Happy Birthday, Herbert Grönemeyer
Für meine Generation ist Herbert Grönemeyer so etwas, wie das eben noch leckere Kaugummi, das man sich in den Schuh eingetreten hat. Sein Auftritt in „Das Boot“ wurde von mir zumindest nicht gewürdigt, bis Grönemeyer von den Resten der sogenannten neuen deutschen Welle getragen, mit „Männer“ und dem Album „4630 Bochum“ einen, nach vier vorher gefloppten Alben, Überraschungserfolg erzielte, der beinahe 40 Jahre anhielt. Damals™ hörte man noch Radio (wir hatten ja nichts) und wer „Männer“, „Mambo“ oder „Currywurst“ entkommen wollte, wäre wohl am besten taub geworden. Und selbst für die Gehörlosen hatte Grönemeyer noch Songs anzubieten („Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist“). In meiner Erinnerung gingen mir seine Songs jedenfalls hauptsächlich auf den Sack, einzig „Mambo“ packte ich auf das eine oder andere Mixtape (wegen „ich will zu dir mein Schatz“, ich war möglicherweise ein ziemlicher Schwerenöter seinerzeit mit 15). Zusammen mit BAP, Marius Müller-Westernhagen, Udo Lindenberg, Wolf Maahn, Ulla Meinicke und Heinz Rudolf Kunze (sortiert in nach hinter stark abfallender Reihenfolge meiner Sympathie), bildete Grönemeyer etwas, was man posthum wohl als „Deutschrock“ titulierte, zeitgenössisch war mir der Begriff nicht geläufig und er erscheint mir auch irgendwie unziemlich, so wie „Kuschelrock“.
Soviel gutes habe ich also nicht über Herbert Grönemeyer zu berichten, außer, dass er mir sehr viel später im ZEIT Podcast „Alles gesagt“ 🎁 sehr gefallen und damit viel gut gemacht hat.
Herbert wird heute 70 Jahre alt, herzlichen Glückwunsch!
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