Tante sprach am 13.6. bei der Demonstration gegen die digitale Aufrüstung der Polizei und hat seine Rede in seinem Blog dokumentiert:
Sicherheitstechnologien wie die von Palantir erzeugen die Erlaubnisstruktur zur Niederschlagung von Kritik und politischem Engagement und Aktivismus. Sie markieren – durch vorgeblich objektive, doch meist massiv diskriminierende Daten und Algorithmen – die Feinde des Systems, der Ordnung. Sie legitimieren und normalisieren die Ausübung struktureller und oft auch physischer Gewalt gegen die automatisiert bestimmten Feinde. Diese Normalisierung von Gewalt gegen den politischen Gegner ist ein klassisches Merkmal des Faschismus.
Ich habe sofort gedacht: endlich sagt es mal jemand. Endlich knüpft mal jemand die viel zu selten ausgestellte Verbindung von Sicherheitstechnologie und Faschismus. Schon der Begriff „Sicherheitstechnologie“ ist ja die reine Verarsche, da ist nichts sicher dran! Faschismustechnologie wäre IMHO treffender!
Thomas Knüwer hat einen längeren Grunsatzaufsatz über das Thema „Künstliche Intelligenz“ verfasst, ein echter Longread, der auch schon in der Überschrift prophezeit: „Was bald kommt: die globale KI-Wirtschaftskrise“. Mit dieser nicht mehr ganz neuen Ansicht steht Thomas ja bei weitem nicht alleine da.
Aus der Rubrik „Generative KI im Alltag“ ein schöner Beitrag: „Can You Spot the AI Bodega? Uncanny ChatGPT-generated signs are all over the city. But there’s still something very human about them.“ Jetzt wo ich es notiere, fällt mir auf, dass die Headline auch ein wenig generiert daher kommt…
Dafür gab es Lustiges in meiner Blogroll: [So, 14.6.2026 – neben dem Drachenboot]:
Er stand bei unserer Teambesprechung im Kreis. Danach warteten wir auf das Boot.
Ich sagte: Coole Tattoos hast du.
Er sagte Danke. Dann zog er ungefragt sein T-Shirt hoch und entblößte seinen Bauch. Da prangte ein etwas vulgäres Abbild einer Raubkatze, ein Leopard oder ein Tiger oder ein Panther, ich kann die Raubkatzen nicht so auseinanderhalten.
Er sagte: Hier habe ich auch ein Tatoo.
Ich log: Cool.
Ein Umstehender sagte: Cool.
Ich sagte dann aber auch, dass ich diese Linien an Hals und Arm super finde. Er sagte, er habe noch viel mehr, aber die könne er mir nicht zeigen. Ich nickte. Eigentlich dachte ich, macht man solche Witze nicht mehr.
Und während ich mir hier mühsam durch die Auswüchse des 70er Jahre Kinos wühle, gibt es in Kinos dieser Welt die lange Version von „Lawrence von Arabien“ zu sehen! Vier Stunden Lawrence. Ich bin so neidisch. Im Kino! Gestreamt finde ich nur Versionen von 3 Stunden 28 Minuten…
Im September starten die entschleunigten Blogwochen, die Ankündigung kommt lange im voraus. Vielleicht schaffe ich es ja auch mal…
Ad Blogwochen: Ganz sicher 👍🙂