Nur ein Banner

Bei den Information Architects [via] habe ich gestern dies hier gelesen und …geweint. Eine von vorne bis ganz hinter einleuchtende Analyse von Newspaper-Sites.

Auch noch heute morgen gehen mir einzelne Punkte des Textes nicht aus dem Kopf. Zunächst mal die Frage, warum man die Werbeflächen auf Nachrichtenseiten a) so billig und b) so zahlreich verkauft. Und zum zweiten die Feststellung, dass es mal ziemlich blöde ist, in Netz eine andere Marke zu präsentieren als im Print.

Legen wir beide Gedanken mal zusammen. Vor Jahren (ich sag jetzt mal, das war vor meiner Zeit) hat man den Titelkopf der (Print-)Zeit für Werbung geöffnet. Da gab’s sicher viel Streit, Brimborium und Terz, denn die Stelle ist natürlich eine heikle. Und weil dem so ist, verkauft man den Platz nur an Uhrenhersteller (mglw. nur an einen), dann passt die Werbung zum Titel: Zeit, eben. Hey!, vorrüber man sich vor X Jahren überl zerstritten hat ist heute doch ein echter Clou, witzig, perfekte Werbung.

Weiter gedacht: die Information Architects schlagen vor allenfalls ein Banner pro Seite zu platzieren. Eins! Logisch, das muss man sich dann natürlich richtig bezahlen lassen. Richtig. Na?

Dazu bedarf es allerdings einigen Umdenkens. Wobei uns die Information Architects gerne helfen: Ads im Netz dürfen keine Clickads sein. Kein krasses Gewusel und Klicken-Sie-hier-Geblinke mehr. Werbung ist da, um gesehen zu werden. Gesehen, nicht geklickt. Wenig und teuer, aber dafür imagebildend und exklusiv. Denken Sie mal drüber nach.

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.