Zum Geburtstag keine Panik

Unser heutiges Geburtstagskind wurde heute vor genau 60 Jahren geboren und gehört zu den schillernsten aber auch den fragwürdigsten Figuren der deutschsprachigen Rock- und Popgeschichte. Mit Schlapphut und Nuscheldialekt ist er bekannt wie ein bunter Hund, seine Platten erfreuen uns seit den frühen 70er Jahren, genauso geschätzt werden aber auch seine Gemälde und Bücher, weniger sein schauspielerisches Talent.

Er lebt heute in einem Hamburger Hotel, oder wird dort geduldet, oder gehört zum Inventar der Hotelbar, wie das Piano dort, das er wohl immer noch von Zeit zu Zeit maltretiert. Früher hat er mal mit Otto Waalkes in einer WG gelebt, in der wohl später auch ein gewisser Marius Müller-Westernhagen unterschlupf fand. In frühen Zeiten schon spielte er mit Inga Rumpf, und mit Klaus Doldinger, wenn wir am Sonntagabend dem berühmten Tatort-Thema lauschen, hören wir ihn am Schlagzeug.

Sein Lebensmotto ist leicht zusammengefasst in dem einfachen Satz »Keine Panik« und der Ergänzung »auf der Titanic«. Sein persönlicher Feldzug gegen Erich Honecker und sein Wunsch, doch endlich mal im Palast der Republik aufzutreten, haben ihn letztendlich weltberühmt gemacht. Eher deutschlandweit berühmt wurden seine Kunstfiguren aus seinen Rockrevues, beispielsweise Rudi Ratlos oder Elli Pirelli. Und er fehlte wohl auf keinem Friedenskonzert der Jahre 80 bis 95.

Dir lieber Udo Lindenberg, wüschen wir einen netten 60. Geburtstag, lass‘ es ruhig angehen, dann hälst Du auch noch ein paar Jahre durch.

It’s about standards

Nach dem Vitamin-Interview mit Molly Hlozschlag, hat sich dort ein ziemlich langer Thread zum Thema „Microsoft und Webstandards“ entwickelt.

Chris Wilson, Group Program Manager of the Internet Explorer Platform team at Microsoft antwortet in seinem Blog sehr ausführlich. Wilson geht auf alle möglichen Argumente des Threads ein, ok, seine Sache, ob man sich derart damit auseinandersetzen muss. Sehr interessant finde ich jedoch seine Aussage, mit welchen Intentionen M$ nun auf Webstandards setzt und die sind natürlich nicht gerade altruistischer Natur:

From ten years of experience in championing standards and web development inside Microsoft, I think it’s actually critically important that the reasons for supporting standards in our products – particularly IE – be business ones. Business reasons stand the test of time. Pure altruistic “ethical” reasons are hard to defend to shareholders. I personally believe there is a business case for implementing standards, and I consider it my job, among other things, to make that case internally.

Jetzt will ich über den Business-Ansatz gar nicht meckern (das bin ich leid), Bussiness makes the world go round, aber was man hier ablesen kann ist der unglaubliche Erfolg, den man (wir) im Kampf für Webstandards erreicht haben: Microsoft hat sich bewegt, und zwar weil das Unterstützen von Standards eine Business-Pflicht geworden sind. Es haben schon immer Leute behauptet, das dies überhaupt der einzige Weg ist, Standards durchzusetzen. In diesem Fall haben sie wohl Recht behalten.

Nun, der Kampf ist natürlich noch nicht vorbei, man kann wohl davon ausgehen, das M$ trotz offensichtlicher Hinwendung zu den Standards, noch lange nicht alle Sünden der letzten Jahre aufgeholt hat, aber let’s face it, it’s a step forward. Es wird sich zeigen, wie sich der Markt durch das alles noch weiter verändert. Vielleicht hat man ja nun die schlafenden Löwen geweckt…

Share Your OPML

Dave Winer hat mal wieder zugeschlagen. Share Your OPML heisst sein neues Projekt, das zunächst mal nicht mehr produziert als die, für Winer-Projekte beinahe unausweichliche, TOP 100 Liste von abbonierten Feeds, etwas Web2.0mäßig kommt dann noch eine soziale Komponente, nämlich eine „GuysLikeMe“-Funtion hinzu. Ich habe mein aktuelles OPML mal hochgeschoben, und bin in der Liste der „Most Prolific Subscribers“ gleich mal auf Platz 38 eingestiegen, whatsoever that means…

Klingeltonbeutelhosen

Dass die Toten Hosen® nicht mehr alle Tassen im Schrank haben ist kein Geheimnis, kommen sie doch aus einer Ecke Deutschlands, wo man nicht Tod übern Zaun hängen mag und geistig… naja, mir fällt da nur der Vergleich von IQ und Zimmertemperatur ein, um der Bildhaftigkeit mal Vorschub zu leisten.

