Der Autor

Nico Brünjes ist gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, und arbeitet seit 2005 bei ZEIT ONLINE in Hamburg, aktuell als technischer Projektleiter und Webentwickler für UI-Programmierung und Frontendentwicklung. Zum XING-Profil.

Werdegang

Zum ersten Mal auffällig wird Nico Brünjes, als er nach Abitur, Bundeswehr und hoffnungsvoll begonnener Laufbahn als Jurist, das Studium an den Nagel hängt um im oldenburgischen Oldenburg eine Karriere als House-DJ und Plattenverkäufer zu starten. House war in den 90er Jahren eine sehr erfolgreiche Musikrichtung, die man heute eigentlich nur noch aus Haarwaschmittelwerbespots kennt, Schallplatten, das sind diese Tonträger, die Papi immer kaputt gegangen sind und die kopiergeschützt by design waren.

Gerade einen Tag, bevor Nico zu alt für das DJ- und/oder Plattendealergeschäft wurde, entschied er sich, doch noch etwas mit seiner Jugend anzufangen, und nahm, recht erfolgreich, an einer Umschulung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung teil. Dort verlor er zunächst die genannte Jugend, dann die Geduld und schlussendlich die guten Manieren, stand es aber am Ende doch durch.

Nachdem Nico Brünjes schon sein Praktikum dort abgeleistet hatte, wechselte er nach der Ausbildung aus dem Oldenburgischen nach Hamburg, und wurde bei orangemedia.de unter Vertrag genommen, zunächst als Webdeveloper für die dort entwickelte Blogplattform blogg.de. Hier entwickelte Nico große Teile des Frontendcode, beinahe alles HTML und CSS und gestaltete eine Reihe von Blogtemplates.

Nachdem ein Teil von orangemedia zu Nu2m (New Media Management) umgewandelt wurde, arbeitete Nico unter dem Titel Designer und entwickelte für diverse Plattformen und Webprojekte die Oberflächenprogrammierung. Ein Beispiel dafür ist weg.de.

2005 wechselte Nico Brünjes dann zu ZEIT ONLINE, wo er seitdem zunächst als Webentwickler, später als Projektmanager und Webentwickler arbeitet.

ZEIT ONLINE

In Nicos Zuständigkeit fallen alle Entwicklungen und Programmierungen, die das Frontend und das Userinterface betreffen, vom XSLTemplate bis zur CSS-Verwaltung. Weite Teile der Website (HTML, CSS und JS) stammen inzwischen aus seiner Feder. Nico nimmt ausserdem die Rolle des hausinternen Webstandardadvokaten und Evangelisten für Barrierefreiheit wahr.

Für den Relaunch von ZEIT ONLINE im September 2009 hat Nico zusammen mit seinem Teamkollegen Marc Tönsing anhand von Designvorlagen der Information Architects den kompletten HTML-Korpus entworfen, alles CSS und das komplette, auf jQuery basierende, Javascript. Seitdem liegt zeit.de in standard(entwurfs-)konformen, weitgehend barrierefreien HTML5 vor, eine der ersten Seiten in Deutschlands Medienlandschaft, die auf den neuen Standard setzen.

Im Dezember 2009 wurde ZEIT ONLINE für diese Bemühungen mit dem bronzenen BIENE Award ausgezeichnet. Nico nahm den Preis in Berlin entgegen.

Das Blog

In die Zeit um 2002 fallen Nicos erste Blogversuche, zu dieser Zeit vor allem genutzt als persönliches Notizbuch und Thinktank. Das Couchblog entwickelt sich weiter, aber leider machte man damals noch keine wirklichen Backups, darum wissen wir heute nur wenig darüber. Auch, warum daraus dann Webpropaganda wurde, weiß heute keiner mehr.

Die verschiedenen Weblogs von Nico haben allesamt auf verschiedenen Plattformen aufgebaut, am längsten liefen dabei MovableType, Textpattern und seit 2007 bis heute WordPress. Nico hat für alle diese Programme Templates geschrieben und Plugins und Erweiterungen programmiert (hauptsächlich in PHP), die aber allesamt bis heute unveröffentlicht geblieben sind.