Filmstill aus „The Mandalorian and Grogu“: explodierender AT-AT-Walker aus der Froschperspektive.

Für eine Handvoll Popcorn

Thema: Gesehen

Es identifiziert einen zielsicher als GenX, wenn man die Star Wars Teile vier, fünf und sechs immer noch eins, zwei und drei nennt und früher war sicherlich nicht alles besser. Aber heute ist auf jeden Fall alles schlechter: zum Beispiel „The Mandalorian and Grogu“.

Wobei, für den Titel muss ich schonmal dankbar sein, vielleicht sieht die Welt endlich ein, dass englische Titel nicht Zwangseingedeutscht werden müssen, lustigerweise wäre gerade „Der Mandalorianer und Grogu“ durchaus noch erträglich gewesen und mir kann man es eh nicht recht machen. Alles weitere an dem Film ruft bei mir allerdings blankes entsetzen hervor, obwohl, das stimmt nicht, das hört sich viel zu emotional an. Der Film hat mich vielmehr zu Tode gelangweilt. Blankes Entsetzen ruft der Gedanke hervor, in welcher Einheitskinowelt die arme Jugend heute leben muss. Also vor allem verglichen damit, was Star Wars einmal bedeutet hat.

Trailer: The Mandalorian and GroguTrailer: The Mandalorian and Grogu
Trailer: The Mandalorian and Grogu

„The Mandalorian and Grogu“ ist… ja was ist es? Eine weitere Staffel der TV-Serie, aber als IMAX-Film? Irgendwie eher nicht, denn obwohl es quasi sang- und klanglos weiter geht, als hätten wir die Serie nie verlassen, stürmen doch plötzlich von allen Seiten Ereignisse, Technik (AT‑AT Walker!) und Figuren aus dem großen Star Wars Universe ins Bild, die die Serie bisher nicht kannte. Dann ist es vielleicht ein Film, der die Serie in das Star Wars Universe einbindet und ihr dort einen Platz verschafft? Auch irgendwie nicht, denn der Plot ist exakt so gestrickt, dass er zwar im Star Wars Universe spielt, die große Handlung aber null berührt.

Wie soll es auch anders sein, weder der Din Djarin noch Baby Yoda haben für das Universum irgendeine weitergehende Bedeutung über das bereits Geschehene hinaus. Deswegen sind alle Dinge die sie tun, alle Figuren denen sie begegnen und alle Ereignisse bedeutungslos. Wie der Sohn von Jabba dem Hutten. Der Sohn!

Was bleibt sind ein paar lustige Szenen, die ohne weiteres auch als „Muppets in Space“ durchgehen würden, auch wenn ich gerade die Grogu und die anzellanischen Mechaniker grausam animiert finde. Aber witzig sind sie ja…

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