Dass sie nun gegen die Klingeltonterroristen Jamba® vor Gericht ziehen [via wirres] beweist diese These, nach eisgekühltem Bummerlunder und Bekenntnissen zur Kirche erneut. Es beweist aber auch, wie tief die deutsche Musikindustrie in der Tinte steckt, denn das die versäumte Aussendung von ca. 100 Klingeltonwerbespots zur Peaktime (zwischen 14.00 und 16.00 Uhr auf Viva) zum Streitpunkt mit Millionenwert erklärt wird, lässt auf den berechneten Verlust der Hosen schließen. Und das heisst widerum: willst Du in die Charts (in die CD-Verkaufscharts wohlgemerkt), musst Du vorher in die Klingeltoncharts. Und in die Klingeltoncharts gelangt man eben nur auf eine Weise, in dem man nämlich Werbespots so oft schaltet, das die dämlichen Rezipienten der Werbung nicht mehr anders können, als das Gedudel aufs Handy zu holen.

Ich finde das eine wie das andere, einfach zum Kotzen: da bleibt einem der Campino®-Bonbon im Halse stecken und die Pommes Düsseldorf ergießen sich auf den Asphalt, wo eben noch die Opel-Gang ihr Unwesen trieb.

So long and…

Schafftwissenliche Nachrichten: Vincent Janik von der Sea Mammal Research Unit an der Universität St. Andrews hat herausgefunden, dass Delphine miteinander nicht nur kommunizieren, sondern, dass sie einander an ihren speziellen, eigenen Lautbildern – im übertragenden Sinne also an ihren Namen – erkennen können. Von dieser Erkenntnis aus kann es ja nicht mehr weit sein, bis die Spache der Delphine endgültig entziffert wird um endlich herauszufinden, was uns die Delphine seit je her zu sagen versuchen: „Bis dann und Danke für den Fisch!“.

TV Chat mit Micro$oft

Laut diesem Ars Technica Artikel hat Microsoft gerade ein Patent angemeldet, dass Fernsehen und Chatten (unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint und diese Technik schützt. Wie ganz richtig bemerkt wird, ist es natürlich weiterhin erlaubt, gleichzeitig am TV fernzusehen und am Rechner zu chatten, laufen beide Anwendungen jedoch unter einer einer Plattform, in einem Fenster, in zwei unterschiedlichen Frames, greift der Patentschutz.

Ist das nun nur neuer Blödsinn, oder lauert dort die nächste M$-Killeranwendung fürs Web TV? Gemeinsam Serien schauen und dabei über den Inhalt chatten, alles im M$ Media Center? Nennt mich Arsch, aber wenn ich mir so überlege, wie einer meiner X-Freundinnen früher mit einer ihrer Freundinnen immer bei GZSZ etliche SMS tauschten, dann könnte ich da einen dicken fetten Markt sehen.

Noch 45 Tage

Mittach...Hurra, Hamburg ist sicher. Behauptet jedenfalls der Verfassungsschutz… und der muss es ja wissen. Hinweise auf eine konkrete Gefährdungssituation durch extremistische Gewalttäter liegen derzeit für Hamburg nicht vor. Nun ja, man will natürlich keine Panik machen, oder gar Untätigkeit der Behörden wittern.

Die dpa schreibt allerdings:

„Hooligan- Touristen“ werden die WM als Bühne nutzen. Davon sind Experten überzeugt. Vorbeugende Kontrollen sollen verhindern, dass Deutschland während der Spiele zum Hochsicherheitstrakt werden muss.

Das legt den Verdacht nahe, dass man sich in der Stadt nicht nur mit vollen Strassen und öffentlichen Verkehrsmitteln auseinanderzusetzen hat, sondern eben auch mit den Krawalltouristen, die nicht ins oder nicht mal bis zum Stadion vorgedrungen sind. Andererseits, die Welt ist zu Gast bei Freunden, also freundlich sein, kommen bestimmt auch viele interessante Leute.

Es sei denn, das Stadion fliegt in die Luft. Mit Raketen aussgestattete Terroristen bekommen dabei Schützenhilfe von Google Earth, wie Technology Review herausgefunden hat:

Wer im Programm Google Earth beispielsweise die Hamburger AOL-Arena – eines von zwölf WM-Stadien – heranzoomt, findet unten links die exakten Koordinaten der Spielstätte eingeblendet.

Für ’nen Aprilscherz eigentlich eine Woche zu spät.

Zickizacki…

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Tagge Dich selbst… via Steve Rubel.