
Fatboy Slim – Better Living Through Chemistry
Als Norman Cook 1996 sein erstes Album als Fatboy Slim veröffentlichte, hatte er bis dahin bei den Housemartins Bass gespielt, die Band Beats International mitgegründet („Dub Be Good to Me“), als Pizzaman Hits (u.a. „Happiness“) gelandet, ebenso als Mighty Dub Cats („Magic Carpet Ride“). Als Fatboy Slim sollte er diese Karriere noch toppen und dieses Album war dazu der perfekte Ausgangspunkt.
Big Beat war zu der Zeit noch gar kein richtiger Begriff, Cooks Clubnächte im Brightoner Concorde Club unter dem Titel „Big Beat Boutique“ prägten ihn erst. Während die Chemical Brothers mit „Exit Planet Dust“ schon vorgelegt hatten, ist „Better Living Through Chemistry“ der nächste logische Baustein dieses Musikstils. „Give The Po’ Man A Break“, „Going Out Of My Head“ und „Punk To Funk“ zeigen bereits die typischen fetten Beats und die typische übersteuerte Abmischung des Sounds. Letzteres trifft aber auf nahezu das ganze Album zu, beim Mixen mit anderem Material muss ich in der Regeln etwas Drive herausnehmen, damit der Mix nicht im Matsch untergeht.
Slims Stil war und ist gewöhnungsbedürftig, die 303-Acid-Blasen blubbern durch das Ganze Album, um dann mit rockigen Samples von Led Zeppelin, den Doors, Gitarren-Riffs von Pete Townshend oder Black Sabbath, vermengt mit funkigen Sound von beispielsweise Sly & The Family Stone. Kaum jemand kann aus Altem soviel richtunsweisendes Neues produzieren, in my very humble opinion.
Mein absoluter Lieblingssong allerdings, stimmt wesentlich ruhigere Töne an: „The Weekend Starts Here“. Aber hört selbst.
Kommentieren