Klingeltonbeutelhosen

Dass die Toten Hosen® nicht mehr alle Tassen im Schrank haben ist kein Geheimnis, kommen sie doch aus einer Ecke Deutschlands, wo man nicht Tod übern Zaun hängen mag und geistig… naja, mir fällt da nur der Vergleich von IQ und Zimmertemperatur ein, um der Bildhaftigkeit mal Vorschub zu leisten.

Dass sie nun gegen die Klingeltonterroristen Jamba® vor Gericht ziehen [via wirres] beweist diese These, nach eisgekühltem Bummerlunder und Bekenntnissen zur Kirche erneut. Es beweist aber auch, wie tief die deutsche Musikindustrie in der Tinte steckt, denn das die versäumte Aussendung von ca. 100 Klingeltonwerbespots zur Peaktime (zwischen 14.00 und 16.00 Uhr auf Viva) zum Streitpunkt mit Millionenwert erklärt wird, lässt auf den berechneten Verlust der Hosen schließen. Und das heisst widerum: willst Du in die Charts (in die CD-Verkaufscharts wohlgemerkt), musst Du vorher in die Klingeltoncharts. Und in die Klingeltoncharts gelangt man eben nur auf eine Weise, in dem man nämlich Werbespots so oft schaltet, das die dämlichen Rezipienten der Werbung nicht mehr anders können, als das Gedudel aufs Handy zu holen.

Ich finde das eine wie das andere, einfach zum Kotzen: da bleibt einem der Campino®-Bonbon im Halse stecken und die Pommes Düsseldorf ergießen sich auf den Asphalt, wo eben noch die Opel-Gang ihr Unwesen trieb.

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.