Datenschutz subsumiert

Nur mal so aus Spass…

  1. Betreiber von Webseiten sind verpflichtet, vor dem Gebrauch von Social Plugins, das Einverständnis der Nutzer über die Weitergabe von Daten an die Betreiber der Social Plugins, einzuholen.

  2. Um ein rechtsgültiges Einverständnis einholen zu können, muss der Websitebetreiber dem Nutzer erklären können, was mit den Daten beim Anbieter des sozialen Netzwerkes passiert.

  3. Deutsche Websitebetreiber haben in der Regel keine Möglichkeit zu wissen oder zu überprüfen, was mit den Daten bei bspw. Facebook oder Google Plus passiert. (Das ist so schwierig, dass es nicht mal der oberste Datenschützer von Schleswig-Holstein zufriedenstellend hinbekommen hat.)

  4. Betreiber deutscher Webseiten können deswegen, weil sie selbst regelmäßig keine Kenntnis haben, was bei Facebook und Co. mit den Daten passiert, dem Nutzer keine (oder nicht genügende) Informationen darüber verschaffen und deswegen auch kein rechtsgültiges Einverständnis einholen.

  5. Websitebetreiber dürfen keine Social Plugins einbauen.

Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit informiert: Datenschutz in sozialen Netzwerken gefordert. Und hier der ganze Beschluss des Düsseldorfer Kreises als PDF.

Veröffentlicht von

Nico

Nico Brünjes ist Digitalkreativer und Internethandwerker. Seit mehr als 15 Jahren erdenkt, baut und programmiert er moderne, standardkonforme und zugängliche Webseiten in HTML, CSS und Javascript.

Ein Gedanke zu „Datenschutz subsumiert“

  1. Bei aller Netzaffinität … aber das ist nicht ganz unschlüssig, wie ich finden muss. Angesichts der Tatsache, dass ich als normaler User (nicht als Alphageek) praktisch 90% meiner Online Aktivitäten dank Social-Media-Plugins und Cookie-Tracking von einigen wenigen großen Konzernen überwacht werden, und ich vermutlich nicht einmal weiß, dass da passiert … das fände ich als Datenschützer auch scheiße.

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