Ach Twitter!

»Das ich das noch erleben darf!«, war meine erste Reaktion auf diese Nachricht bei Heise. Aber wie immer zu früh gefreut, denn auch hier geht es wieder in die eindeutig falsche Richtung:

Demnach könnten Abo-Kunden in der Twitter-App Tweetdeck zusätzlich unter anderem Benachrichtigungen bei aktuellen News sowie neue Werkzeuge zum Erstellen ihrer Tweets und Analyse ihres Erfolgs bekommen.

Meine Fresse, so langsam verliere ich aber die Geduld. Neue Werkzeuge zum Erstellen ihrer Tweets und Analyse ihres Erfolges my ass! Klar, Tools für die Reichen, Schönen, und anderweitig von irgendwelchen Socialmediafritzen betriebenen Accounts, damit lässt sich bestimmt Kasse machen. Immer schön weg teilen vom plebiszitären Fußvolk, denen man nicht mal einen funktionierenden Nachrichtenfilter spendieren kann. Gott im Himmel, warum???!

Und weil in Firmenzentrale von Twitter offenbar immer noch keiner weiß, was ich von einem Twitter-Abo erwarte, das ich schon seit Jahren haben will und bereit wäre zu bezahlen, meiner wegen bis zum 10Euro/Monat (ja das ist nicht die Welt, aber wir sind Millionen!), schreibe ich es hier nochmal sicherheitshalber auf. Wenn Twitter dann eines Tages pleite gemacht hat, drucke ich es aus und werfe es ins offene Grab!

Ich will ein Twitter-Abo, dass…

  • …diesen ganzen Werbescheiß, vulgo sponsored Tweets von mir konsequent fernhält!
  • …mir ermöglicht ein Badge an meinen Namen zu kriegen, der mich als real person ausweist
  • …mir vernünftige Tools zur Verfügung stellt, zum Filtern (content blocking) und Verwalten meiner Timeline (findability)
  • …sich diesen ganzen URL-Verkürzungszwang-Tracking-Scheiß spart!
  • …mir erlaubt die Software für Twitter zu nutzen die ich will! (also irgendwelche API-Limits für mich aushebelt)
  • …mir uneingeschränkten Zugang zur API gewährt
  • …mir Weblinks als AMP liefert (falls vorhanden)
  • …mir Applinks in der entsprechenden App öffnet (wenn vorhanden).

Das ist es dann eigentlich schon. Nein, eins noch, mein Foto soll zusammen mit denen der anderen Abonnenten auf eine Twitterwall im Eingangsbereich des Twitterzentrale in Dauerrotation gezeigt werden, mit dem Hinweis »@[username] saves your fucking job, stupid!«.

2 Gedanken zu „Ach Twitter!“

  1. Das ist mir jetzt etwas zu wenig untermauert. Also jedenfalls nicht mehr als meine These: ich glaube nicht, dass Unternehmen und Promis in ausreichender Anzahl genug Geld für das langfristige Bestehen von Twitter zusammenbringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.