
Fahrradsaison
Hasch mich, ich bin der Frühling. Da ist er, so plötzlich, dass schon die Sonne scheint, während die Gänse auf der Wakenitz noch auf der Resteisfläche immer enger zusammenrücken. Oder wie es Herr Buddenbohm ausdrückt:
Man sieht nackte Haut an Armen und Beinen, man sieht tiefe Dekolletés an Damen und Maurern.
Oder wie ich sagen würde: die Fahrradsaison ist eröffnet.
Wer es in den letzten zwanzig Jahren oder so nicht mitbekommen hat: ich pendle mit dem Zug zur Arbeit, schon länger als 20 Jahre. Und Winter, Winter ist bei diesem Hobby das größte denkbare Hindernis. Kälte, Schnee, Wind, Feuchtigkeit, auf freier Strecke ausgesetzt werden, all diese Erscheinungen machen die Office-Quote zur Qual. Da die Bahn ja nicht vor der Haustür hält, muss der geneigte Pendler ja erstmal zur Bahn hin kommen. Im Winter eine schier unlösbare Aufgabe.
Hurra!, dagegen im Frühling. Und ich meine weder den kalendarischen, noch den meteorologischen Frühling, sondern einfach, wenn die Temperaturen wieder konstant über dem Gefrierpunkt stehen und bleiben. Dann wird das Rad wieder ausgepackt. Ich weiß, für andere Menschen bin ich damit schon ein Schönwetterradler, aber sei es drum. Ich verrate hier ein Geheimnis: ich fahre auch Elektrorrad. BTW, das geilste Elektrorad von die Welt. Jedenfalls gibt es nichts geileres, als bei so einem Wetter zum Bahnhof zu rasen und dann wach und gut durchgelüftet in den Zug zu steigen.
Wenn der Regen einsetzt, reden wir nochmal.
Kommentieren