Taylor Street
Noch ein kleiner Nachklapp zur Bullitt-Kritik von gestern. Im Laufe meiner Recherchen habe ich mir auf Youtube dieses Video angesehen, in dem Original-Schauplätze des Films mit den Orten, wie sie heute aussehen, verglichen werden. Ab Minute 3:53 ist eine dieser bemerkenswerten Szenen zu sehen, die ich so an dem Film liebe. Und im Vergleich mit heute wird es irgendwie noch besser: Bullitt kommt nach Hause, parkt seinen Wagen und geht dann, mutmaßlich an der Straßenecke gegenüber, nachdem er eine Zeitung geklaut hat, bei einem kleinen Grocery Store etwas Gemüse und ein paar Tiefkühlgerichte kaufen. Der Laden ist superklein, nur auf die Versorgung der nächsten Nachbarschaft ausgerichtet, inhabergeführt (der Inhaber spricht Bullitt an und lobt die Frische seiner Ware).

So war das 1968 noch, habe ich in dem Moment gedacht und mich erinnert, dass es sowas ein paar Jahre später in meinem Viertel (nicht in SF/USA, sondern Bremen, Germany) auch noch gab, so einen kleinen nachbarschaftlichen Laden. Und dass das alles kaputt gegangen ist und den großen Konsumtempeln auf der grünen Wiese geopfert wurde und was einem als grantigem Generation-X-ler noch so einfällt.

Aber: das Video zeigt, der Laden ist heute noch da! Derselbe kleine Laden. Und wenn es nicht mehr der gleiche Besitzer ist, dann führen seine Erben oder ein Nachfolger das Geschäft weiter. Kann sein, dass ich mir das einbilde, aber hängt da nicht neben der Eingangtür ein Foto von McQueen mit Sonnenbrille, nebst Autogramm und Szenenfoto?! Wie cool bitte ist das…
3 Kommentare
Dirk
Nico
Nico