sauer.</p>
<p><em>Ich</em> könnte natürlich <em>selbst</em> in dem Schnipsel die falschen Zeichen suchen und ersetzen, aber ich kann auch sehr stur sein. Ich wechsle von Claude zu ChatGPT und dieser erkennt die falschen Zeichen sofort und ersetzt sie durch Zollzeichen. Zur gleichen Zeit untersucht ein neues Claude-Modell im Auftrag eines bisher ungekannten, aber spontan geschaffenen Kartells sämtlicher nennenswerter Softwarefirmen, Banken und Behörden, Code von Betriebssystemen und systemrelevanter Software auf Schwachstellen und Schlupflöcher. Ich frage mich, ob die dann auch ChatGPT mit der Reparatur der gefundenen Probleme beauftragen.</p>
<p>Dieser Kopfschmerz ist irgendwie unerträglich.</p>
<section class="footnotes">
<h2 class="visually-hidden">Fußnoten</h2>
<ol class="footnotes-list">
<li id="fn1" class="footnote-item"><p>Dazu gibt es ein <a href="https://github.com/anthropics/claude-code/issues/1599">langes Issue</a> in Claude Code, dass sich inzwischen ins Gegenteil verkehrt hat, von macht keine curly-quotes nach macht viel zu viele. <a href="https://couchblog.de/blog/2026/04/28/curly-quotes/#fnref1" class="footnote-backref">↩︎</a></p>
</li>
</ol>
</section>
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	<entry>
		<title><![CDATA[Der SUPER-GAU]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/26/der-super-gau/"/>
		<updated>2026-04-26T08:52:44Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/26/der-super-gau/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<p>Vor vierzig Jahren explodierte Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Nähe von Kiew, in der Ukraine (damals UdSSR). Die ARD bringt dazu die sehr eindrucksvolle Dokumentation „Tschernobyl 86“ (<a href="https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3JiYl85MTU2MDg2Zi00ZTI5LTRmMWEtODllMC05M2I1ZTQ5Y2UxZThfcHVibGljYXRpb24?">hier in der Mediathek zu finden</a>). Hier der Trailer…</p>
<figure><lite-youtube videoid="EU3JPYBLv-M" style="background-image:url('/blog/2026/video_tschernobyl_86.jpg');"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=EU3JPYBLv-M" class="lty-playbtn" title="Play Video"><span class="lyt-visually-hidden">TSCHERNOBYL 86 - DER SUPER-GAU | Teaser</span></a></lite-youtube><figcaption>TSCHERNOBYL 86 - DER SUPER-GAU | Teaser</figcaption></figure>
<p>Der Film von Volker Heise verzichtet nahezu komplett auf Erklärungen aus dem Off, Einordnungen oder ähnliches, sondern zeigt nur in loser zeitlicher Reihenfolge zusammengestellte Ausschnitte aus Archivmaterialien einer Vielzahl west- und ostdeutscher Fernsehsender, sowie dem russischen Fernsehen und Dokumentationen. Mit dem Wissen von heute, dass Heise zu Recht vorraussetzen kann, ist das ein bedrückendes Dokument der Zeitgeschichte, das uns zeigt, wie naiv wir seinerzeit waren, wie die Politiker handelten (<a href="https://couchblog.de/blog/2026/04/25/tschernobyl/" title="Couchblog: Tschernobyl">oder eben nicht</a>) und wie gefährlich die Situation wirklich war.</p>
<p>Ich empfehle zusätzlich den Podcast „Holger ruft an“ von Übermedien, mit der Folge „<a href="https://uebermedien.de/116415/wie-unterschiedlich-haben-medien-in-ost-und-west-ueber-tschernobyl-berichtet/" title="Übermedien: Wie unterschiedlich haben Medien in Ost und West über Tschernobyl berichtet?">…wegen Tschernobyl</a>“.</p>
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		<title><![CDATA[Tschernobyl]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/25/tschernobyl/"/>
