Herbert – See You On Monday

Wirklich, wirklich, wirklich einer meiner Deepminimalhousedubevergreens und die nachweislich beste Einleitung zu einem smoothen Sonntagnachmittagsset, auch wenn meine Kopie davon leider völlig zerkratzt und befleckt ist, wohl von einer dieser Sonntagsnachmittagsveranstaltungen, wir hatten ja keine Berghainschlange damals, in die wir uns stellen mussten, sondern haben zu Hause, den Rest hab ich vergessen.

When a man is tired of London, he is tired of life. [Samuel Johnson]

Fernsehdrama mit Zuschauerabstimmung

Unter dem Titel Terror, präsentierte die ARD jüngst ein Justizdrama mit Zuschauerabstimmung und gebar das größte öffentlich-rechtlich gebührenfinanzierten Stück TV-Veraschung der letzten Jahre. Es ist zum Haare raufen.

Heribert Prantl bringt es in der SĂĽddeutschen auf den Punkt:

Schirach und die ARD haben fälschlicherweise so getan, als gäbe es beim Urteilsspruch nur die Alternative Freispruch oder lebenslang. Schirach und die ARD haben der bloßen Spannung wegen die Zuschauer genarrt, sie haben sie zu einer Entscheidung genötigt, die es in Wahrheit so nicht gibt. Sie haben so getan, als müsse man das Recht verraten, um ihm Genüge zu tun: Sie haben dem Zuschauer verschwiegen, dass das Recht einen Täter schuldig sprechen und ihn trotzdem milde oder gar nicht bestrafen kann.

Überraschung! Rechtssprechung ist noch viel schwieriger als die Entscheidung zwischen schwarz und weiss, ist mehr als uns die amerikanischen Geschworenenfilme (Freispruch vs. elektrischer Stuhl) weissmachen will. Mit diesem Schwarz-Weiss-Denken lässt sich allerdings so ziemlich alles zu Recht erklären. Prantl weiter:

Das ist nicht Rechtserziehung, das ist Erziehung zum Rechtsmissbrauch. Das ist Anleitung zu einem Denken, wonach man das Recht gegen den Terror nur mit Unrecht bekämpfen könne. Mit der Methode Schirach & ARD kann man auch Waterboarding zu einer notwendigen, schuld- und straflosen Terrorbekämpfungs-Handlung machen.

Oder um es mit Thomas Fischer zu sagen, der sich bei ZEIT ONLINE eindrucksvoll am gleichen Thema abarbeitet:

Der Film stellt – im Verhältnis 1 : 1 nach der Vorlage des TheaterstĂĽcks – ein schwieriges Rechtsproblem dar. Er behauptet – wie der Autor Schirach –, das geltende Recht unseres Staats habe fĂĽr dieses Problem keine Lösung. Das aber ist falsch. Und zwar nicht nur ein kleines bisschen, nicht nur im Rahmen dessen, was „KĂĽnstler“ gemeinhin als belanglose „Paragrafen-Reiterei“ abtun (solange es nicht um ihre eigenen Gagenverträge geht). Sondern richtig grundfalsch. Im Sinne von: abwegig, fernliegend, irrefĂĽhrend. Das Gegenteil nämlich ist richtig.

Fischer bietet auch juristisch richtige Lösungswege an, die Film und Theaterstück fahrlässig oder wider besseren Wissens oder womöglich mit voller Absicht verschweigen. Der Eindruck der entsteht ist ein falscher: um den Terror zu bekämpfen müsse man sich über das Gesetz hinwegsetzen und danach gibt es keine andere Möglichkeit, als diese Straftat zu legalisieren. Ob dies nun ein Produkt des sich Herablassen auf eine falsch antizipierte Zuschauerdummheit ist…

Sie verwechseln dabei typischerweise verschiedene Bedeutungen des Begriffs „Niveau“: Sachniveau und Sprachniveau. Sie haben keine Lust oder keine Kraft, sich dem Sprachniveau der Experten anzunähern, und wissen sich dabei eins mit den „lieben Zuschauern“, die das im Durchschnitt erst recht nicht können. Anstatt dass die Vermittler nun ihre Pflicht erkennen, das Sachniveau so zu erreichen und zu durchdringen, dass sie es sprachlich vereinfachen können, ohne es sachlich-argumentativ der Lächerlichkeit preiszugeben, gehen sie den gerade umgekehrten Weg und passen ihr eigenes Sachniveau an das gefĂĽhlte Sprachniveau ihrer Kundschaft an.

