
Emmanuel Top – Turkich Bazar
Jim Morrison war schon ein krasser Typ und auf einem seiner ausgedehnten LSD-Meskalin-Trips muss er wohl kurz in die Zukunft gereist sein, um sich anzusehen, wie Techno Parties in den 90ern so funktionierten. Und als Jim da in der Zukunft unterwegs war, wird er wohl Emmanuel Top getroffen haben. Und der wiederum hat Morrisons Gedicht über dessen Ausflug nach Morgen, in „Turkich Bazar“[1] gesamplet und so schließt sich der Kreis.
The music was new, black, polished chrome and came over the summer like liquid night. The DJ’s took pills to stay awake and play for seven days.
Acid. 303. Und dann das Sample. Zugegeben, es braucht nicht viel, um einen zugedröhnten Haufen junger Menschen zum Ausflippen zu bringen, aber was sich auf Parties abgespielt hat, wenn die/der DJ diesen Track platzierte, ist wahrlich legendär. Acid hat ja nunmal immer die Angewohnheit, sich seinen Hörer*innen in die Gehirnwindungen zu schrauben, Emmanuel Top treibt es dabei aber zu wahrer Meisterschaft. Seine Songs und der hier besprochene ganz besonders bieten Berge aus Musik ebenso wie Täler aus Stille[2]. Aber hört doch einfach selbst.
Fußnoten
Auf der Originalausgabe (Attack Records, ATT-V-94 002) von 1994 steht wirklich „Turkich Bazar“ als Titel, auf der im selben Jahr erschienene deutschen Ausgabe auf Petit Prince (Prince 94/18) heißt es „Turkish Bazar“. ↩︎
Eine Fertigkeit, die deutschen Schranzern leider fehlte, so scheitert Chris Liebing mit seinem Remake grandios. ↩︎
1 Kommentar
Jürgen