CSS Day 2017

Håkan Wium Lie und Bert Bos auf dem CSSDay 2017
Håkan Wium Lie und Bert Bos

Meine auf mehrere Jahre verteilte Amsterdam-Tournee (Fronteers, Fronteers, Spring Fronteers und CSS Day) endet damit in diesem Jahr. Zum krönenden Abschluss durfte ich nochmal Bert Bos und Håkan Wium Lie live erleben, die Erfinder von CSS. Toll. Ansonsten ging es in der Hauptsache am ersten Tag (Browser API Special) darum, wie man per Javascript Dinge macht, wozu man sonst CSS braucht und am zweiten Tag (CSS Day) um CSS Grids, writing modes und CSS Variablen. Letztere sind aber wohl langweilig, am Vortrag gemessen. Oder bekifft.

Es folgen einige ausgewählte Talknotizen, die leider mit einem vom Veranstaltungssponsor gesponserten Kugelschreiber ausgeführt sind, weil ich zu vergeßlich… ach egal…
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Productive, der habits & daily goals tracker

Viele Menschen nutzen ja To-do-Listen, um sich zu organisieren Dinge zu tun. Meine To-do-Listen sind mehr Zettelsammlungen, oft reicht es mir nämlich, eine Sache aufgeschrieben zu haben, um sie dann auch zu tun. Das hat bei den To-do-Listen-Apps nie so gut geklappt, hier sammle ich eher Themen für eine wesentliche spätere Abarbeitung. Schwierig fällt es mir eher, in meinem täglichen kreativen Chaos die regelmäßigen Dinge zu tun, die lästigen wiederkehrenden Aufgaben. Für dieses Problem gibt es natürlich eine iPhone-App: Productive.

Mit einer Mischung aus regelmäßiger To-do-Liste, Erinnerungsfunktion und etwas Gamification will der habits & daily goals tracker einem die täglichen Routinen beibiegen, die man leider allzu oft vergisst. Das kann Zähneputzen, Medikamente einnehmen, Wasser trinken, Spazieren gehen, Wäsche waschen, die Wohnung putzen, Meditieren, ein Hobby ausüben, oder Sport machen sein, um nur ein paar Beispiele aus den vorbereiteten Tasks zu nennen. Natürlich kann man auch selbst Aufgaben hinzufügen. Eine Aufgabe enthält, neben ihrer Beschreibung, einen Zeitplan wann und wie oft sie auszuführen ist. Und so zeigt und erinnert einen Productive dann für dahin an die kleinen lästigen Dinge, die man immer vergisst.

Als Erfolge werden im Gamification-Anteil sowohl hintereinander, also regelmäßig ausgeführte Tasks hervorgehoben, als auch die perfekten Tage ausgezeichnet, also jene, an denen man alle Aufgaben geschafft hat.

Entgegen den Eingangs genannten To-do-Listen, hilft mir Productive ganz gut Dinge zu tun, die ich sonst garantiert vergesse: bspw. das ich im Büro auch noch etwas anderes als Kaffee trinken muss. Wäsche waschen bevor der Wäscheberg bis zur Decke wächst ist auch so ein Ding, das gerne hinter dem abendlichen Netflixen zurück gestellt wurde. Und als ich ein paar Wochen regelmäßig Medikamente nehmen musste, hat das mit Produktive gut geklappt. Einfach mal kostenlos testen…

Foto von Oliver Thomas Klein.

Setapp

Ich nutze seit ein paar Monaten schon Setapp (Affialiate-Link), das Abomodell für Mac OS Apps und ich bin damit durchaus zufrieden. Zu meiner Ehrenrettung sei erwähnt, dass ich ein ziemlicher Freund bezahlter und vor allem gut gemachter kleiner Software für mein Macbook bin. In den Jahren habe ich bei diversen Frühlingsverkäufen, Apphunts und Blackfridaysales schon eine umfassende Sammlung niedlicher Tools zusammengekauft. Wenn man also Tools und Apps für den Mac liebt, aber keine Lust mehr hat, für 49$ 10 Apps zu kaufen, von denen man nur zwei gebrauchen kann, für den ist Setapp (Affialiate-Link) genau das Richtige.