…oder hier das Bestreben vorliegt, durch das Bundesverfassungsgericht gesprochenes und geltendes Recht auf dem Umwege über die Straße in Frage zu stellen, also sozusagen gleichermaßen eine Lunte zu legen und anzuzünden, vermag ich erstmal nicht zu sagen. Der Verdacht liegt aber nahe, denn auch das merkt Kolumnist Fischer richtig an, spätestens der WDR hätte ja mal jemanden fragen können, der sich damit auskennt. All dieses ganze Getue und Vermeide jedenfalls war von Anfang an dazu angerichtet, hintendran ein bestimmtes Urteil von der so manipulierten Masse der Zuschauer zu erwirken. Die zu mehr als 80% der Meinung waren: was schert mich das BVerfG, Feuer frei für den Antiterrorkampf.

Was das alles mit dem öffentlich rechtlichen Bildungsauftrag zu tun haben soll, man weiss es nicht. Wohl eher nichts.

Couchblog und AMP

Dieser Artikel über AMP1, Google May Be Stealing Your Mobile Traffic, erstaunt mich ein wenig, weil er trotz seiner naiven Herangehensweise an das Thema, ziemliche Diskussionen ausgelöst hat. Andererseits, naiv ist ja irgendwie genau mein Weg, wie ich mich dem Thema bisher genähert habe, also irgendwo auch genau richtig für mich.

Zunächst mal glaube ich nicht, dass Google mit AMP traffic stiehlt. Natürlich läuft der Datenverkehr über Googles Cache und schlägt so nicht auf dem hauseigenen Server auf, aber gezählt wird er, wenn man ihn zählt, als eigene views, pageipressions, visits, whatsoever. Falls einen das groß artiginteressiert. Das ist aber der große Vorwurf des Artikels, man rufe AMP-Artikel auf und sei dann dort in einem dead end gefangen und könne als einzige Möglichkeit zurück zur Google-Suche. Das mag so sein, wenn man einfach das WordPress-Plugin installiert und einschaltet und sich nicht weiter darum kümmert, was an AMP-HTML dabei heraus kommt. Wir haben AMP für ZEIT ONLINE implementiert und das war mehr Arbeit, als ein Plugin einzuschalten. Wir liefern eine spezielle Version unsere (responsiven) Seite aus, die, so gut es geht, die AMP-Erweiterungen nutzt, also spezielle Adtags, Imagetags und so weiter nutzt. Das WordPress-Plugin versucht die Standard-Wordpress-Elemente automatisch in AMP umzusetzen und macht das erstaunlich gut. Trotzdem kann es natürlich sein, bspw. bei selbstgestrickten Templates, dass der Ergebnis nicht so ist, wie man möchte. Das mag ein dead end produzieren, das ist dann aber eher nicht AMPs Schuld.

Ich habe mich bisher um meine AMP-Seiten auch ĂĽberhaupt nicht gekĂĽmmert, wie sie aussehen sieht man hier. Warum ich mich noch nicht darum gekĂĽmmert habe: im Moment läuft da fĂĽr mich noch nicht wirklich etwas. Derzeit gibt’s AMP-Ergebnisse im Grunde nur in Google-News und in einer speziellen Box, da läuft in der Regel nur Medienverkehr, bei ZEIT ONLINE hat das durchaus Bedeutung, fĂĽr das Couchblog heisst das bisher no amp in the moment. Eine geplante flächendeckende EinfĂĽhrung in Suchergebnissen ist zumindest international noch nicht fertig umgesetzt, aber fĂĽr das Jahresende angekĂĽndigt. Insofern hat es fĂĽr mich noch keine Relevanz.

