2026

Nacht in Travemünde

Ostsee im Modschein.

Im Moment kommen wir immer später zu unserem Travemünde-Spaziergang, regelmäßig ist es schon dunkel. Was gar nicht mal unangenehm ist, denn der Strand bzw. die Promenade ist beleuchtet und es sind wesentlich weniger Menschen aka. Touristen unterwegs als nachmittags. Und kaum machen sich die Menschen rar, kommt die Natur zurück. Bei ausnahmslos jedem abendlichen Ausflug der letzten Tage sind wir auf Ratten getroffen. Promenade und Strand sind natürlich ein Paradies für unsere kleinen Kulturfolger, aber irgendwie ist es schon auch etwas erschreckend, man sagt ja, wenn man eine Ratte sieht, hat man tausend Ratten nicht gesehen. Ein anderer Aspekt ist, dass die Viecher echt groß sind. Wie sang bzw. sprach schon David Bowie (in „Future Legend“): „Fleas the size of rats sucked on rats the size of cats“…

Guter Morgen

a person standing on top of a sandy hill

„Tijd in, Tijd uit, abends nicht rein und morgens nicht raus!“, tadelte mich meine Oma immer in ihrer ganz eigenen Mischung aus den Resten ihrer niederländischen Heimatsprache und dem, was sie für die deutsche Sprache hielt. Das war aber immer alles, was sie kopfschüttelnd von sich gab, wenn ihr Kopf durch meine Zimmertür lugte um... 

Energieverschwendung

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Dass ich mir um die unglaubliche Energieverschwendung Sorgen mache, die mit der hyperisierten Nutzung von Large Language Models einhergeht, habe ich ja schon oft geschrieben. Eine andere Form der Energieverschwendung ist aber auch, jeden Fedehandschuh den jemand ins Netz wirft, aufzuheben und sich selbst durchs Gesicht zu ziehen. 

Leserunde

Drei Männer auf einem Segelschiff sehen durch je einen Sextanten.

Links zum Lesen und Hören: Martenstein rückt noch weiter nach rechtsaußen, wo die Jugend von heute schon zu sein scheint. Es geht außerdem um KI und Kapitalismus, interessante, naja, berühmte Fallbeispiele in der Rechtswissenschaft und Techno. 

Das Platoon

Kevin war kein Nazi an sich. Gut, in seiner Jugend hatte er zu viel Spaß beim „Gruftieklatschen“ gehabt und auch zwei Mal kurz im Knast gesessen, aber im Grunde stand er damals nur auf kurze Haare, Bomberjacken, Männerfreundschaften und natürlich Saufen. So hatte es jedenfalls sein Sozialarbeiter ausgedrückt. Seiner Karriere war das natürlich nicht gerade zuträglich gewesen, das gab er auch immer offen zu. Er bereute aber nichts und war einigermaßen dankbar, als ihn die Stadt zum Mindestlohn einstellte. „Zum Heer der Orangewesten rekrutiert“, scherzte Kevin. Nun trug er die Verantwortung über eine kleine Einheit, „sein Platoon“ nannte er das. Junge Männer, wie er es einst gewesen war, aber noch roh und ungeschliffen. Er führte seine Truppe „hart, aber ungerecht“, sie wussten schon, wie das gemeint war. Im Morgengrauen ließ er sie antreten, dann wurden „die Flammenwerfer“ kontrolliert, bevor es zu „Feindberührung“ kam. Kevin hielt dann immer eine Ansprache, bevor sie losmarschierten: „Dies ist eins der verkommensten Viertel der Stadt, nichts als Zecken, Ausländer und Bonzenschweine. Aber wir sind im Vorteil, der Feind schläft noch! Also lasst uns die Schlafschafe wecken! Laubbläser marsch!!!

Tore für Neven

Jedes Mal, wenn der FC St. Pauli in dieser Saison ein Tor schießt, ein Derby gewinnt oder womöglich in die 1. Bundesliga zurückkehrt, spende ich einen kleinen bis mittleren Betrag an die well:fair foundation (ehemals Neven Subotic Stiftung), die in ihren Projekt-Regionen in Äthiopien, Kenia und Tansania Brunnen und Sanitäranlagen baut und damit schon für mehr als 200.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser geschaffen hat. Und weiter schafft.

Für mich ist das eher eine Kleinigkeit und so macht mir jedes Tor noch mehr Freude. Das könnt ihr auch, einfach hier eintragen und mitmachen: Tore für Neven.

Die Blogroll

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Hier findet ihr meine Blogroll, also das Verzeichnis der Blogs, denen ich folge, indem ich sie regelmäßig im Feedreader lese. 

The Weekend

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Ich widme mich an diesem Wochenende mal wieder meinem Hobby „Auflegen“. Lest doch solange mal etwas, was ich aus dem Archiv gefischt habe: „Perfect Mix“, von 2005.

Pride in Lübeck ohne Bahn

Demonstration CSD vor dem Holstentor, im Bild ist eine riesige Regenbogenfahne, die von vielen Menschen getragen wird und die ganze Straße vor dem Holstentor bedeckt. © Lübecker CSD e.V.

Während sich im Rest der Republik noch über die partielle Sonnenfinsternis unterhalten wird, beschäftigt die Lübecker*innen ein ganz anderes Reizthema: die Bahn schlägt mal wieder zu! Und diesmal so richtig hart. Ab dem morgigen Freitag um 22 Uhr bis zum Montagmorgen um Fünfe bleibt der Lübecker Hauptbahnhof geschlossen.