Tja, wow! Wer schon immer wissen wollte, wie sich die Welt wirklich weiterentwickeln wird, wenn wir den Weg, den wir eingeschlagen haben, weitergehen, der ist in der Science-Fiction-Action-Komödie „Good Luck, Have Fun, Don‘t Die“ bestens aufgehoben.
Regisseur Gore Verbinski hat ein über zweistündiges „Look Up“ zum Thema Künstliche Intelligenz geschaffen und ich habe das von vorne bis hinten als durchweg unterhaltend, humorvoll und spannend empfunden. Die Satire ist genau das, was ich gerade brauche, ist doch auch in der Realität die Gesellschaft nahe an dem, was der Film an die Wand malt. Und viele Gags sind einfach zu treffend. Der Film lebt von seinem Beginn, Verbinski lernt nicht nur von Tarantino, sondern verbeugt sich auch direkt vor ihm: Der aus der Zukunft angereiste Protagonist des Films (Sam Rockwell), der eben ein ganzes Diner in Geiselhaft nimmt, kommt einem schon sehr wie in Pulp Fiction vor, auch wenn er „This is not a robbery!“ ausruft. Es folgt eine überzeugende Rede, die fünf Diner-Gäste (u. a. Juno Temple und Haley Lu Richardson) dazu bringt, ihm zu folgen und uns Zuschauer direkt in den Film saugt. Zum 117ten Mal besucht der „Mann aus der Zukunft“ das Diner schon, die offensichtliche Referenz auf „Täglich grüßt das Murmeltier“ wird sogar offen ausgesprochen. Aber was folgen soll, ist eine ganz klare Terminator-Mission: zum Ort und Zeitpunkt der Singularität der Erschaffung einer Superintelligenz, gelangen und dort einen Auftrag ausführen…
Nein, im Ernst, den Film sollte man gesehen haben, er ist wirklich witzig, hier und da etwas plump, aber witzig. Und sehr direkt, aber witzig. Ich habe jedenfalls gelacht.