Was mich wirklich in Sachen AMP ein wenig nervt, ist was auch in diesem Kommentar eines AMP-Entwicklers nochmal durchscheint, nämlich dass AMPs ja auch an anderen Stellen als nur der Google Suche erscheinen könnten, bspw. in Twitter oder Pinterest. Twitter ist seit den ersten AMP-Tagen immer mal wieder genannt worden, ausser in twitter moments ist davon aber weit und breit nichts zu sehen. Das ist gelinde gesagt sehr schade, weil mit höherer Verbreitung der AMP natürlich auch das Ansehen steigen würde und sich zeigen würde, dass es um mehr geht, als Content für die Google Suche zur Verfügung zu stellen. Dabei sind AMP, wenn sie sich verbreiten, einerseits eine wundervolle und vor allem offene Alternative zu Facebook Instant Articles, andererseits ein guter Satz Daumenschrauben, die Google mit dem Suchtraffic als Pfand den krankhaft langsamen Newswebseiten anlegen kann. Zusammengenommen ein guter Schritt in Richtung schnelleres Web.

Bild: William Bout

Update: Nach längerem Test habe ich die AMP-Unterstützung wieder dran gegeben.


  1. AMP, Accelerated Mobile Pages, ist ein Projekt, das Google angestossen hat (es ist open source), um das mobile Wen schneller zu machen. In der Hauptsache besteht es aus einem eingeschränkten HTML-Satz, vordefinierten Javascripten und einem fetten Caching 

Morgenlese XIII

Heute noch mit PHP entwickeln? Das machen nur noch ein paar sehr erfolgreiche Großprojekte, bspw. Facebook. Welches gerade kräftig in Rubrikenmärkte macht. Google dagegen säubert das Netz von document.write.

Lesenswert

Slacks Entwicklerblog heisst »Several People Coding«, was an sich schon mal super witzig ist, für eingefleischte Slack-Nutzer. Dort eröffnet man nun gerade, ohne Not sozusagen, eine neue Diskussion über PHP als Sprache für große Projekte. Und es ist nicht uninteressant:

Most programmers who have only casually used PHP know two things about it: that it is a bad language, which they would never use if given the choice; and that some of the most extraordinarily successful projects in history use it. This is not quite a contradiction, but it should make us curious. Did Facebook, Wikipedia, WordPress, Etsy, Baidu, Box, and more recently Slack all succeed in spite of using PHP? Would they all have been better off expressing their application in Ruby? Erlang? Haskell?

Viele die ich kenne wĂĽrden jetzt einfach ja sagen. Vielleicht will ja jemand an der Stelle weiterlesen.

Bemerkenswert

Johannes sieht Facebook dabei, die sog. Rubrikenmärkte auf seiner Plattform einzugliedern und halt wohl Recht.
Eine der wenigen Facebookgruppen die ich wirklich regelmäßig lese, ist eine lokale Flohmarktgruppe. Da bin ich scheinbar kein Einzelfall. Bei den Netzpiloten machten man sich schon letzten Monat größere Sorgen um Ebay.

Facebook wird immer mehr das, was Tageszeitungen fĂĽr Generationen vor uns waren. D.h. nein, Facebook macht sich dazu, das passiert nicht so aus heiterem Himmel.

Ăśberlegenswert

Eigentlich halte ich es fĂĽr eine gute Idee, dass Google Chrome in Zukunft bei langsamen Internetverbindungen document.write unterdrĂĽckt. Die Googler pushen immer mehr alte Techniken, die das Netz wirklich wirklich aufhalten, zur TĂĽr raus. So, jetzt alle schnell document.write aus den Adcodes ausbauen.

Morgenlese XII

Die heutige Morgenlese kommt auch wirklich am Morgen und ist die erste, die sowas wie ein Motto hat, viel Wortspielerei jedenfalls. Finde ich fast schon so gut, dass ich das beibehalten könnte, aber man weiss ja leider wie das ist, wenn man sich festlegt, das hindert auch oft. Na mal sehen. Und dann muss man ja praktisch auch immer eine mäßig sinnvolle Einleitung schreiben… hüstel.

