
Mein Browser: Zen
Zur Zeit ist es in der Blogosphäre (sagt das noch jemand?) sehr angesagt, Listen der Programme zu veröffentlichen, die Blogerr*in jeweils am häufigsten benutzt. Ich blogge ja nicht nur, sondern beschäftige mich auch beruflich jeden Tag mit dem Internet und dabei ist meine default Default App auf jeden Fall mein Webbrowser.
Der Browser, mit dem ich täglich arbeite, surfe und das auf dem Arbeits- und dem Privatrechner, ist der Zen Browser (auf MacOS). Sicherlich ein Nischenprodukt, aber ein sehr schönes. Er wurde Ende 2024 von Firefox abgespalten und erfüllt damit für mich zwei wichtige Punkte: Tradition (ich surfe seit Phoenix mit Mozilla Browsern) und es ist kein Chromium (ich finde es sollte weiterhin alternative Rendering-Engines neben Blink/Chromium geben). Aussehen tut das gute Stück eigentlich im Wesentlichen wie seinerzeit Arc, d.h. die Tabs werden als Leiste seitlich im Browser angezeigt. In dieser Leiste lassen sich Tab pinnen, auch in Gruppen organisiert.
Als Entwicklungsbrowser hat Zen, neben den Klassikern Entwickler*innen-Werkzeuge und responsive designmode einige sehr praktische Funktionen:
- Innerhalb der Browserinstanz lassen sich Workspaces erstellen, die untereinander unabhängig sind, die eigene Tabs, vor allem aber eigene Cookies etc. haben. Das ist sehr hilfreich, wenn man bspw. die gleiche Website mit unterschiedlichen Zugängen testen will, ist aber auch beim Datenschutz ein Gewinn.
- Tabs innerhalb eines Workspaces lassen sich nebeneinander anzeigen, sehr praktisch bei der Arbeit mit Scribbles und Vorlagen.
- Mit Options-Taste geklickte Links werden in einem großflächigen Modal aufgerufen (genauso wie „little arc“).
Außerdem gibt es einen eingebauten Color-Picker, sowie einen compact mode, es funktionieren alle Plugins von Firefox, Firefox Sync funktioniert und es gibt eine ganze Reihe sogenannte Zen Mods, mit denen das UI noch mehr angepasst werden kann. Es gibt regelmäßig Updates, aktuell ist Zen im Beta Status. Wer Mut hat, kann aber auch die Twilight-Version installieren und neue Features testen.
Einen Nachteil hat Zen allerdings, er hat kein eingebautes DRM, Streamingdienste kann man damit also bisher nicht nutzen. Eine Lösung dafür soll aber schon in Arbeit sein. Dafür nutze ich dann den Safari (ist die Krücke auch mal zu etwas gut).
Foto: Takeshi Yu auf Unsplash
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