Nicht erst im Podcast Die Open-AI-Story habe ich davon gehört, dass sie bei OpenAI „Spaghetti an die Wand werfen und schauen, was kleben bleibt“, als Ausdruck für viele Projekte, Features oder ähnliches auf kommerziellen Erfolg zu testen. Und so machen es die anderen KI-Butzen auch: Investorenmoney verbrennen und hoffen, dass eine der unendlichen Möglichkeiten KI zu benutzen zum Motor der verkauften Abos wird. Es vergeht ja quasi kein Tag, an dem Sam Altman nicht eine Presseerklärung absetzt, was man heute wieder tolles mit Chat-GPT machen kann, wofür wir gestern noch $-App für benutzt haben und glücklich waren damit.
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— Aus einer OpenAI Werbemail, gerade eben aus meiner Mailbox gefischt
Anthropic hatte dabei die Nase vorn, Entwicklertools zu Verfügung zu stellen, was man bei OpenAI lange etwas stiefmütterlich mit der Codex-App (und dem Abo) behandelt hat. Hier versuchen sie seit heute aber aufzuholen, indem die ChatGPT-App mit der Codex-App zusammengelegt wird (und die alte App als ChatGPT Classic weiterlebt).
Das ist ja alles ganz nett, aber ja nicht das, was Altman und andere den Investoren versprochen haben, oder?! Wenn es nach Altman geht, versucht man uns (nein, nicht uns, den Investoren) die Wartezeit auf die AGI, die künstliche allgemeine Intelligenz, zu verkürzen. Die Frage ist allerdings, wann die Leute die amerikanische billions and trillions in AI investiert haben mal genug von dem Schauspiel haben. Bisher profitieren ja allenfalls Software-Firmen, die wahlweise Leute auf die Straße setzen oder keine neuen mehr einstellen.
Microsoft zum Beispiel, hat nicht nur entgegen aller Versprechen seine Kohlenstoff-Emission im letzten Jahr um 25% erhöht, sondern auch mal eben wieder 4800 Leute entlassen. Nach eigenen Aussagen zwar nicht, um sie durch KI zu ersetzen, wohl aber mutmaßlich um die Investitionen in die KI-Hoffnungen am Leben zu halten.
Wie lange kann man da noch das alte Spaghetti-an-die-Wand-Spiel spielen?
Beitragsbild: Thomas Kinto gemeinfreiähnlich bei Unsplash.
Rückblickend auf eine über Jahrzehnte erarbeitete Expertise im Spaghettikochen, möchte ich darauf hinweisen, dass man Nudeln, die kleben bleiben, eigentlich auch direkt lutschen kann, was wiederum zu einer schnellen Sättigung, einem erhöhten Blutzuckerspiegel und ggf. zu Problemen mit der Verdauung führt. Darüber hinaus werden eher unappetitliche Reinigungsarbeiten notwendig.