Den “Ben” machen ;)

Im Schutze des Medienechos um den Rücktritt von K.T. Gutttenberg möchte ich kleinlaut folgendes bekannt geben:

  • Ja, ich habe mir wieder einen Facebookaccount zugelegt.
  • Dies ist auf das stete Drängen von Freunden und Arbeitskollegen, sowie anstehende Projekte nötig geworden.
  • Ich versuche auch als Mitglied von Facebook meiner Daten Herr zu bleiben, was ich jetzt schon mal sagen kann: das ist gar nicht so einfach.
  • Im Gegenzug, um nicht total social-media-irre zu werden, werde ich meine Aktivitäten bei foursquare einstellen.
  • Ja, ich weiss.

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.

14 Gedanken zu „Den “Ben” machen ;)“

  1. Ich finde es voll ok keinen Facebookaccount zu haben und ich finde es voll ok, einen zu haben. Was ich aber bis heute nicht verstehe ist diese komische Datenschutzfrage.

    Ich meine jetzt nicht „Oh, ich bin 13 und trage meine Schulkonflikte über Facebook aus und wundere mich, dass ich irgendwann Ärger bekomme.“ Nein, ich meine jetzt so bei uns kritisch aufgeklärten Interwebheavyusern. Wovor Angst haben?[1]

    Ich führe keine Konversationen mit Substanz über Facebooknachrichten, ich poste keine Bilder von mehr als Unterhaltungswert, ich kippe keine langen Texte ein die mir am Herzen liegen. Heimat meiner Daten ist und bleibt meine Webseite, egal wo ich mich sonst rumtreibe.

    Mein Grundsatz: Alles was ich auf Diensten und Webseiten mache, über die ich selbst keine volle Kontrolle habe ist verzichtbar. Wenns morgen weg wäre, ist es weg, egal. Daher würde ich nie flickr nutzen wollen.

    Und alles was ich an Daten auf fremde Plattformen einstelle darf im Zweifelsfall auch missbraucht werden ohne dass ich blute. Unterhaltung gegen Belangloses, das ist der Deal.

    1: Es sei mal die Frage ausgeklammert, wie das mit den Beacon und der Einbindung von externen Webseiten ist, denn diese Frage des unter Umständen recht vollständig erfassbaren Surfverhaltens stellt sich bei so vielen Unternehmen und ist kein reines Facebookproblem.

  2. Ja, richtig, meine Daten kann ich weitestgehend selbst schützen, wenn ich sie in der Hand behalten kann und sie nicht aggregiert werden:

    http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten

    Das ist natürlich tatsächlich kein facebook only Problem, aus diesem Grunde versuche ich eben auch den Überblick zu behalten. Vor einem acht, neun Monaten wurde mir das bei FB einfach zu schwierig mit den dauernden Änderungen zu der Zeit und FB hat mir auch nicht die entsprechende Unterhaltung dafür zurückgegeben damals. Ich teste gerade, ob das inzwischen anders aussieht.

  3. Wie neulich bei MarcTV geschrieben: Die normative Kraft des Faktischen hat auch mich FB neulich in Form eines vierten Freundes (dessen Urlaubsfotos ich mir nicht anders ansehen konnte) wieder einen Schritt näher gebracht.

  4. Gratulation. FourSquare habe ich nicht verstanden btw. So ganz ohne Facebook geht es eben auch nicht mehr. Genau so, wie es vor ein paar Jahren auch nicht mehr ohne Google (GMail, GDocs usw) ging. Jetzt sind schon diverse Firmen auf die Google-Tools umgestiegen. Das ist etwas, was für viele damals undenkbar gewesen ist.

    Nun ist die Frage: Wann werden die ersten Intranets auf Facebook umgestellt? Wann stellen die Verlage ihre Kommentare auf Facebook um? In den USA machen das im Moment ziemlich viele.

    Es ist jedenfalls meiner Meinung nach wirklich schwierig „nein“ zu Diensten wie Facebook, Flickr usw. zu sagen, wenn man sich heute im Netz bewegt. Es hat auch viel mit der Generationsfrage zu tun die aber wenig mit dem Alter zu tun hat sondern eher, wann man mit dem Netz angefangen hat. Ich kenne das Internet seit dem es AOL gibt. VIele lernten das Netz erst kennen, seit dem es Facebook gibt.

  5. lqtm im urban dictionary nachschlagen müssen und Datenschutzprobleme im Netz anprangern. Scheiße, was ist nur mit mir geschehen?

  6. Ah, Marcs Telekolleg „Steile Thesen“ jetzt auch wieder in diesem Kommentarbereich … und um mal zu widersprechen: Nichts, aber auch gar nichts hier im Internet ist einfacher, als nicht bei Facebook zu sein. Das ist so einfach, wie nicht die Bildzeitung zu kaufen, nicht in den Puff zu gehen und nicht in die NPD einzutreten.

  7. [Storno: Kommentar über den Springer Konzern]

    Neben der steilen These steht ja auch der Hilferuf: Marc hat 4square nicht verstanden. So wird das nichts mit der social-berater-karriere. 🙂

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