Severance

Ich habe mich wider besseren Wissens in eine Serie reinziehen lassen, die mit einem wöchentlichen Ausstrahlungsrhythmus VideoOnDemand ad absurdum führt. Aber es lohnt sich.

„Severance“ bezeichnet ein Programm, bei dem durch einen chirurgischen Eingriff die Erinnerungen des Arbeitslebens vom Privatleben getrennt werden. Alles im Namen der Work-Life-Balance, so heißt es jedenfalls.

Was mit Blick auf total verschrobene Firmenkulturen als Satire beginnt, wächst sich nach und nach zum Psycho-Thriller aus. Trotzdem besticht mich „Severance“ mit einer unglaublichen und—ganz anders als in „Infiltration“—fantastisch inszinierten Langsamkeit. Das endlose Wandeln durch die ebenso endlosen Gänge des Firmenkomplexes hat schon etwas meditatives.

Als Regisseur wird von Apple TV+ Ben Stiller angegeben, einige Folgen führt aber Aofie McArdle Regie. Zu sehen sind Adam Scott (der in seinem Arbeits-Ich etwas von einem trotzeligen Tom Cruise hat), Zach Cherry und Britt Lower, aber auch Patricia Arquette und Christopher Walken.

Ich hab jetzt drei Folgen gesehen, und brauche dringend mehr!