Zur Feier des Tages habe ich heute zufällig mein goldgelbes Digitalcourage-Fediverse-Shirt angezogen.
Seit über einer Woche bin ich jetzt schon wieder auf einem echten WordPress unterwegs und wenn ich das mal zusammenfassen darf: wo viel Licht ist, da gibt es auch viel Schatten.
Fangen wir mal mit dem Licht an. Ich genieße gerade die Konnektivität die WordPress dank Matthias Pfefferle mitbringt. Ich habe gestern die Indieweb-Erweiterungen angeknipst, dann das Activitypub-Plugin installiert und schließlich noch das Athmosphere-Plugin. Für die Nichteingeweihten: das heißt, dass ich nun Reaktionen von anderen Blogs einsammeln kann und dass meine Artikel fürdahin auf Mastodon (hier: @couchblog@couchblog.de, klappt aber noch nicht richtig) und auf Bluesky (hier, klappt ganz hervorragend) verfügbar sind. Ich persönlich bevorzuge ja RSS. Was ich hasse sind dagegen Newsletter, falls ich sowas also auch noch einrichten soll: nur gegen hohe Schmiergelder.
Sowas macht einem WordPress nach wie vor leicht. Andere Stellen gehen mir aber ehrlich gesagt jetzt schon ziemlich auf den Sack. Ich kann mich gerade nicht entscheiden, was mich mehr nervt, der Gutenberg-Editor aka. Block-Editor oder die mobile App. Vielleicht letztere, weil das mobile bloggen war eine Sache, wegen derer ich zu WordPress zurück bin und das funktioniert nun nur äußerst leidlich. Die App kann selbst noch nicht wirklich mit dem Block-Editor umgehen, also vor allem an der Touchbedienung hapert es deutlich. Auch ist das Viewportmanagement grausig, zum Beispiel beim Einfügen eines Bildes: will man eine Bildunterschrift hinzufügen, verschwindet die Editorfläche hinter der aufpoppenden Bildschirm-Tastatur, beim Versuch deb Viewport so zu verschieben, dass man sehen kann was man tippt, kehrt man in den Blockmodus zurück, die Tastatur verschwindet wieder und man kann von vorne anfangen. Das mag noch individuell sein (dicke Finger?), aber ein echter Bug ist, dass während des Veröffentlichungsprozesses die App den Kommentarbereich von neuen Artikeln selbsttätig abschaltet.
Ansonsten: der Block-Editor… möglichweise habe ich das Konzept noch nicht voll durchdrungen und das ist fürs Bloggen wohl auch nicht nötig. Ich hielt den Editor mal für eine gute Idee, so ganz an seinem Anfang. Jetzt scheint es nur noch darum zu gehen, dass sich irgendwelche Agenturbolzen Landingpages zusammenstecken und das hat doch eh gerade ganz offiziell die KI übernommen. Muss man ja nicht benutzen das Zeug und natürlich kann ich mir auch meine eigenen Blöcke basteln (nicht, dass ich die dann in der mobilen App nutzen könnten, nein, natürlich nicht!), aber ob mit oder ohne… warum zum F*** hat der Editor als Schrift serif in 16px? Das sieht alles so kagge aus… oh nee oh nee. Ich krieg schon wieder Puls… wie gesagt, so ganz durchdrungen hab ich’s noch nicht. Dazu also später nochmal mehr.