Was man bei Setapp bekommt ist folgendes:

  • in Form eines Abonnements für 9,99$ (plus 1,90$ Steuer) Zugriff auf eine stetig wachsende Zahl von liebevoll ausgewählten Mac Applikationen, die man sich via einer Setapp-App auf dem Rechner installieren und nutzen kann
  • Man kann (zur Zeit) Setapp auf zwei Rechnern parallel benutzen, ein Modell für mehr Rechner ist in Arbeit (wird aber zusätzlich kosten, nehme ich an)
  • Die Apps sind immer und bleiben immer up to date (das unterscheidet es schon mal deutlich von den Apphunts…)
  • Zusätzlich stellt Setapp in Newslettern unregelmäßig neue Apps vor bzw. präsentiert verschiedene Apps (bspw. „Apps zum Musik machen“ o.ä.)

Ich finde das ziemlich praktisch. Mal kurz aufgezählt, was ich aus der langen App-Liste inzwischen nutze: Ulysses, Mosaic, SQL Pro Studio, Base, Gifox, Good Task, iStat Menus, Better Zip, Numi, und die App for Whatsapp. Einige Apps davon habe ich installiert, weil gerade bspw. eine App brauchte um auf dem Rechner eine Datenbank zu öffnen. Ein zwei der angebotenen Apps hatte ich auch schon, allerdings in veralteten Versionen.

Neue Nutzer können sich Setapp (Affialiate-Link) 30 Tage kostenlos anschauen, unverbindlich natürlich. Hat man seine Zahlungsdaten hinterlegt, kann man jederzeit wieder aussteigen.

Ach Twitter!

»Das ich das noch erleben darf!«, war meine erste Reaktion auf diese Nachricht bei Heise. Aber wie immer zu früh gefreut, denn auch hier geht es wieder in die eindeutig falsche Richtung:

Demnach könnten Abo-Kunden in der Twitter-App Tweetdeck zusätzlich unter anderem Benachrichtigungen bei aktuellen News sowie neue Werkzeuge zum Erstellen ihrer Tweets und Analyse ihres Erfolgs bekommen.

Meine Fresse, so langsam verliere ich aber die Geduld. Neue Werkzeuge zum Erstellen ihrer Tweets und Analyse ihres Erfolges my ass! Klar, Tools für die Reichen, Schönen, und anderweitig von irgendwelchen Socialmediafritzen betriebenen Accounts, damit lässt sich bestimmt Kasse machen. Immer schön weg teilen vom plebiszitären Fußvolk, denen man nicht mal einen funktionierenden Nachrichtenfilter spendieren kann. Gott im Himmel, warum???!

Und weil in Firmenzentrale von Twitter offenbar immer noch keiner weiß, was ich von einem Twitter-Abo erwarte, das ich schon seit Jahren haben will und bereit wäre zu bezahlen, meiner wegen bis zum 10Euro/Monat (ja das ist nicht die Welt, aber wir sind Millionen!), schreibe ich es hier nochmal sicherheitshalber auf. Wenn Twitter dann eines Tages pleite gemacht hat, drucke ich es aus und werfe es ins offene Grab!

Ich will ein Twitter-Abo, dass…

  • …diesen ganzen Werbescheiß, vulgo sponsored Tweets von mir konsequent fernhält!
  • …mir ermöglicht ein Badge an meinen Namen zu kriegen, der mich als real person ausweist
  • …mir vernünftige Tools zur Verfügung stellt, zum Filtern (content blocking) und Verwalten meiner Timeline (findability)
  • …sich diesen ganzen URL-Verkürzungszwang-Tracking-Scheiß spart!
  • …mir erlaubt die Software für Twitter zu nutzen die ich will! (also irgendwelche API-Limits für mich aushebelt)
  • …mir uneingeschränkten Zugang zur API gewährt
  • …mir Weblinks als AMP liefert (falls vorhanden)
  • …mir Applinks in der entsprechenden App öffnet (wenn vorhanden).

Das ist es dann eigentlich schon. Nein, eins noch, mein Foto soll zusammen mit denen der anderen Abonnenten auf eine Twitterwall im Eingangsbereich des Twitterzentrale in Dauerrotation gezeigt werden, mit dem Hinweis »@[username] saves your fucking job, stupid!«.

Nine Million Bicycles

Facebook hatte Ende Februar 2017 die unglaubliche (aber selbstgezählte) Masse von 1,86 Milliarden Nutzern, das sind 1.860.000.000 schlachtreife Lämmer. Die schlappen 1.000.000.000 Nutzer von YouTube dagegen, schauten zum gleichen Zeitpunkt 1.000.000.000 Stunden Videos, das entspricht 4.166.167 Tagen oder etwas elfeinhalb tausend Jahre, also ungefähr ein Jahr im Saarland.

Foto: Héctor Martínez