		<updated>2026-04-25T18:05:20Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/25/tschernobyl/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<p>Seit 9/11 erzählt man sich an Jahrestagen von Katastrophen gerne, wo man gewesen ist, als man von der Katastrophe erfuhr. Das kann für die Tschernobyl-Katastrophe 1986 nur für einen sehr kleinen Personenkreis überhaupt möglich sein und die sind aller Wahrscheinlichkeit nach, längst tot. Alle anderen könnten allenfalls davon erzählen, was sie  zwischen Ende April und Juli 1986 gemacht haben, so lang war nämlich der Zeitraum in dem sich die Katastrophe für uns entfaltete, Stückchen für Stückchen, Salamischeibe für Salamischeibe, jeden Tag eine neue Panik.</p>
<p>Die zuerst mauerten waren die <em>Sowjets</em> (wie sie allenthalben und noch gänzlich antikommunistisch betont genannt wurden), die zunächst die Katastrophe und danach ihr Ausmaß zu verschleiern suchten. Als dann aber klar wurde, dass die Radioaktivität in Form einer riesigen strahlenden Wolke sehr wohl die 1500km bis zu uns zurücklegen würde, waren es die deutschen Politiker*innen, die mit aller Gewalt verhindern wollten, dass Panik ausbricht. Und damals bedeutete das noch, dass sie ihr Volk nach Strich und Faden belogen. So wechselte die Stimmung von „es ist alles in bestern Ordnung“, über „bitte keine Pilze aus der Türkei essen“, nach „lassen sie ihre Kinder nicht nach draußen“, gesperrte Spielplätze, vernichtete Salaternten. Steile These: Ein großes Stück der Glaubwürdigkeit, die der Politik 2020 fehlte, wurde wahrscheinlich schon 1986 verspielt. So oder so, war es ein Horror.</p>
<p>Eigentlich finde ich, in meiner bisherigen Lebenszeit haben sich genug Kriege, Anschläge und Katastrophen abgespielt. Tschernobyl war die erste, die ich aktiv erlebt habe, die mich stark politisiert hat und die für immer meine Meinung über Atomkraft festgesetzt hat.</p>
<p class="cc-copyright">Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:IAEA_02790015_(5613115146).jpg">IAEA Imagebank</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">CC BY-SA 2.0</a>.</p>
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		<title><![CDATA[Herr Agent, es brennt!]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/24/herr-agent-es-brennt/"/>
		<updated>2026-04-24T09:04:24Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/24/herr-agent-es-brennt/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<figure class="quotation">
<blockquote cite="https://anmutunddemut.de/2026/04/24/a-paradigm-change-in-the-nature-of-cyber-threats.html">
<p>Jetzt ist auch klar, welchen Vornamen Agent Smith hat: <em>Claude</em>.</p>
</blockquote>
<figcaption class="c-blockquote__attribution">Ben: „<a href="https://anmutunddemut.de/2026/04/24/a-paradigm-change-in-the-nature-of-cyber-threats.html">a paradigm change in the nature of cyber threats</a>“</figcaption>
</figure>
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		<title><![CDATA[Gestern]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/23/gestern/"/>
		<updated>2026-04-23T07:08:06Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/23/gestern/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<p>Beim Aufbruch zur Arbeit irgendwie abgelenkt, daraus folgend: die Höchststrafe, Kopfhörer vergessen. Und das im Zug, der trotz Langsamfahrtstelle vor Reinfeld pünktlich ist.</p>
<hr />
<p>Am Bahnhofsausgang will mir jemand einen Flyer in die Hand drücken und verkündet lauthals: „Pro Olympia“. „Pro?“, frage ich angeschrien, angewiedert und ablehnend. „Natürlich, was denn sonst?!“ antwortet der Mensch im vielzitierten Brustton der Überzeugung. Mehr Argumente wollte er mmir, auch auf Nachfrage, nicht verraten. Ich wechsle hochgradig unbeeindruckt die Straßenseite.</p>
<hr />
<p>Der Mann im Apple-Store ist nett, aber sehr jung. Und etwas ungläubig, dass ein alter Mann wie ich keinerlei Nachfragen zu dem neuen Gerät habe und keine Vor- oder Einführung brauche. Ich verlasse den <s>Laden</s> Store ein paar Jahre älter als ich reingekommen bin.</p>
