Ich habe laaaange nicht mehr in einem Hotel übernachtet und freue mich gerade wie Kind über Regendusche und Frühstücksbuffet. Ich habe so gut geschlafen, ich bin topfit um quer durch Berlin zu loofen um zum Veranstaltungsort in der Karl-Marx-Straße zu kommen. Vielleicht nehme ich auch die U-Bahn, um dann den dortigen Kiez noch etwas zu erkunden. Ich bin so ein Tourist.
2026
Impulskontrolle

XKCD No. 386: Duty Calls, lizensiert unter CC-BY-NC.
Blogroll, wtf?!
Ich bin am Wochenende zum Thema Rivva Follow vielleicht ein wenig kurz gesprungen, aber einerseits habe ich, vielleicht fälschlicherweise vorrausgesetzt, dass Blogrolls als Technik bekannt sind, und andererseits hier auch schon besprochen wurden. Ebenso verbinde ich persönlich viel Nostalgie damit, also erkläre ich es auch gerne nochmal.
Rivva Follow
Rivva Follow ist online gegangen und meine Blogroll ist dabei. Hihi, wie geil 🤩
Frank N. Furter
Tim Curry ist tot.
Nacht in Travemünde
Im Moment kommen wir immer später zu unserem Travemünde-Spaziergang, regelmäßig ist es schon dunkel. Was gar nicht mal unangenehm ist, denn der Strand bzw. die Promenade ist beleuchtet und es sind wesentlich weniger Menschen aka. Touristen unterwegs als nachmittags. Und kaum machen sich die Menschen rar, kommt die Natur zurück. Bei ausnahmslos jedem abendlichen Ausflug der letzten Tage sind wir auf Ratten getroffen. Promenade und Strand sind natürlich ein Paradies für unsere kleinen Kulturfolger, aber irgendwie ist es schon auch etwas erschreckend, man sagt ja, wenn man eine Ratte sieht, hat man tausend Ratten nicht gesehen. Ein anderer Aspekt ist, dass die Viecher echt groß sind. Wie sang bzw. sprach schon David Bowie (in „Future Legend“): „Fleas the size of rats sucked on rats the size of cats“…
Guter Morgen
„Tijd in, Tijd uit, abends nicht rein und morgens nicht raus!“, tadelte mich meine Oma immer in ihrer ganz eigenen Mischung aus den Resten ihrer niederländischen Heimatsprache und dem, was sie für die deutsche Sprache hielt. Das war aber immer alles, was sie kopfschüttelnd von sich gab, wenn ihr Kopf durch meine Zimmertür lugte um...
Energieverschwendung
Dass ich mir um die unglaubliche Energieverschwendung Sorgen mache, die mit der hyperisierten Nutzung von Large Language Models einhergeht, habe ich ja schon oft geschrieben. Eine andere Form der Energieverschwendung ist aber auch, jeden Fedehandschuh den jemand ins Netz wirft, aufzuheben und sich selbst durchs Gesicht zu ziehen.
Leserunde
Links zum Lesen und Hören: Martenstein rückt noch weiter nach rechtsaußen, wo die Jugend von heute schon zu sein scheint. Es geht außerdem um KI und Kapitalismus, interessante, naja, berühmte Fallbeispiele in der Rechtswissenschaft und Techno.
Das Platoon
Kevin war kein Nazi an sich. Gut, in seiner Jugend hatte er zu viel Spaß beim „Gruftieklatschen“ gehabt und auch zwei Mal kurz im Knast gesessen, aber im Grunde stand er damals nur auf kurze Haare, Bomberjacken, Männerfreundschaften und natürlich Saufen. So hatte es jedenfalls sein Sozialarbeiter ausgedrückt. Seiner Karriere war das natürlich nicht gerade zuträglich gewesen, das gab er auch immer offen zu. Er bereute aber nichts und war einigermaßen dankbar, als ihn die Stadt zum Mindestlohn einstellte. „Zum Heer der Orangewesten rekrutiert“, scherzte Kevin. Nun trug er die Verantwortung über eine kleine Einheit, „sein Platoon“ nannte er das. Junge Männer, wie er es einst gewesen war, aber noch roh und ungeschliffen. Er führte seine Truppe „hart, aber ungerecht“, sie wussten schon, wie das gemeint war. Im Morgengrauen ließ er sie antreten, dann wurden „die Flammenwerfer“ kontrolliert, bevor es zu „Feindberührung“ kam. Kevin hielt dann immer eine Ansprache, bevor sie losmarschierten: „Dies ist eins der verkommensten Viertel der Stadt, nichts als Zecken, Ausländer und Bonzenschweine. Aber wir sind im Vorteil, der Feind schläft noch! Also lasst uns die Schlafschafe wecken! Laubbläser marsch!!!“