
Alle reden vom Wetter – Wir nicht
„Alle reden vom Wetter…“, die Nummer hat aber auch so einen Bart! Man kann es nicht mehr hören, immer dieses Bahnbashing. Das Wetter ist extrem und das jetzt schon seit Wochen, damit konnte niemand rechnen. Niemand!
Einer redet aber nun doch vom Wetter: Gerd-Dietrich Bolte, first of his name, seines Zeichens Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte bei der DB InfraGO, das ist die noch junge Bahn-Subgesellschaft, die für die Infrastruktur zuständig ist. Die InfraGO hat man gegründet, damit nicht immer Bahnchefin Evelyn Palla die schlechten Nachrichten überbringen muss. Das macht jetzt Gerd-Dietrich Bolte.
Und die neueste schlechte Nachricht ist: der Ausbau der Strecke Hamburg – Berlin dauert jetzt doch länger. Wie lange ist noch gar nicht klar. Bis 13. März (nicht bis zum 12., aber auch nicht bis zum 14., nein, zum 13.) soll ein Konzept für die Inbetriebnahme erarbeitet werden. Und wer ist schuld? Natürlich das Wetter. Denn es ist Winter. Damit konnte niemand rechnen. War ja sonst auch nicht, da haben natürlich alle mit dem sonst auch üblichen drei Monaten Novemberwetter gerechnet. Stattdessen: Eis, Schnee und Bodenfrost.
Da werde ich mich übermorgen, wenn ich mal wieder zwischen Lüneburg und Stendahl unterwegs bin, fragen: warum planen die den Winter nicht einfach mit ein. Die Lösung liegt auf der Hand: stell dir nur mal vor, es wäre kein Schnee- und Eiswinter gekommen, dann wäre man womöglich früher fertig als angekündigt und das kann niemand wollen.
Kommentieren