Matrix Resurrections

„Auferstehungen“. Musste ich zugegebenermaßen googeln. Das ist so christlich gemeint, wie es eben klingt, weil wir erinnern uns, Neo der Auserwählte und so. Und das ist genauso bekloppt, wie es sich anhört. Ein guter eingedeutschter Titel hätte sein können: „Matrix 4 oder 5, wer weiß das schon, Neo kehrt zurück, warum auch immer“.

Das Spannendste an dieser x-ten Ausgabe von Matrix sind immer noch die asiatischen Schriftzeichen, die immer noch in Grün von den Bildschirmen herunterrieseln, genau wie die Bildschirmschoner, die wir in den Neunzigern alle hatten. Alles andere ist entweder völlig verblödetes und unzusammenhängendes Pseudotechnik-Gebrabbel („Du weißt, dass du hier in einem Modal bist?“), oder höchst mittelmäßiges Rumgeballere, bei dem jeder einzelne Stunttrick der Vorgängerversionen wiederholt in Dauerschleife wiederholt wird.

Man könnte Fanservice vermuten, aber selbst der ist dann schiefgegangen. Es gibt ein paar interessante Ideen, die Tarnung der Matrix als Computerspiel, mit Neo als seinem Gamedesigner, aber leider muss er sich in seiner Agentur mit solchen Deppen herumschlagen, dass auch diese Szene leider komplett unerträglich sind. Selbst die Referenzen auf die alten Matrix-Folgen gehen regelmäßig in die Hose („Was wir jetzt brauchen, ist bullet time!“). Dafür wird endlich geklärt, wer denn nun der Auserwählte ist.

Die einzige Frage, die am Ende offen bleibt, ist, warum ich das Geld für das Streaming ausgegeben hat. Nostalgie, damit kriegen sie mich immer. Facepalm 🤦‍♂️.