blue, red, and green Pac-Man wall painting

40 Jahre Pac-Man

Sch… wie die Zeit vergeht. Heute wird ein alter Freund 40 Jahre alt: Pac-Man. Am 22. Mai 1980 hatte Namco パックマン das erste Mal als „Puck Man“ für Arcade-Automaten veröffentlicht. Ich kam mit der kleinen gelben fünfsechstel Pizza sicherlich erst etwas später auf meinem Atari 2600 in Kontakt, und ich möchte behaupten, es ist mit großem Abstand das von mir meistgespielte „Videospiel“ (so nannte man das früher™️. Ich habe mir aber nicht nur am Ataristummeljoystick dafür die Hände verkrampft, sondern es auch viel zu oft an einem Coctail-Arcade in einem Delmenhorster Imbiss gespielt… jedes Spiel kostete eine DM, gut spielen schonte also das Taschengeld. Andererseits musste man sich auch jedesmal etwas zu Essen kaufen, damit man nicht nach spätestens einer Stunde achtkantig aus dem Laden geworfen wurde. Insofern war langes Spielen widerum auch sehr teuer…

Das kann man sich heute vielleicht gar nicht mehr vorstellen, aber es gab wirklich eine Zeit, in der man nicht zu Hause spielen konnte, sondern sich dafür nach (Achtung!) draußen begeben musste. Da es in D. in jenen Tagen keine Spielhallen gab in die man als Unterachtzehnjähriger durfte, musste man dazu noch an höchst zwielichtige Orte begeben, wo man mit seiner Spielsucht allenfalls gedeuldet, niemals aber gern gesehen war. In meinem Fall waren das:

  • die Diele des alten Dorfkrugs an dem ich auf dem Weg zur Schule immer vorbei kam, dort spielten wir hauptsächlich Donkey Kong
  • das Bowling Center unter dem City Center, dort gab es einige Geräte, ich habe dort Phoenix, Asteroids, Space Invaders, Centipede und am liebsten Galaga gespielt
  • das Café an der Eislauf-/Rollschuhbahn (ggü. dem Autokino, mein Gott mehr Retro geht ja gar nicht), hier stand ein Scramble
  • besagter Imbiss mit dem Pac-Man, später Ms. Pac-Man, jeweils als Coctail-Tisch.

Viele von den oben genannten haben die Popkultur der 80er mitgeprägt und mein Leben in vielerlei Hinsicht beeinflusst. Es war halt alles so, wie man es sich vorstellt: wie Stranger Things, nur halt ohne Monster.

Zurück zu Pac-Man: zum Dreißigsten hatte Google ja seinerzeit ein spielbares Doodle veröffentlicht, das man auch heute noch spielen kann (alle 255 + 1 Level). Zum Vierzigtsen gibt’s aber richtig Rummel (vor allem natürlich in Japan), dazu gehört sogar ein Geburtslied von niemand geringerem als Ken Ishii, ist aber eher so naja…

Amazon hingegen bringt gleich das Spiel neu heraus, in einem Coopmodus, den man auf Twitch spielen kann?

In diesen Zusammenhang gehört natürlich auch die Sonderausstellung „Die digitale Küche – Mit Essen spielt man (nicht)“ im Berliner Computerspielemuseeum, das zufällig ab morgen wieder geöffnet hat…

Artikelbild gemeinfreiähnlich freigegeben von Kirill Sharkovski auf Unsplash.

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.

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