
Rocky (1976)
Ich hatte jetzt eigentlich vor, mir „Rocky“ nur schnell nebenbei anzusehen und ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Ich dachte ich kenne den Film und habe den Inhalt noch relativ präsent und über den Trump-Freund Stallone, der mir mit seinen Patriotismus-Action-Streifen schon immer auf den Sack gegangen ist, wollte ich eh nicht viele Worte verlieren.
„Rocky“ ist Rocky Balboa, ein eher unbekannten Boxer, der sich mit Barkämpfen und als Geldeintreiber durchs Leben schlägt. Er bekommt die Chance, gegen den Champion Apollo Creed anzutreten, quasi ein kompletter Außenseiter gegen den Superstar. Während er hart trainiert, kommt er Adrian näher und findet mehr Selbstvertrauen. Am Ende gewinnt er zwar nicht den Kampf, aber dafür Respekt und beweist sich selbst, dass er mehr draufhat, als alle dachten.
Der Film ist ein kleines Phänomen, das ich trotz aller Vorurteile ein wenig zur Kenntnis nehmen musste. Ja, es ist eine weitere Story vom american dream, aber unter diesen wohl eine der besseren. Die Figur Rocky ist einfach ein herzensguter Typ, der selbst beim Geldeintreiben keiner Fliege etwas zu Leide tun kann, völlig unverständlich, warum der nun gerade Boxer ist. Seine Liebe zur schüchternen Adrian ist eine herrliche Topf-und-Deckel-Geschichte, die einen echt die Tränen in die Augen treiben kann. „Rocky“ ist als ein Walt-Disney-Film mit Prügelszenen, das muss man auch erst mal hinbekommen.
Und er war ein riesiger Erfolg und damit das große Sprungbrett für Stallone, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Bei der Oskar-Verleihung 1977 räumte der Film ordentlich ab. In den folgenden Teilen übernahm er dann auch noch die Regie, was den Erfolg an den Kinokassen nicht schmälerte, für einen Oskar wurde aber keines der Se- und Prequels nominiert.
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