Picard

Patrick Stewart

Ich bin ein bisschen vor mir selbst erschrocken.

Ich habe mich auf die erste Folge Picard wirklich gefreut. Die Freude war so groß, dass ich sie gar nicht richtig teilen konnte, zu groß die Gefahr in Gespräche verwickelt zu werden, die auf irgendeine hinterhältige Weise mir die Vorfreude hätten vergällen können. Was an sich schon eine etwas paranoide Vorstellung ist. Aber immer, wenn irgendwo das Gespräch auf „Picard“ kam in den letzten Tagen, habe ich quasi nur genickt und mich schnellstmöglich aus der Unterhaltung entfernt. Selbstredend habe ich davon abgesehen, mir Trailer, Ausschnitte, Previews oder irgendeinen anderen Fetzen Bildmaterial vorher anzusehen, oder Artikel darüber zu lesen. Und ob dieses Verhaltens, habe ich zumindest ein wenig über mich gewundert.

Bis zu dem Moment, in dem Captain Picard und Data wieder auf der Bildfläche erschienen. Herrjeh nochmal, es ist bloss eine Fernsehserie, da kann man sich doch nicht auf einem Mal wie zu Hause fühlen, Kind-Vater-Gefühle entwickeln, warme Schauer, Schmetterlinge im Bauch und tiefste Liebe in einem empfinden, Nico, verdammt nochmal, du übertreibst!

Und doch… ich bin ein bisschen vor mir erschrocken, weil mir nicht mehr bewusst war, wie wichtig mir „The Next Generation“ einst war. Und wie alt ich geworden bin. Wie Picard eben. Man möchte mit ihm auf der Terasse seines Chateau sitzen, in die Abendsonne blinzeln und Data beim Malen beobachten, aber…

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Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.

Ein Gedanke zu „Picard“

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