Nun doch: Knol

Eigentlich hatte ich gehofft, man würde sich den Namen nocheinmal neu überlegen, denn Knol, ob nun von knowledge kommend oder nicht, hört sich für unsere Ohren doch ziemlich dämlich an. Aber da hat Google mal wieder nicht auf mich gehört.

Man kann in Knol durchaus den Versuch Googles sehen, die Wikipedia anzugreifen, denn dort soll ja das Wissen vieler Leute gesammelt, diskutiert und verbessert werden. Die Ausrichtung jedoch ist eine andere, nämlich auf den Autoren als Fachmenschen, ein Aspekt, der in der Wikipedia eher fehlt. Bei Knol steht der Autor eines Textes, der Thema, Linzenz und Diskussionsoffenheit selbst bestimmen kann, extrem im Vordegrund: die Autorenbilder werden überall mitgeliefert, jeder Text startet mit einem Autorenlink und rechts einer Kurzvita und es gibt Autorenseiten. Außerdem besteht die Möglichkeit, über Google AdSense an den AdSense-Einnahmen seines Artikel beteiligt zu werden. Das ist dann auch schonmal ein weiterer Unterschied zur Wikipedia: natürlich schaltet Google Werbung auf den Knol-Seiten.

Ob das alles zu thematischen und stilistischen Unterscheidungen zur Wikipedia führt? Hier mal ein Beispieltext von der Startseite: Wie man eine Toilettenverstopfung beseitigt [Toilet clogs]

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.