Ameisendorf

Gezz will ich aber mal hoffen, dass sich Thortes neue Domain sich nicht auf seinen Schreibstil und die persönlichen Umgangsformen auswirkt. Eins muss ich dem Ameisendorf dann aber noch mit auf den Weg geben:

Sie haben genau fünf Tage Zeit, das grün aus ihrem Design zu entfernen, sonst streich’ ich Sie wieder von meiner Bloggroll. So. Zack.

Das musste raus. Sie wissen schon warum.

Noch etwas Senf? Auf oder neben den Reis?

Es regt mich schon ein wenig auf, liebe Journalisten, dass ich mich schon wieder an Sie wenden muss. Kann man nicht ändern, Sie wollen es ja nicht begreifen und ich werde nuneinmal nicht müse, Ihnen immer und immer wieder die Geheimnisse des bloggens ausführlich zu erklären. Sie haben es nötig.

Was Blogger wollen
Blogger wollen zitiert und verlinkt werden. Also im Netz zitiert werden, denn nur dort können sie auch verlinkt werden. Nicht in einer Papierausgabe, da wollen sie nicht zitiert werden, schon gar nicht, wenn ihr Blatt nicht der Spiegel oder die BILD ist, und schon überhaupt gar nicht, wenn Sie nicht nachgefragt haben oder besser noch Gage gezahlt haben. No go!

Was dann passiert
Wenn Sie nun doch solchen frevel begehen, dann plustern sich diejenigen, die sowieso schon immer mit Nase hoch und geschwellter Brust herumlaufen derartig auf, dass man meinen könnte sie platzen, demnächst live vor ihren Lesern. (Bloggen wollen nicht, dass Sie über geplatzte Blogger berichten, merken Sie sich das!) “Urheberrechtsverletzung” wird da laut gerufen, oder “schlechter Stil”, was ungleich schlimmer ist, weil nicht normiert.

Die Folgen
In China fällt ein Sack Reis um. Darüber können Sie allerdings problemlos berichten.

Live Bookmarks in Firefox

Wie cool ist das denn bitte? Die neue Firefoxversion bringt ein paar recht interessante Features mit: bspw. Live Bookmarks. Was das ist, sieht man auf dem kleinen Screenshot: für eine Website, die das unterstützt, kann man ein Live Bookmark anlegen, z.B. mit dem kleinen (wohlbekannten) RSS-Button in der Fussleiste. Diese Live Bookmarks geben einen regelmäßig aktualisierten Blick auf die RSS-Headlines der Site. Das ist doch irgendwie ein echtes Killerfeature, so kann man sich seine allerliebsten Feeds (für mehr wird wohl im Toolbar keine Platz sein) in die Toolbar legen, und hat immer schnell im Blick, wenn sich dort etwas tut, ganz ohne den Aggregator aufzurufen.

Related:
codefreak.de: RSS + Firefox + Thunderbird: Was tun? Was geht? (war ‘ne Stunde schneller), dort auch mehr zu neuen Thunderbird Features.
Simon Willison: Browser innovation is alive and well

Veerles Liste

Well that’s when the idea of creating a hyperlinked PDF file popped in my head. I’ve assembled all my CSS resources in this handy PDF file and instead of keeping it for myself I’m sharing this with the rest of the community.

Veerle’s Blog

Weekend

Liebes Tagebuch,
am Sonntag vormittag war ich mit Helge am Strand von Travemünde, das Wetter war mies, und die Bayern haben Travemünde überfallen und zwangen die Bevölkerung zu einem “hanseatischen Oktoberfest”! Hanseatisch dabei war der Shanty-Chor und bayrisch die Dekoration und das Paulaner vom Fass, aus Veltins-Gläsern. Ganz grausige Veranstaltung, und Helge bestreitet bestimmt wieder alles, deswegen habe ich ein Beweisfoto gemacht.

Vor drei Jahren

Es gibt nicht viele Tage, die unser Leben verändern. D.h. natürlich verändert jeder Tag irgendwie unser Leben, aber es gibt nicht viele Tage, bei denen wir es spüren, beobachten, an denen wir diese Veränderung sehen. Der Fall der Mauer in Berlin, das war so ein Tag, denn in dem Moment, als im Radio die ersten Berichte kamen, dass die Mauer “gefallen” sei und ich später die ersten Bilder im Fernsehen sah, an diesem Tag wusste ich, wie sich unsere Welt verändern und wie sich das auf mein Leben auswirken würde. Ähnlich war es am 11. September 2001, nur noch intensiver.