Bedenkenswert

Vor kurzem hatte ich mal das Glück zwischen Berlin und Hamburg das neue Bahn-WLAN wifionice (klingt wie eine Walt-Disney-Show) auszutesten. Eigentlich funktionierte es gerade nicht, denn statt gratis zu sein, bot mir das blöde captive portal und die gleiche Seite im Browser nur an, einen Tagespass für 4,95€ zu erwerben. Ein Blick in den Sourcecode und ein deaktiviertes display:none später, konnte ich allerdings trotzdem gratis surfen. Nicht ganz sauber gebaut habe ich mir da noch gedacht.

Offensichtlich ist die schlecht gecodete Startseite wohl noch das kleinste Problem, denn leider ist das neue Bahn-WLAN ausgesprochen geschwätzig: Was das neue Bahn-Wifi über seine Nutzer ausplaudert. Und dabei ein offenes Tor für cross site scripting Angriffe. Ach ja…

Update: anders als ich es erwartet hatte, mĂĽssen zur Behebung der SicherheitslĂĽcke nicht alle ICEs wieder in die Werkstatt zurĂĽck, sondern das Problem soll bereits behoben werden.

Bemerkenswert

J. Renée Beach und Matt King von Facebook haben heraus gefunden, dass per CSS clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px); versteckter, aber zugänglicher Text von Screenreadern ohne Leerzeichen vorgelesen wird: Beware smushed off-screen accessible text, also ohne Punkt und Komma sozusagen. Das ist natürlich unschön, kann aber mit hinzufügen von white-space: nowrap relativ schnell behoben werden.

Sehenswert

Und zum Schluss etwas weniger technisches, aber sehr visuelles: in der gotischen Pfarrkirche Saint-Eustache in Paris, hat der KĂĽnstler Miguel Chevalier eine generative and interactive virtual reality installation vorgefĂĽhrt, die neben der ganze Buzzwords in diesen Eintrag nahezu unglaubliche Lichteffekte an die Decken der Kathedrale zauberte: Heavenly Vaults: Virtual Reality Ceiling Installation in a Gothic Cathedral.

Bild: Parker Byrd

Golden Girls – Kinetic (Orbital Mix)

Der heutige XKCD hat bei mir einen kleinen Stich im Herzen verursacht. Vinylist habe ich mich mal genannt und Unzug um Umzug die schwere Last gegen Umzugshelfer verteidigt. Und was ist heute: die Platten gammeln im Keller und alles kommt nur noch als MP3 vom Rechner, wenn ich ĂĽberhaupt noch mal zum Mischpult oder gar zur App greife. Es ist ein Kreuz.

Dabei begleiten mich meine Scheiben schon so lange durchs Leben. Auch wenn ich mich bereits von der Hälfte der Sammlung getrennt habe—nie werde ich die Tränen in den Augen des glücklichen Nachbesitzers vergessen, als er sie abholen durfte—liegt da doch ein ziemlicher Schatz und nachgerade Teil von mir ungenutz herum.

XKCD sagt: »The 78rpm-era was closer to civil war than to today«, das mag schon sein. Die 45- und 33rpm-Ă„ra ist allerdings noch in vollem Gange. In meinem Keller jedenfalls. Ogee’s back in the basement sozusagen. Ha! Wartet es nur ab. In diesem Sinne, let the good old times roll…

Morgenlese XI

DDOS (Distributed Denial Of Service) Attacken gehören heutzutage leider zu den üblichen Netzphänomenen. Neu ist schon eher, dass dabei für das angreifende Botnet, CCTV-Kameras, digitale Videorekorder und andere IoT-Items genutzt werden können.

What was new about the Krebs attack was both the massive scale and the particular devices the attackers recruited. Instead of using traditional computers for their botnet, they used CCTV cameras, digital video recorders, home routers, and other embedded computers attached to the internet as part of the Internet of Things.

Angeblich hat ja Angela Merkel persönlich all die Flüchtlinge nach Deutschland eingeladen. Ein Investigativteam von ZEIT ONLINE ist losgezogen um das Offensichtliche heraus zu finden: Merkel war es wirklich nicht.

Die Kanzlerin habe im vergangenen Jahr Hunderttausende Menschen zur Flucht motiviert, sagen Kritiker. Alle von uns ermittelten Daten sprechen dagegen.

Wenn das geklärt ist, kann ich dann jetzt bitte wieder gegen eine CDU-Kanzlerin sein, ohne dem rechten Rand zugeordnet zu werden?