<hr />
<p>Das WLAN im Zug zwischen Hamburg und Lübeck ist und bleibt eine Farce. Es ist da, aber es tut die meiste Zeit nichts. Schon gar nicht die blöden XCode Command Line Tools installieren.</p>
<hr />
<p>Habe endlich <a href="https://www.newyorker.com/magazine/2026/04/13/sam-altman-may-control-our-future-can-he-be-trusted">den Artikel über Sam Altman</a> zu Ende gelesen. Ich frag mich wirklich, warum der so lang geworden ist (das PDF hat 53 Seiten). Schon nach Betteridges Gesetz ist die Antwort auf die Überschrift klar, alle <a href="https://www.techwontsave.us/episode/195_the_fight_over_the_future_of_openai_w_mike_isaac">Hörer von Paris Marx</a> und der Rest der Welt waren und sind über die Vorgänge bei OpenAI informiert. Das Ergebnis liegt auf der Hand. Vielleicht aber ist es genau das: alle wissen es, aber es existieren nicht mehr die Strukturen um es offen auszusprechen. Der New Yorker sagt: wir sollten unsere Zukunft nicht in die Hände von Sam Altman geben und wir sind uns da sehr sehr sehr sicher. Also wirklich sicher. Ich kaufe es. Aber was auch in dem Artikel steht: Es gibt in der Techszene der USA und vor allem bei den ganzen CEOs nicht einen einzigen Menschen, in dessen Hände man unsere Zukunft legen sollte. Altman ist schlimm, aber die anderen stehen ihm nur in wenig nach. <strong>Das scheiss Silicon Valley ist wirklich die Pest.</strong></p>
]]></content>
	</entry>
	
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		<title><![CDATA[Taxi Driver (1976)]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/20/taxi-driver-1976/"/>
		<updated>2026-04-20T16:10:17Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/20/taxi-driver-1976/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<p>Ehrlich gesagt, vor diesem Film auf <a href="https://couchblog.de/blog/2026/02/12/70s-rewatch/">der Liste</a> hatte ich etwas Respekt. Ich habe ihn vor Jahren schon gesehen und nicht in sonderlich guter Erinnerung behalten. Die Irritation ist auch jetzt nicht ganz verschwunden.</p>
<figure><lite-youtube videoid="T5IligQP7Fo" style="background-image:url('/blog/2026/video_taxi_driver.jpg');"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=T5IligQP7Fo" class="lty-playbtn" title="Play Video"><span class="lyt-visually-hidden">Play Video: TAXI DRIVER [1976] - Official Trailer (HD)</span></a></lite-youtube><figcaption>TAXI DRIVER [1976] - Official Trailer (HD)</figcaption></figure>
<p>Taxi Driver erzählt die Geschichte von Travis Bickle, einem vereinsamten Vietnamveteranen, der nachts als Taxifahrer durch New York fährt. Während er die Stadt als moralisch verkommen wahrnimmt, steigert er sich immer mehr in seine eigenen Fantasien von Reinigung und Ordnung hinein. Er entwickelt eine obsessive Fixierung auf eine junge Prostituierte und beschließt, sie „zu retten“. Gleichzeitig plant er ein Attentat auf einen Politiker, das jedoch scheitert. Am Ende eskaliert seine Gewalt in einem blutigen Ausbruch, der ihn paradoxerweise in den Augen der Öffentlichkeit zum Helden macht.</p>
<p>Die herrschende Meinung sieht den Film als psychologisches Porträt eines zutiefst entfremdeten Menschen in einer anonymen, moralisch zerfallenen Großstadt. Zudem ist er eine Kritik an der amerikanischen Gesellschaft in den Siebzigern. Die Nachwirkungen des Vietnamkriegs, urbane Verwahrlosung und das Scheitern sozialer Integration spiegeln sich in Travis’ Psyche wider. Die Großstadt ist ein weiteres Mal New York (siehe auch <a href="https://couchblog.de/blog/2026/02/28/death-wish-1974/" title="Death Wish (1974)">hier</a>, <a href="https://couchblog.de/blog/2026/02/10/harry-callahan-versus-jimmy-popeye-doyle/" title="Harry Callahan versus Jimmy Popeye Doyle">hier</a> und <a href="https://couchblog.de/blog/2026/03/10/die-warriors-1979/" title="Die Warriors (1979)">hier</a>). Scorsese stellt dabei zwei ganz unterschiedliche Städte gegenüber: New York bei Tag ist bieder, die Leute arbeiten, gehen mal einen Kaffee trinken und so weiter. Bie Nacht jedoch verwandelt sich die Stadt in das sprichwörtliche Sodom, durch das der kleine Taxifahrer mit erhobener Faust und auf den Abschaum schimpfend sein Taxi navigiert.</p>
