Ist es Satire? Ist das ernst gemeint? Was soll das alles bedeuten? Wenn ich mir solche Fragen im Kinosessel sitzend stellen muss, bin ich schon fast auf dem Weg aus dem Kino. Das geht natürlich nicht, wenn man sich zur Aufgabe gemacht hat, 40 von Quentin Tarantino empfohlene Filme aus den 70ern anzuschauen. Bei diesem fiel es mir allerdings sehr schwer.
In „Death Race 2000“ finden wir uns in der USA des Jahres 2000 wieder, allerdings nachdem 1979 alles über Kopf gegangen ist und die USA sich in eine faschistische Diktatur verwandelt haben (Parallelen zur Realität machen es auch nicht besser), die vom „Mr. President“ genannten Diktator von China aus regiert wird. Als Brot und Spiele wird jährlich ein Straßenrennen quer über den Kontinent organisiert, bei dem sich nicht nur die Teilnehmer*innen versuchen gegenseitig umzubringen, sondern es Extrapunkte für das umfahren von Passenten und sogar dem eigenen Team gibt. Als Teilnehmer*innen treten dabei der komplett maskierte „Frankenstein“ (David Carradine in seiner ersten Rolle nach „Kung Fu“), ein Mafioso (Sylvester Stallone), sowie das Cowgirl Calamity Jane und eine Neonazifrau an. Außerdem versucht eine geheime Untergrundorganisation das Rennen zu sabotieren um am Ende einen Anschlag auf „Mr President“ verüben zu können.
That’s it. That’s the plot. Interessanterweise sind hier schon einige Dinge vorgedacht, die in späteren Werken großen Erfolg haben werden, ich sage nur „Hunger Games“. Und mit der Staatsform der USA haben sich die Autoren auch nur um knapp 25 Jahre verschätzt. Aber leider ist die andere Dimension des Films, dass es eine Günstig-Kopie von „Rollerball“ ist und außerdem gleichzeitig versucht die bekannten Straßenrennen-Filme der Zeit (meist mit Burt Reynolds) zu parodieren. Mir ist das viel zu albern, trotz der eingewebten Splatterszenen, um ernsthaft als Kultfilm durchzugehen. In diesem Sinne halte ich „Death Race 2000“ für den schlechtesten Film auf der Liste.
Dafür kann man ihn komplett bei Youtube anschauen. Viel Spaß.