Feine Formulare

Feine Formulare

Man hat schon viel versucht, aber im Grunde sehen Formulare immer gleich aus, nämlich wie der Meldebogen beim Einwohnermeldeamt. Gewiß, das hat etwas gutes, denn duch die Konformität entsteht eine Zugänglichkeit auf Basis der Gewohnheit.

Trotzdem gibt es Gelegenheiten, da könnte ein Formular mal ein wenig anders gestalt sein, als Label – Umbruch – Formularfeld. Vielleicht mit einem Icon für das Wort Name und einem für das Wort Email? Bei Formularen, die wir täglich hundertfach ausfüllen, bspw. ein Login o.ä. kann man das mal ausprobieren. Und vielleicht gewint man sogar etwas dazu, bspw. eine deutlichere Zuordung zwischen Label und Formularfeld. So soll es am Ende aussehen.

Beginnen wir mit einem einfachen Formular, das ohne CSS und vor allem ohne Javascript direkt funktioniert:

[syntax,formular1_1.html.txt,html]

Das ist gewollt unspektakulär. Dies ist im Grunde das codemäßige Basislayout, das ich für alle meine Formulare verwende. Das ganze validiert natürlich, hier als XHTML.

Vielleicht fällt noch die Positionierung des <label>-Tags auf, nämlich umschließend um den Label-Text (“Name” bspw.) und dem <input>-Feld. Das ist ein praktische Angelegenheit, die auch nicht jeder kennt: so erspart man sich zum einen, das <label> mit dem Attribut for ausstatten zu müssen und passend dazu braucht das <input> auch keine ID. Das praktische am <label>, neben der semantischen Zuordnung und der Zugänglichkeit, ist vor allem im User-Interface, dass der Benutzer auf das Label klicken kann und dann der Focus auf das zugehörige Formularfeld gesetzt wird.

Auch nicht ganz unwichtig und dem Starter vielleicht noch nicht bekannt: das Attribute tabindex gibt die Reihenfolge an, mit der der Benutzer mit der Tastatur durch das Formular tabben kann. Das ist hier zwar noch ziemlich klar, wird aber, auch um Wechselwirkungen mit anderen Formularen auszuschliessen ausdrücklich angegeben.

Zum späteren stylen allerdings benötige ich ein paar Hilfselemente. Zunächst mal müssen wir die Label-Texte zum späteren stylen mit <span>s ausstatten und außerdem brauchen wir Klassennamen auf die wir mit CSS zugreifen können.

[syntax,formular1_2.html.txt,html]

Es ist gute Sitte und natürlich eine Frage der Zugänglichkeit, das <label> mit einem paasenden title-Attribut auszustatten. Dies wird beim überfahren mit der Maus angezeigt. Später kann man das vielleicht noch per Javascript für einige Spielereien nutzen. Muss man aber nicht.

Das Styling geht dann wieder relativ unspektakulär über die Bühne. In diesem Fall gehe ich davon aus, das wir Breiten und Höhen der Formularfelder kennen, und außerdem gebe ich es hier in Pixel an. em-Fetichisten (nicht bös gemeint) mögen sich das entsprechend umformen, ich hab das aufgegeben. Sollte aber möglich sein.

Der Absatz fungiert als Container, in dem das Label und das Input platziert werden (absolut positioniert). Das Label seinerseits wird ersetzt durch das eigene Hintergrundbild.

[syntax,formular1.css.txt,html]

Zwei Anmerkungen noch: mit input:focus wird die Focusmarkierung entfernt, die Safari seinen Usern aufdrängt, stattdessen wird mit einem leichten Grau das fokussierte Element markiert (auch in FF etc.). Das ist Geschmackssache, der Purist mag es weglassen. Zweite Anmerkung, die

Auf dieser Basis lässt sich natürlich nich mehr machen, bspw. Erweiterungen per Javascript. Ich markiere beim Fokussieren eines Formfeldes gerne den Inhalt, vor allem, wenn ich Werte vorgebe, wie hier. Sinnvollerweise macht man das mit einem externen Javascript, hier – nur zu Demonstrationszwecken – steht es am Element. Und hier die komplette Demo als Code.

[syntax,formular1.html.txt,html]

Hier ist der zweite Teil: Button.

Die Kommentare sind geschloßen.