1996 gab es einen kurzen Moment, in dem ich beinahe dem Psychedelic Trance verfallen wäre. Schuld daran war eine Compilation mit zwei Mix-CDs und einem eindeutigen Titel: „Pro Cannabis II“. Elektronische Musik für die Freigabe von Hanf, das war seiner Zeit um einige Jahrzehnte voraus.
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Der Ambient-Mix (CD1: Stonedhenge Cill (sic!)) beamt dich und mich in eine andere Welt, auch ohne medizinische Unterstützung. Es ist ja nicht nur die Musik, sondern auch die geschickt eingestreuten Samples, die die Hirnwindungen schwingen lassen. Das Spektrum reicht von Cypress Hill („Yes I smoke shit“) bis zu den Famous Last Words von Wolfgang Neuss („Wer nicht träumen kann, sollte rauchen“). Ich habe die Scheibe in den Jahren kaputt gehört, aber das schreibe ich ja immer. Vielleicht war es auch die Scheibe, die noch im Player steckte, als ich umgezogen bin, und die in das Player-Gehäuse gerutscht ist. Jedenfalls ist sie verschwunden.
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Der Dance-Teil (CD2: Psychoactive Trance) ist etwas diffiziler aufgezogen, es geht ruhig groovig los und steigert sich langsam, dann gibt es einen längeren Sägezahn-Acid-Part und dann explodiert alles um einen herum und ich schwöre die Stimme/das Sample das alles anzündet ist Lisa Gerrard von Dead Can Dance, da fügt sich mal wieder zusammen, was zusammen gehört. Auf Discogs schrieb User 2trancentral:
Of all rare goa trance/ambient cds, this is probably the best one.
Wie wahr. Bemerkenswert außerdem: Der Mix ist gar nicht mal beatsynchron, sondern teilweise einfache Überblendungen, es ist eben doch die Musikauswahl, die wichtig ist.