Statistik (gnadenlos) gefälscht

Wen wundert das?:

Die von der Hamburger Innenbehörde Ende Juli vorgelegte Kriminalstatistik zum ersten Halbjahr 2003 war falsch. Anders als es der damalige Innensenator Ronald Schill behauptete, ist die Kriminalität in den ersten sechs Monaten des Jahres nicht um 2,5 Prozent zurückgegangen, sondern um 2,8 Prozent gestiegen.

Nö, das ist noch nicht alles:

Ursache sei die falsche Bedienung eines im Januar neu eingeführten Computerprogramms quer durch alle Hamburger Polizeireviere, sagte Nagel. Insgesamt seien 7220 Verbrechensfälle gar nicht erfasst worden – darunter 4000 Diebstahldelikte, aber auch Gewaltverbrechen.

Na klar. Hamburgs Polizisten sind zu dumm einen Button für “in der Statistik übernehmen” oder ähnliches zu finden. Moment, wenn es einen solchen Button gäbe, wozu, wenn nicht zum Beschiss, denn müssen denn nicht alle Fälle in der Statistik erfaßt werden???

Nein. Beschiss. Ganz klar Beschiss. Schill sagte die Kriminalstatistik werde sinken und so wurde dafür gesorgt. Ja oder nicht. Welche Erbschaften hat Richter Gnadenlos denn noch seinem Volk hinterlassen. Wie dürfen gespannt sein.

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.