<p>Als Zuschauer wird man mit fortschreitendem Film immer mehr in die Perspektive des Travis Bickle gedrängt, bis hin zur berühmten „Are you talkin to me?“ Szene, in der De Niros Spiegelbild die vierte Wand zu durchtreten scheint. Scorsese drängt einem Bickles abstruses Gedankengebäude förmlich auf, bis man sich beim Blutbad sich erschrocken abwendet. Der Film verursacht bei mir ein tiefes Unbehagen. Dieses Unbehagen scheint sich jedoch nicht bei allen einzustellen, vielmehr wird der Film in bestimmten Kreisen regelrecht als die erfolgreiche Geschichte des ersten „<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Incel">Incels</a>“ verehrt und gefeiert. Was uns vor Augen führt, dass im Vergleich zu den Siebzigern, die Welt zwar reicher und die Straßen sauberer sind, leider aber nicht alles besser geworden ist.</p>
<p class="copyright">Foto: <a href="https://unsplash.com/de/@leronep?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Lerone Pieters</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/radio-city-gebaude-in-der-zeitrafferfotografie-9PME00oNRBo?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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	<entry>
		<title><![CDATA[Die Tasse]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/20/die-tasse/"/>
		<updated>2026-04-20T10:17:25Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/20/die-tasse/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<p>Ich hab es schon erwähnt, ich bin ein einigermaßen treuer Hörer des Podcasts <a href="https://kunstpixel.de/">Kunstpixel</a>, denn obwohl mich nicht jedes Thema interessiert, habe ich mit dem Host Marc vor langer Zeit einigermaßen lang sehr gut zusammengearbeitet und Räder in Gang gesetzt, die sich heute immer noch drehen. Und ich verstehe quasi alle Nonmentions (zum Beispiel den mit dem <code>chmod</code> in <a href="https://kunstpixel.de/podcast/42-vom-chatbot-zum-agenten-codex-wordpress-und-3d-druck/">dieser Folge</a>). Völlig folgerichtig war ich einer der glücklichen Gewinner eines Kunstpixel-Bechers, den ich euch hier in einem schönen Bild präsentieren wollte, weil er sieht echt geil aus und damit macht der Kaffee erst so richtig Spaß. Allerdings habe ich in meinem Hause keinen Spot gefunden, an dem ich ein Foto hätte machen können, ohne dass der Hintergrund entweder a) unser Chaos enttarnt oder b) dem ausgefeilten Design des Bechers völlig unwürdig gewesen wäre. Was macht man also da? Man beauftragt die KI eine freigestellte Version des Fotos zu erstellen. <em>Das kann aber nicht jede KI so aus dem Stand heraus</em>, stattdessen bekommt man ein Bild, von dem die KI <em>denkt</em>, wie ein Bild von einem freigestellten Becher aussieht:</p>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/kp_tasse_0.jpg" alt="" /><figcaption>Google Gemini ist erst mal blöd…</figcaption></figure>
