Gorillaz – s/t

Die Gorillaz mit Alvin and the Chipmunks zu vergleichen ist gewagt, aber legitim. Das hat sich das Projekt um Blur-Sänger Damon Albarn und Tank-Girl-Zeichner Jamie Hewlett redlich verdient. Zwar wird bei den Gorillaz nicht um eine Oktave hochgepitcht gesungen, da sei der Musikgott davor, aber die Platzierung von, ich sag mal altmodisch, Zeichentrickfiguren als/statt Künstler*innen ist nunmal nicht neu. Damit Erfolg zu haben allerdings schon, die Gorillaz haben alle ihre Vorbilder, die Chipmunks, die Schlümpfe und die Mainzelmännchen, bei weitem übertroffen. Wobei die Schlümpfe schon eine harte Nuss waren.
Das Debutalbum, das genauso heißt wie die Band, lief seinerzeit in einer Dauerschleife in meiner Wohnung und die Folge davon ist dies: wenn ich das Album heute bei Apple Music höre, kommt mir vor allem die Einteilung der Songs komplett fremd vor, in meinem Kopf sind alle Titel irgendwie vermischt und komplett anders aneinandergereiht. Strange. Musikalisch würde ich fast sagen, dass das Folgealbum „Demon Days“ besser gelungen ist, aber das war post-nine-eleven und die Zeit davor gefällt mir einfach besser. Zumal mir die beteiligten Musiker*innen auf dem Debut mehr liegen: Del Tha Funky Homosapien[1], Ibrahim Ferrer, Kid Koala (!!!), Tina Weymouth und Chris Frantz. Heilige Gästeliste.
Meine Lieblingstracks sind auch irgendwie die Hits: „Clint Eastwood“ und „19-2000“.
Fußnoten
Darf ich Ihnen kurz einen Ohrwurm verpassen: „Mistadobalina, Mister Bob Dobalina“? Bitte. Danke. ↩︎
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