incrementalists oder completionists

Managing Tech schreibt über die zwei vorherrschenden Entwicklerarten: incrementalists und completionists, eine Klassifizierung, die sehr interessant und einleuchtend klingt.

Demnach kommen in freier Wildbahn genau diese zwei Arten Entwickler vor. Während der Incrementalists eher für das schnelle Zupacken, das schnelle Lösen für Probleme ist (»Notfalls wird ein Pflaster über das Loch geklebt, wenn gerade kein Mörtel da ist.«) bekannt ist – wohl mit allen Folgen – steht der Completionists eher für das lange, analytische und strukturierte Nachdenken bevor er ans Werk geht.

Richtig erkannt: für ein gutes Projekt kann man beide Typen gut gebrauchen, ja muss eigentlich sogar beide im Boot haben:

Ich denke insbesondere am Anfang ist die Phase der Completionists. Ruhig über das Gesamte nachdenken, sich auf ein generalisiertes Vorgehen einigen, Strukturen besprechen. Irgendwann (wenn der release date näher kommt) muss es dann aber schnell gehen. Dann rücken eher die Incrementalists in den Vordergrund und die Completionists müssen leiden, weil dann einfach mal gebaut wird.

Dämlicherweise läuft die Welt nicht immer so. Eigentlich nie. Zunächsteinmal ist es von geradezu unausweichlicher Wichtigkeit, wie incrementalists und completionists über die Hierachie verteilt sind. Ganze Abteilungen können völlig gelähmt oder schlichterdings unzuverlässig sein, wenn der leitende Entwickler bspw. eher incrementalistische Typ ist und seine Leute von einer halben Problemlösung zur nächsten hetzt. Ebenso umgekehrt. Ähnliche Effekte treten natürlich auch in Projekten auf, je nach Struktur und Größe. Idealerweise sollte ein Entwickler eh beide Eigenschaften in sich vereinen (und an der Persönlichkeitsspaltung eingehen?), aber in dem Fall wird er vielleicht Manager… 😉

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.