<p>Statt mich weiter mit der künstlichen Irgendwas rumzuärgern, habe ich in einer schnellen Websuche versucht, schon vorhandene Bilder der Tasse zu finden. Und das war von überraschendem Erfolg gekrönt. Hier ein paar Fundstücke, kaum zu glauben:</p>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/kp_tasse_2.jpg" alt="" /><figcaption>Öh?</figcaption></figure>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/kp_tasse_30.jpg" alt="" /><figcaption>Was? Der auch?</figcaption></figure>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/kp_tasse_10.jpg" alt="" /><figcaption>Oha!</figcaption></figure>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/kp_tasse_40.jpg" alt="" /><figcaption>War ja klar…</figcaption></figure>
<p>Vielen Dank lieber Marc (und lieber Philipp), ich mache jetzt in jeder Videokonferenz Werbung für dich/euch!</p>
<p><strong>Offenlegung:</strong> nur ein Bild wurde von einer KI erstellt. 😆</p>
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		<title><![CDATA[Drei Platten]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/16/drei-platten/"/>
		<updated>2026-04-16T15:00:37Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/16/drei-platten/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<p>Ich habe mir drei Vinyl geschenkt. Und freue mich.</p>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/big_disgrace.jpg" alt="" /><figcaption>Haute and Freddy – Big Disgrace</figcaption></figure>
<p>Die Haute &amp; Freddy <a href="https://couchblog.de/blog/2026/01/10/haute-and-freddy-big-disgrace/">hatte ich mir ja schon gewünscht</a>, vielleicht kriege ich sogar noch eine in rotem Vinyl.</p>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/volume_1.jpg" alt="" /><figcaption>Angine De Poitrine – Vol. 1</figcaption></figure>
<p>Die <a href="https://couchblog.de/blog/2026/04/02/angine-de-poitrine/">Angine De Poitrine</a> erscheint erst im Juni.</p>
<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/its_my_life.jpg" alt="" /><figcaption>Talk Talk – It’s My Life</figcaption></figure>
<p>Und die Talk Talk ist eine audiophile Pressung, 180g half speed mastered, die vor zwei Jahren zum 40. Geburtstag der Scheibe erschienen ist.</p>
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		<title><![CDATA[Wochenschau 16/2026]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/14/wochenschau-16-2026/"/>
		<updated>2026-04-14T11:36:24Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/14/wochenschau-16-2026/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<figure><img src="https://couchblog.de/blog/2026/merzscholz.jpg" alt="" /><figcaption>Bundeskanzler Scherz</figcaption></figure>
<p>Hier sehen wir den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland beim Versuch, das Land, die Wirtschaft, mindestens aber die Ölindustrie und natürlich das gedruckte Wort zu retten.</p>
<p>Dafür hat sich der Kanzler, zusammen mit den Überresten seiner eigenen und der Partei formally known as Sozialdemokraten, etwas ganz Tolles ausgedacht: einen zweimonatigen Tankrabatt. Die Steuer auf Benzin und Diesel soll in dieser Zeit um 17 Cent gesenkt werden. Das kommt dir bekannt vor? Kein Wunder, denn das ist ja genau die gleiche Idee, die schon die rot-grüne Scholz-Regierung 2022 hatte. Junge, haben sich damals alles aufgeregt, dass das nicht finanzierbar wäre (Achtung: Schuldenbremse), dass das Geld letztlich eher bei den Ölkonzernen ankäme statt bei den Verbraucher*innen und dass es die falschen Signale in Zeiten des Klimawandels wären. Hat alles gestimmt. Und stimmt genauso heute noch. Aber natürlich macht Friedrich Merz das ganz anders als Olaf Scholz, denn das hat er ja versprochen, alles ganz anders zu machen. Diesmal sind die 1,6 Milliarden Euro, die das kostet auf jeden Fall gegenfinanziert: zusammen mit den Parteien formally known as Sozialdemokraten und Grüne hat er ja vorsorglich die Schuldenbremse für die Zeit seiner Regierung außer Kraft gesetzt und kann sich so an all den tollen Krediten aka. dem Sondervermögen bedienen, im Koalitionspapier