Death Wish (1974)
„Death Wish“ oder unter deutschem Titel „Ein Mann sieht rot“ ist Vigilante- und Revenge-Movie und ehrlich gesagt: der letzte Dreck.
Der bis dahin friedliche und unbescholtener Architekt Paul Kersey, wandelt sich zum bewaffneten Racheengel und ermordet Kriminelle. Auslöser dafür ist ein Überfall auf seine Frau und Tochter, bei der seine Frau stirbt und seine Tochter ein lebenslanges Trauma erleidet. Kersey bewaffnet sich in der Folge und beginnt alle zu erschießen, die ihn angreifen. Was glücklicherweise für die Story jede Nacht zu passieren scheint. Kersey sucht aber auch gefährliche Orte wie U-Bahn-Stationen oder den Central Park gezielt auf. Als er selbst bei einer Aktion getroffen wird, kann ihn die Polizei endlich schnappen, sorgt aber auf Anweisung der Staatsanwaltschaft nur dafür, dass er die Stadt verlässt. In der letzten Szene werden drohende Fortsetzungen des Streifens schon angedeutet.
Gespielt wird Kersey von Charles Bronson, der in den 60ern in „Die glorreichen Sieben“, „Gesprengte Ketten“, „Das dreckige Dutzend“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ gespielt hatte, ohne in den USA (wohl aber in Europa) nennenswert bekannt zu werden. Das änderte sich mit „Death Wish“ schlagartig, ab da hatte er die Rolle des Rächers der Witwen und Waisen sicher und spielte diese Rolle u.a. in vier weiteren Fortsetzungen.
An „Death Wish“ ist nicht viel dran, außer, dass er wie die anderen New York Filme der Zeit, wie bspw. „French Connection“ oder „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“, die prekäre Lage New Yorks, seiner Einwohner und seines U-Bahn-Systems darstellte, um daraus aber die komplett falschen Schlüsse zu ziehen.
Erwähnenswert sind allenfalls der erste Auftritt von Jeff Goldblum in einem Film, als völlig überzeichneter Krimineller, der dauernd von seiner Drogensucht, Geilheit oder Mordlust zu den tollsten Zuckungen gezwungen wird, und unbedingt der geniale Soundtrack von Jazzlegende Herbie Hancock.
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