Bloggen jeden Tag
Seit nunmehr 40 Tagen habe ich jeden Tag einen Blogartikel hier reinpackt, mit einer schändlichen Ausnahme am 8. Februar, trotzdem sind es aber 41 Artikel, weil ich zwei mal an einem Tag zwei Artikel gepostet habe. Was bis heute niemand gefragt hat: warum ich das eigentlich mache.
Es soll mir Freude machen.
Stefan Grund scheint in einer ähnlichen Lebensphase zu sein und auch bei ihm lese ich durchaus Freude heraus.
Weniger Freude scheint sowas an anderer Stelle auszulösen, weil dort aber niemand wirklich genannt wird, kann ich mich nur so mitgemeint fühlen. Bei Kümmerle lese ich:
Immer mehr Blogger greifen auf KI zurück, manche ganz offen, manche mit Ausreden wie „einzig nur um …“ und andere klamm heimlich. Aber egal warum auch immer, es ist weder authentisch noch wird es der ursprünglichen Idee eines Blogs gerecht. Außer vielleicht, man versuchte schon immer seine eigene Profilneurose zu pflegen oder möglichst schnell und bequem an Geld zu kommen.
Nun, das schert mich ja nicht. Ich nutze für den Inhalt quasi keine LLMs (gut ich habe mal ein Bild generiert), obwohl ich beruflich durchaus Zugriff auch auf die größeren und teureren Modelle hätte. Ich teile sogar die Einstellung zum Thema Blogs und KI ein Stück weit. Leider wird der Text dann etwas verschwörerisch:
Ich lese gerne und viele sehr unterschiedliche Blogs, wobei die meisten Blogger es bisher selten geschafft haben, um täglich etwas zu produzieren — und ganz plötzlich werden wir Leser regelrecht nur so von Blog-Beiträgen überschwemmt. Selbstverständlich kann dies alles nur Zufall sein — aber in dem Umfang?
Und genau da fühle ich mich angesprochen. Denn die genannten 41 Artikel des vergangenen Monats, habe ich allesamt mit meinem rechten Fuß handgeklöppelt. Wie damals, als ich mitunter mehrere Einträge am Tag produzierte. Nee, nix KI. Und klar, es kommt nicht jeden Tag ein Longread dabei heraus, sondern auch mal ein schneller Blick in die Plattensammlung, ein kurzes Zitat, oder ein paar Links. Ich habe sogar manchmal um 00:002h einen Artikel um fünf Minuten zurückdatiert, um das selbstgesetzte Limit noch zu schaffen.
Aber nicht mit KI. Das würde ich wirklich für ein sehr trauriges Mißverständnis halten, wenn die Welt jetzt glaubt, ich ließe bloggen, nur weil ich das Schreiben für mich als therapeutisches Werkzeug wieder entdeckt habe. Es würde mir vielmehr den Spaß verderben. Auch, wenn wir jetzt überall, wo mal jemand viel Output hat oder mal einen Gedankenstrich verwendet — was ich prä-KI sehr gerne gemacht habe, mir aber nun abgewöhnen musste — rumunken, dass wäre sicherlich alles mit KI generiert und nicht echt und ein Betrug…
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