heisst das allerdings: „kartellrechtliche oder steuerrechtlich abgesicherte Maßnahmen“. Und damit sich die Ölbosse nicht die Kohle einstecken, hat sich der Friedrich etwas ganz Besonderes ausgedacht, er hat ganz deutlich an die Bosse <em>appelliert</em>: er erwarte, dass die Mineralölwirtschaft die Entlastung “direkt und ohne Einschränkungen” weitergebe. Bleibt noch die Klimakrise. Man hätte sich ja auch Maßnahmen vorstellen können, den öffentlichen Nahverkehr zu fördern, die Leute zu weniger Autofahren zu animieren oder wenigstens etwas mehr soziale Gerechtigkeit: beim Tankrabatt sparen die Großverdiener ja mindestens genauso, wie die armen Leute. Aber das konnte ja schon Rot-Grün nicht, kein Grund, dass Schwarz-Rot jetzt damit anfängt. Denn wie sagte der Kanzler: „Der Staat kann nicht alle Unsicherheiten, nicht alle Risiken, nicht alle Disruptionen der Weltpolitik auffangen.“ Immer mehr Menschen fragen sich wahrscheinlich: „Ja, was dann?“</p>
<p class="cc-copyright">Foto: Handgeklöppelter Merge aus <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Olaf_Scholz_-_2023_-_P059963-938510_(cropped).jpg">© European Union, 2026</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0">CC BY 4.0</a> und <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2025-02-23_Bundestagswahl_%E2%80%93_Wahlabend_CDU_by_Sandro_Halank%E2%80%93025.jpg">Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons </p>
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		<title><![CDATA[Happy Birthday, Herbert Grönemeyer]]></title>
		<link href="https://couchblog.de/blog/2026/04/12/happy-birthday-herbert-groenemeyer/"/>
		<updated>2026-04-12T10:02:21Z</updated>
		<id>https://couchblog.de/blog/2026/04/12/happy-birthday-herbert-groenemeyer/</id>
		<content type="html"><![CDATA[<p>Für meine Generation ist Herbert Grönemeyer so etwas, wie das eben noch leckere Kaugummi, das man sich in den Schuh eingetreten hat. Sein Auftritt in „Das Boot“ wurde von mir zumindest nicht gewürdigt, bis Grönemeyer von den Resten der sogenannten neuen deutschen Welle getragen, mit „Männer“ und dem Album „4630 Bochum“ einen, nach vier vorher gefloppten Alben, Überraschungserfolg erzielte, der beinahe 40 Jahre anhielt. Damals™ hörte man noch Radio (wir hatten ja nichts) und wer „Männer“, „Mambo“ oder „Currywurst“ entkommen wollte, wäre wohl am besten taub geworden. Und selbst für die Gehörlosen hatte Grönemeyer noch Songs anzubieten („Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist“). In meiner Erinnerung gingen mir seine Songs jedenfalls hauptsächlich auf den Sack, einzig „Mambo“ packte ich auf das eine oder andere Mixtape (wegen „ich will zu dir mein Schatz“, ich war möglicherweise ein ziemlicher Schwerenöter seinerzeit mit 15). Zusammen mit BAP, Marius Müller-Westernhagen, <a href="https://couchblog.de/webpropaganda/2006/05/17/zum-geburtstag-keine-panik/">Udo Lindenberg</a>, Wolf Maahn, Ulla Meinicke und <a href="https://couchblog.de/webpropaganda/2004/12/22/heinz-rudolf-kunze/">Heinz Rudolf Kunze</a> (sortiert in nach hinter stark abfallender Reihenfolge meiner Sympathie), bildete Grönemeyer etwas, was man posthum wohl als „Deutschrock“ titulierte, zeitgenössisch war mir der Begriff nicht geläufig und er erscheint mir auch irgendwie unziemlich, so wie „Kuschelrock“.</p>
<p>Soviel gutes habe ich also nicht über Herbert Grönemeyer zu berichten, außer, dass er mir sehr viel später <a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-11/herbert-groenemeyer-alles-gesagt?freebie=06f713ac">im ZEIT Podcast „Alles gesagt“ 🎁</a> sehr gefallen und damit viel gut gemacht hat.</p>
<p>Herbert wird heute 70 Jahre alt, herzlichen Glückwunsch!</p>
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