Seltsame Dinge veranstaltet gerade mal wieder Apple. Zunächst mal wurde Dash aus dem AppStore entfernt. Dash ist eine unter anderem von mir vielgenutzte Doku-App. Wegen angeblichen Reviewfrauds. Würde man angesichts der Qualität der App gar nicht vermuten. Und der Entwickler weist sowas auch weit von sich. Jedenfalls hat es für ein fröhliches Hin- und Her gesorgt, leider mit schlechtem Ausgang für den Dash-Entwickler.

Apple’s decision is final and can’t be appealed.

Lifjord, Staffel 1

Neben dänischen und schwedischen TV-Produktionen, mag ich natürlich auch norwegisches TV. Zumeist ein wenig rauer als die Erstgenannten, nicht nur vom Wetter her (Varg Veeum anyone), lohnt es sich immer einen norwegischen Krimi anzutesten. Lifjord – der Freispruch zum Beispiel.

Der norwegische Originaltitel ist übrigens nur »Frikjent«, also der Freispruch, in Norwegen spielt der Ort der Handlung eher eine untergeordnete Rolle. Obwohl die norwegischen Produzenten natürlich auch wissen, dass sich Bilder der heimischen Natur dem internationalen Erfolg zumindest nicht schaden. Die zunächst krimiesk angeteaserte Story, stellt sich doch ziemlich schnell als die Fortsetzung des Denver Clans mit skandinavischen Mitteln heraus. Der freigesprochene, also ehemalige Mordverdächtige Axel, inzwischen geschäftliche sehr erfolgreich in Malaysia, kehrt in seine Heimatstadt in Norwegen zurück, mutmaßlich um die dortige Solarzellenproduktion zu retten, wohl aber ehr um mit der Vergangenheit klar zu kommen. Denn, obwohl freigesprochen, scheint er selbst gar nicht zu wissen, ob er einst den Mord begangen hat, der ihm von den Dorfbewohnern auch heute noch zur Last gelegt wird.

Da geht einiges. Man versucht praktisch von Minute vier an (nach einem ausgiebigen Flug über den Fjord), zu erraten, ob nun Axel den Mord seinerzeit begangen hat oder eben jemand anders. Und mit jedem Brocken, der einem hingeworfen wird, wähnt man jemand anderes als Mörder. Und dabei ist das ganze eben eher wie eine Familiengeschichte aufgebaut, will sagen, es gibt jetzt niemanden, der konkret irgendetwas ermittelt oder so. Eine Stärke des skandinavischen Krimis finde ich ja, dass neben der Ermittlung auch immer das Leben der Ermittelnden gezeigt wird. Das ist hier im Grunde umgekehrt, denn die Ermittlung findet praktisch nur noch im Kopf des Zuschauers statt. Zusammengefasst: lohnt sich, vor allem für Skandinavienfans, dort aber richtig.

Bild: Jeff Sheldon

Spotify und Apple Music bekommen DJ-Mixes

Vor kurzem schrob ich noch, dass Soundclouds groĂźer Vorteil gegenĂĽber bspw. Spotify und Apple Music die gestreamten DJ-Mixes sind, da schicken sich letztere schon an, ebensolche Mixe ins Programm zu nemen.

Beide Dienste sind offenbar Kunden des Dubset Lizensierungsservices geworden, der gemixte Musik scannen und mit der Gracenote-Fingerprintdatenbank abgleichen kann. Dadurch können auch Remixes und vor allem DJ-Longmixes rechtlich einwandfrei gestreamt werden, was Soundcloud ja eher nicht kann. Für einen Remix hat Spotify das bereits realisiert, DJ-Mixe sollen folgen.

Hier tut sich eine recht interessante Dimension für das Mixen und streamen dieser Mixe auf, denn die Label bekommen dann von jeden angehörtem DJ-Mix ihre paar Cent und haben keinen Grund mehr, gegen den Content vorzugehen. Für DJs, Hörer, Label und natürlich auch Dienste ein Win-Win-Situation, man fragt sich, warum man das nicht schon früher gemacht hat.

Natürlich wissen wir nicht, was die GEMA am Ende dazu sagen wird…

Bild: Marcela Laskoski