TINA
TINA, Akronym für „There Is No Alternative“, steht in der politischen Kommunikation und ihrer Wiedergabe in den unterschiedlichen Medien meist am Anfang einer Rede oder Artikels. Von Anfang an wird klar gestellt, dass über das nun folgende keine Diskussion nötig oder zulässig ist, alles vergebene Liebesmüh.
So richtig populär gemacht hat dieses Prinzip Margeret Thatcher aka. „die eiserne Lady“. Zu dem, was Maggie Thatcher verkündete, gab es grundsätzlich keine Alternative, das musste schon gar nicht mehr dazu gesagt werden. Sogar eine Thatcher-Biografie trägt genau diesen Titel.
Die deutschsprachige Entsprechung zu TINA ist das etwas leichtfüßigere „alternativlos“, welches wiederum sehr passend Angela Merkel als Markenzeichen nicht zu Unrecht unterstellt wird. 2010 wurde das Wort zum „Unwort des Jahres“ gekürt, wohl auch, weil das Regierungshandeln besonders 2009 besonders alternativlos war. Ausgehend von der grassierenden Alternativlosikeit, soll sich ja sogar eine Partei gegründet haben, die nun im Wahrheit wirklich keine Alternative ist, allerdings wunderbar demonstriert, wohin das alles führt.
Aber nicht nur Politiker*innen folgen beschwören gerne TINA; Journalist*innen reproduzieren das Prinzip nicht nur, sie wenden es nur allzu gerne selbst an, zum Beispiel in Kommentaren:
Denn klar ist doch, um tiefgreifende Reformen kommt Deutschland nicht herum.
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