One Battle After Another

Thema:

Ein wunderbarer Film, actionreich, politisch, witzig, sarkastisch. Womit ich die Zusammenfassung mal an der Anfang setze. Schaut euch diesen Film an, er ist sehr gut.

Aber womit haben wir es hier zu tun? Der Streifen, bei dem Hollywood-Liebling Paul Thomas Anderson Regie führte, das Drehbuch schrieb, als Produzent fungierte und wahrscheinlich auch die Dixie-Klos am Set reinigte, ist eine dystopische Zustandsbeschreibung der USA, die in der Gegenwart spielt und dessen Dystopie von der Realtität quasi eingeholt wurde. Obwohl er vor Donald Trumps zweiter Amtszeit abgedreht wurde, zeigte er auf überraschende Art das heutige Amerika. So steht es jedenfalls zu hoffen, denn in dem Film gibt es jede Menge autokratisches Militär, Polizei, Auswanderungsbehörden und rechtsextreme Untergrundorganisationen, aber eben auch eine riesige und gut funktionierende revolutionäre Untergrundorganisation, die Immigrat*innen hilft und Zufluchtsstädte organisiert.

Leonardo DiCaprio spielt dabei einen etwas heruntergekommenen Revolutionär, der Jahre sich eigentlich vom bewaffneten Kampf abgewandt hat, um seine Tochter groß zu ziehen. „Bob“ ist andauernd bekifft und hängt, meiste Zeit des Tages lallend auf dem Sofa herum, der Bademantel im Schottenmuster ist seine Arbeitskleidung, wer hier nicht sofort an „El Duderino“ denkt, kennt sich mit Filmen nicht wirklich aus. Sean Penn hingegen spielt einen rechtsextremen Polizisten, so dermaßen übertrieben, dass es ein ganz wenig anfängt lustig zu sein. Benicio del Toro dagegen gibt den ruhigsten, aufgeräumtesten und in sich ruhendsten Widerstandskämpfer aller Zeiten, einfach großartig.

Was mich zum Humor dieses Film führt, denn davon gibt es trotz der ganzen Action, des Themas und der Situation genug und ausgiebig. Der Film macht sich lustig, nicht nur über die Nazi-Polizei, sondern auch über die Revolitionär*innen, die sich an ihrer eigenen Radikalität besaufen. Und es ist schon witzig, aber auch sehr amerikanisch, dass die Untergrundarmee eine Hotline betreibt, bei der es aber nur Auskunft gibt, wenn die richtigen Passcodes genannt werden. Oder eine rechtsextreme Organisation, die sich „Christmas Adventurers Club“ nennt und sich andauernd frohe Weihnachten wünscht. Ich habe laut gelacht.

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