
The Driver (1978)
In „The Driver“ kommen zwei Komponenten aus den zuvor von der Liste gesehenen Filmen „Paper Moon“ und „The Warriors“ zusammen: Ryan O’Neal spielt hier die Hauptrolle, unter der Regie (und nach einem Drehbuch) von Walter Hill. „The Driver“ hat absoluten Kult-Character, nicht nur wegen seiner epischen Auto-Verfolgungsjagden, die mehrfach kopiert wurden, zum Beispiel für „The Transporter“ mit Jason Stattham.
Ein namenloser Fluchtwagenfahrer, der seine Arbeit mit fast mechanischer Präzision erledigt, gerät ins Visier eines Polizisten, der ihn um jeden Preis überführen will. Da ihm die Beweise fehlen, versucht der Ermittler, den Driver mit einem arrangierten Überfall und einer Frau aus dessen Umfeld in eine Falle zu locken. So entwickelt sich ein stilles Duell zweier Profis, in dem weniger gesprochen als beobachtet, kalkuliert und gefahren wird.
Namenlos sind in diesem film noir allerdings alle Figuren in diesem Film, was einerseits eine wirklich lustige Idee ist, einem zunächst aber auch gar nicht so auffällt. Im Abspann steht dann aber tatsächlich „Der Bulle“, „Die Spielerin“, „Der Fahrer“ und so weiter. Die Verfolgungsjagden sind episch, lang, laut und explosiv, aber anders gestrickt, als beispielsweise in „Bullitt“. Es verfolgen meist mehrere Streifenwagen den Fahrer, der sie weniger durch Geschwindigkeit, statt mehr durch Geschicklichkeit und einer großen Ladung Chuzpe, nacheinander aus dem Verkehr zieht. Dabei scheint es dem Fahrer vor allem um den Kick zu gehen, obwohl man es seinem Gesicht (siehe Trailer) zu keinem Moment ansehen kann. Ryan O’Neal spielt den Driver auch mehr, als dass er spricht: keine 350 Worte musste er sich für diese Rolle merken.
„Der Bulle“ gespielt von Bruce Dern, wird als der härteste Bulle von allen stilisiert, der sich nicht an Gesetzt und Ordnung hält, mir kam er aber im ganzen Film eher vor, wie der große Blonde mit dem schwarzen Schuh.. Vor allem das Zähne zusammenbeißen beim Abfeuern seiner Waffe (siehe Trailer) ist doch höchst unprofessionell. „Die Spielerin“, Isabelle Adjani in ihrer ersten Rolle in einem amerikanischen Spielfilm, ist fast noch zurückhaltender als O’Neal was den Dialog angeht und verschwindet szenenweise in der Dunkelheit des Sets.
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