Bei Moe siehts gut aus

Beinahe nicht gemerkt (am Feed sieht man sowas ja nicht): Moe hat das Webdesign entdeckt. Und die hässliche 80er-Jahre-Webcam-Selbstüberwachung (mit dem speziellen Charles-Manson-Look-A-Like-Effekt) endlich eingestellt. Danke. Hübsch und dezent.

How To Start Your Very Own Blog In Fifty-One Easy Steps!

Na, wenn das mal nicht ein wenig übertrieben ist: How To Start Your Very Own Blog In Fifty-One Easy Steps!. Da wäre die Hürde dann doch ein wenig gross. Allerdings sind die aufgeführten Steps nicht ganz von der Hand zu weisen:

5. Spend the next seventeen hours creating a functioning website from scratch. If using Microsoft FrontPageTM, relocate all children and elders to a safe area out of your „profanity zone“.

13. Realize in horror that you have absolutely no idea what you’re going to write about.

18. Come up with a touching yet funny childhood memory you can write about, like when you and all the other fat kids in the neighborhood used to take down the ice cream man not unlike a pack of lions ravaging a wounded gazelle.

46. Just before you fall asleep, realize with horror you’ll need to repeat steps #11 to #45 daily to keep your bragging rights about owning a blog (which, ironically, nobody reads).

Also Nummer 46 ist mein Favorit.

Meiner ist xx Meter lang

Thomas ruft zum Schwanzvergleich auf, ist ja ein Ding. Also „meiner ist 15 m lang“, ach nee:

159568 Pageviews
67973 Visits.
Ausdrucken!

Im Januar. Aus dem Logfiles ausgelesen. Und in noch einem Punkt stimme ich Thomas zu: Counter sind ja so Neunziger, ihhh. Und noch etwas: die realitätsnächsten Zahlen präsentierte Ralle vom Netzbuch.

P.S. Da war meine kleine Pageranksatire von vorgestern schon fast wieder visonär.

Pagerankdisco

Mir fällt gerade auf, dass sich mein Pagerank auf 6 erhöht hat, womit im firmeninternen Duell (Herr Lumma, der Martin, Papa Scott) nur noch Thorsten schwächelt. Also wirklich, fünf, tse! Aber er sagt jetzt sowieso, dass ihm das völlig egal sei… 😉

Fabian hat noch einen Googledance Schonfrist, ist ja noch ganz neu bei uns (und ist außerdem harmlos).

Hallo Google, ich bin ein Weblog

Was doch den Tag über so passieren kann. Gestern tauchten die ersten Gerüchte auf und heute war es schon eine Nachricht: Google hat sich etwas ganz tolles ausgedacht um endlich die Verseuchung der Weblogs mit Kommentarspam zu beenden.

Naja, nicht ganz. Neben der Huchjubelei dieser selbstlosen Maßnahme, stellen doch auch wenige (zum Beispiel Thorsten Mann auf blogosfear und Anne van Kersteren) fest , das a) Kommentarspam nicht verhindert wird, sondern zunächst mal nur dessen Eintragung bei Google (genauer dessen PageRank-Bewertung) und b) keinesfalls sicher ist, dass die Spamwelle damit abebbt.

Naja nicht ganz. Denn noch treffender bemerkt Dirk Olbertz (via Dave-Kay), dass damit zufällig gleichzeitig endlich ein Mechanismus für Google gefunden ist, Weblogs eindeutig zu identifizieren. Schönen Dank, und runter mit dem Pagerank, oder gleich in eine eigene Suche gepackt und ein gutes Stück Weblogmacht ausgehebelt.

Wir werden sehen, was passiert, soviel ist sicher. Denn man wird wohl nicht darum herum kommen, die Linktags in den Kommentaren (natürlich auch auf blogg.de) entsprechend anzupassen. Und natürlich auch bei Trackbacks, schonmal vorsorglich (obwohl Trackbackspam ja noch nicht so verbreitet ist), obwohl ich gerade hier der Meinung bin, dass wir dorten wirklich etwas verlieren. Denn der Sinn eines Trackbacks ist ja, auf die Fortführung eines Threads in einem anderen Weblog hinzuweisen, eine passende Abbildung in Google hätte das schon rein semantisch gedacht verdient.

