Ryan Reynolds Weekend

Thema: Gesehen

Mehr aus einem Zufall heraus bin ich in eine Art Ryan Reynolds Wochenende gestolpert, jedenfalls habe ich zwei Filme mit dem Deadpool-Star gesehen, am Samstag „Mayday“ auf Apple TV und am Sonntag „Free Guy“ auf Disney Plus.

Mayday

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Mayday (2026) Trailer

In „Mayday“ spielt Reynolds an der Seite von Kenneth Branagh, was ja zunächst mal eine vielversprechende Kombination ist. Kurze Plot-Zusammenfassung: Im Jahr 1987 wird der US-amerikanische Kampfpilot Troy „Assassin“ Kelly (Ryan Reynolds) bei einem Spionageflug über der UdSSR von MiGs abgeschossen und kann sich mit dem Schleudersitz retten. Gefunden und gerettet wird er vom Ex-KGB-Agenten Nikolai Ustinov (Kenneth Branagh), der sich als USA- und „Top Gun“ Fan herausstellt und nun Troy bei der Flucht durch die Sowjetunion hilft und begleitet.

Der Film ist witzig, hat ein paar gute Kampf- und Actionszenen und neben den Sprüchen von Troy und Nikolai auch jede Menge lustige Referenzen auf (natürlich) „Top Gun“ und andere Filme des Genres. Allerdings frage ich mich von der ersten Sekunde des Film bis zum Abspann: was macht dieser Film hier, wozu gibt es 2026 eine Kalter-Krieg-Komödie, die weder der Referenz noch einschlägigen 80er-Produktionen wie „Ich glaub mich knutscht ein Elch“ oder „Spione wie wir“ irgendetwas hinzuzufügen hat? Selbst die Verfolgungsjagd in Moskau hat schon Pierce Brosnan als 007 besser hinbekommen. „Mayday“ bietet nichts an, schon gar keine neue Perspektive, die man ja haben könnte fast 40 Jahre nach dem Ende des sogenannten kalten Krieges. 

Free Guy

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Alle guten Szenen aus Free Guy (2021)

Die Story spielt im Open-World-Videospiel „Free City“, wo Guy (Ryan Reynolds) die langweilige Endlosschleife eines NPCs lebt, sich dann aber in die Hackerin Molotov verliebt, die sich in das Spiel gehackt hat, um den geklauten Code ihres Videospiels wieder zu finden, den Publisher Antwan (Taika Waititi) geklaut und in dem Spiel versteckt hat. Hier reicht wahrscheinlich ein „und so weiter“. Ja, das Setting ist einigermaßen lustig und das Visuelle stimmt durchaus, aber es fehlt komplett und völlig erwartbar an jeder Schlüssigkeit. Die Story reiht einfach nur möglichst viele Fach-, Genre- und Technikbegriffe aneinander ohne Sinn und Verstand. 

Auch diesem Film würde ich ohne weiteres sein Existenzrecht absprechen und daraus folgern, dass Ryan Reynolds kein gutes Händchen bei der Auswahl seiner Projekte hat. Wieder etwas gelernt.

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