Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt…

ben [Unterstrich] haut mal wieder auf die Kacke:

Als Erstes: Bis vorgestern hatte ich hier eine (Die Jüngeren unter euch jetzt bitte nur unter Beobachtung Erwachsener weiterlesen!) blinde Tabelle im Einsatz. Weil ich nicht einsehen wollte, dass es verwerflicher ist eine kompliziert Technologie zu misbrauchen als eine einfachere Technologie zu mißbrauchen. Defakto bietet nämlich bis heute CSS keine semantisch korrekten Werkzeuge um Spaltigkeit herzustellen. Beim „Floaten“ verrät schon der Name, wo der Hase tot im Feld liegt und die ganze Postionaboluterei kann ja wohl nicht ernst gemeint sein. Da kann ich auch eine blinde Tabelle nutzen. Gewurmt hat es mich aber doch und weil Yaml von Marc als die Ultima Ration aller Crossbrowerprobleme gelobt wurde, dachte ich mir zwei Eier mit einer Fliegenklatsch zu erschlagen.

…und schickt sich an, ein PHP-CSS-Framework zu basteln:

Die meisten Leute vergessen ja wozu PHP geschaffen wurde – als Templatesprache. PHP ist auch scheißegal was man da rauspumpt. HTML ist zwar default. Aber XML oooder eben CSS geht genauso gut. header(”Content-Type: text/css”); und jeder Browser ist glücklich und zufrieden mit einer PHP-Datei als CSS. Und mir ist nichts menschliches fremd. Völlig ruhigen Gewissens gebe ich schließlich auch <?=$allesMögliche?> aus. Und wie ich so am Drübernachdenken war, wie man das noch geiler verweben könnte, fiel mir ein dass man CSS einfach mal gleich durch eine PHP-Klasse ersetzen und dann einfach rausrendern kann. So wie HTML_QuickForm oder Drupals Form-API – die sich beide sehr bewährt haben. Das probier ich aus. Das macht bestimmt Spaß. Aber nicht mehr heute. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

OK, Sprichworte verdrechseln können wir auch. Harhar, mein Compagniero, da hätte ich auch ein paar Additions zu machen, schau lieber vorher in die orangenen Seiten und frag jemanden, der da schon von gehört hat. Das Kaninchen liegt bei der Performance im Paprika! Ein Caching-Mechanismus muss her und Browsererkennung, und zwar mit Automatik, das Programm muss wissen, wann es zu Double-Margin-Bugs kommt und automatisch zur Korrektur greifen.

Leider schüttet man da natürlich das Bad mit dem gerade zu heiß gebadetem Kinde aus, denn dann übernehmen irgendwann die Programmierer das Ruder und CSS ist nicht mehr CSS. Aber auch da fallen mir wieder Anwendungsszenarien ein.

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.

Ein Gedanke zu „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt…“

  1. Also ein CSS-PHP-Framework … Uarg, ismirübel. Wozu denn bitte? Die einzige sinnvolle Kobination aus CSS und PHP ist die Gzip-Komprimierung und Caching, IMHO. Für eine gewinnbringende Horizonterweiterung in dem Fall bin ich offen …

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