Und noch etwas stört mich (dann reicht’s aber auch, alter Quertreiber!). Die HTML4-Spezifikation sagt zum Link-Attribut „rel“ sinngemäß: Dieses Attribut beschreibt die Beziehung des aktuellen Dokumentes zum verlinkten Dokument, das im href-Attribut festgelegt ist. (HTML 4.01 Specification.) „nofollow“ existiert in diesem Zusammenhang nicht. Das könnte man natürlich nachholen, denn ganz unbekannt ist dieser Wert ja eh nicht (W3C: The META-Element ), aber stimmt das denn? Semantisch gesehen irgendwie blödsinnig, denn die Beziehung zwischen zwei Dokumenten als „nicht folgen“ zu bezeichnen… naja. War das jetzt Erbsenzählerei?

Best read 2004

<LOBHUDELEI>

Meine Kritik an den in diesem Jahr gelaufenen Blogcontests ist bekannt. Schon aus Trotz möchte ich es mir nicht nehmen lassen, meine ganz persönliche Bestenliste des Jahres 2004 hier vorzustellen, passt so schön in die Jahresendstimmung (und ist ja auch gerade fürchterlich in). Schlagen ich also drei Fliegen mit einem Eintrag sozusagen.

Ich möchte an dieser Stelle einfach meine drei Lieblingsweblogs des Jahres 2004 vorstellen. Diese Weblogs habe ich wirklich täglich, oder immer wenn es was Neues gab gelesen, sie haben mir beinahe jeden Tag etwas Interessantes präsentiert und es fallen einem auch nicht die Augen aus den Höhlen, wenn man sie besucht anstatt nur den Feed zu lesen (eins ist sogar ausgesprochen prägnant und ansprechend designt, aber darum geht es eigentlich nicht). Ich möchte diesen drei Blogs danken für den echten Mehrwert, den sie bzw. ihre Autoren meiner täglichen Blogrunde verabreicht haben. Danke.

Das Weblog, aber vor allem die ausführlichen und liebevoll aufbereiteten Essays des Gerrit von Aaken gehören zu meinen Favoriten. Ich lerne gern wenn ich durchs Netz surfe und dafür ist Praegnanz die richtige Anlaufstelle. Gerrit liebt seine Schriften und weiss darüber eine Menge, glücklicherweise teilt er dieses Wissen mit uns, glücklicherweise nimmt er sich die Zeit dazu (etwas, das mit dauernd fehlt). Das finde ich gut, toll, spitze. Und um die Sache mal abzurunden: für die (jetzt leider ausgelaufene) Serie „Die Schrift der Woche des Monats [der Wunsch war Vater des Gedankens]“ ein lautes „HIP HIP HURRA!“ 😉

Matthias Brauns Berichte aus der russischen Hauptstadt sind einfach fesselnd und derartig hervorragend geschrieben, dass sie mir wirklich bisher nur Freude bereitet haben. Leider bin ich nicht auf die Idee mit den Filmtiteln gekommen, darauf bin ich wirklich neidisch. Weniger neidisch bin ich auf Matthias‘ Leben in Moskau, das wäre nun wieder nichts für mich. Klar, der Mann ist Journalist, aber mit einer derart blogkonformen Schreibe, da sollten vielleicht auch mal die Kollegen von der vorlesenden Fraktion mal reinlesen.

Hier stimme ich überraschenderweise mit einem der Blogcontests überein. Das Bildblog betreibt einfach die beste Form der Medienschelte gegen die übelste Form des Journalismus die es gibt. Das muss man einfach würdigen finde ich. Ich weiss nicht, wieviele Leuten ich den Link schon diktiert habe, zwei Bekannten hab ich ihn sogar mit Edding quer über ihre Zeitung gekritzelt als sie gerade nicht hinschauten, vielleicht bringst ja was. 😉

Das sind so die Highlights des Jahres IMHO. Natürlich ist die Liste meiner Lieblingsweblogs wesentlich länger und ich mag und schätze sie alle. Einige lese ich täglich auch nur, um mich darüber zu ärgern und um darüber zu motzen, auch bei denen möchte ich mich bedanken (die Liste ich hier aber nicht auf :). Außerdem habe ich dieses Jahr viele Blogger „live“ kennengelernt, auch das war cool. Und ich sage: Bloggen ist 2004 einen Riesenschritt vorangekommen. Punktum.

</LOBHUDELEI>