Ich habe den Tag erlebt als einen der schlimmsten Tage meines Lebens. Ich sehe mich bei der Arbeit in unserem Plattenladen, wie mein Chef aus dem Obergeschoss herunterkommt und sagt, wir sollen mal im Internet schauen, in New York wäre ein Sportflugzeug ins WTC gestürzt und es würde wohl brennen. Im Internet war jedoch nach dieser Meldung nichts mehr zu erfahren, da die Newssites genauso schnell offline gingen, wie wir versuchten sie aufzurufen. Zu diesem Zeitpunkt kroch in mir schon ein sehr ungutes Gefühl den Nacken hoch, denn zu meiner Theorie einer globalen Katastrophe wie Krieg o.ä. gehörte immer, dass das Netz als erstes zusammenbricht. Wir hatten einen Fernseher im Laden, der aber nicht angeschlossen war, so dass wir erst Antennenkabel besorgen mussten, als wir die ersten Bilder einfingen, stürzte gerade die zweite Maschine in den zweiten Turm. Obwohl ich bis heute nicht weiss, ob ich das live gesehen habe, da diese Szenen derartig oft wiederholt wurden. Jedenfalls ging der Fernseher an und wir sahen dieses Bild. Und jeder der bis eben glaubte, eine verdammte Chessna wäre ins WTC irrgeflogen, wusste auf einen Schlag, dass es sich um einen Anschlag handelte. “Krieg.”, habe ich damals gestammelt in eine sich schlagartig im ganzen Laden ausbreitende Stille. Von diesem Zeitpunkt an wurde kaum mehr gearbeitet, sondern Personal und verbliebene Kundschaft versammelte sich vor dem Fernseher. Während der ersten Stunde habe ich allerdings noch einige CD’s verkauft, teilweise an Leute, die gar nicht begriffen hatten, was da überhaupt passierte, oder die es wirklich nicht interessierte (“Ja, schlimme Sache. Kann ich die anhören?”). Dann jedoch wurde es nach und nach leerer im Laden, die Leute gingen nach Hause, irgendwie hatten alle das Gefühl, sich in Sicherheit bringen zu müssen. Ich hingegen fühlte mich dort im Laden irgendwie sicherer, als zu Hause.

Ich erinnere mich an die Diskussionen, die wir hatten, während wir das Grauen anstarrten, wir mussten unbedingt reden, denn die Stille und die niederschmetternden TV-Kommentare waren sonst nicht auszuhalten, in diesen Diskussionen wurde vieles vorhergesehen, was dann auch wirklich eingetreten ist. Allerdings wurde auch viel Unsinn verzapft. Und eins kann ich niemals vergessen: das Gefühl des Schmerzes der Hilflosigkeit, jeweils als die Türme zusammenbrachen. Dieses Gefühl wiederholt sich regelmäßig seitdem, wenn die Szenen im TV wiederholt werden, selbst wenn ich Bilder davon sehe. Und mir wird noch regelmässig mulmig, wenn ich dieses verdammte Lied höre…

Wir haben den Krieg live erlebt, das hat es vorher nicht gegeben. Vielleicht lebten wir in einer besseren Welt, hätte es Liveberichterstattungen aus Hiroshima und Nagasaki, aus Birkenau und Dachau, von der Bombardierung Hamburgs und Dresdens oder von den Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges gegeben. Vielleicht aber auch nicht, denn während ein grosser Teil der Welt eins war in den Momenten der Liveübertragung, so teilte sie sich danach umso mehr.

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Nico Lumma: 9/11

Click Bug Click

Ok, überredet. Steve Bug habe ich ja nun schon mehrmals gesehen / gehört (siehe auch: Steve Bug im Couchblog), man kennt sich noch aus alten Bremer Tagen, irgendwie.

Ein Jahr später gestaltet Steve zusammen mit Jens Mahlstedt zusammen jeden letzten Freitag im Monat den “T-Dance” im Modernes in Bremen. Als Steve Bug eine Koproduktion im Oldenburger O.M.P. Studio angeboten bekommt, beendet er seine Arbeit als Hairstylist und verschreibt sich ganz der Musik.
LAUT

Nehmen wir also wieder die Strapazen eines Click Weekends auf uns. Und das mit Freunde. Seit Bugs LP “Volksworld”http://www.discogs.com/release/143166 zähle ich zu seinen Jüngern im weiteren Sinne, wir haben halt einfach irgendwie ein ähnliches Verständnis von House, von klickendem House mit der richtigen Geschwindigkeit. Auch wenn ich den Wandel zu Pokerflat, weg von meinen innig geliebten Raw Elements, nie ganz nachvollziehen wollte, der Erfolg gibt ihm recht.

Steve Bug @ tonspion: That Kid

BOBS – Weblogs haben einen Preis (noch einen)

DW-WORLD.DE, das Online-Portal der Deutschen Welle, ist auf der Suche nach den besten Online-Tagebüchern.

Na dann mal los, ihr TagebuchschreiberInnen dieser Welt, die Deutsche Welle ruft, der Berg grooved.

Unter dem Titel “The BOBs – Best Of The Blogs” werden Weblog-Champions in elf verschiedenen Kategorien ausgezeichnet…

Also, die Spikes geschärft und die Muskeln gedehnt, klingt ja nach einer Mischung von sauer aufgestossen und Sportwettbewerb. Um die Wette schreiben? Wer schreibt den längsten Tagebucheintrag? Wer schreibt in der kürzesten Zeit den besten Eintrag darüber, warum ein Weblog kein Tagebuch ist, und / oder umgekehrt? Nein, nur der übliche Award in den üblichen Kategorien: “Best Weblog, Best Topic, Best Design, Best Weblog Innovation und Best Journalistic Weblog”, in dieser anglizierten Version, auch in der deutschen Übersetzung. Ob nun blogawards oder Preisbloggen das Prinzip bleibt dasselbe, es wird nominiert, hier wird abgestimmt, dort setzt sich eine Jury mit den Nominierungen auseinander.

Teilnehmen können übrigens Tagebücher in den Welthauptsprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch oder Arabisch (Franzosen müssen leider draussen bleiben, wie der Dienstraum treffend anmerkt). Die deutschsprachigen Tagebücher werden dabei von Konstantin Klein (nimmt wohl in seiner Funktion als Mitarbeiter der DW in der Jury teil), Thomas N. Burg (wählt das beste sozialgrenzwissenschaftliche Weblog?) und Jörg Kantel (sucht die besten RSS-Aggregatorblogs frei von jeglichen eigenen Inhalten?) gerichtet, womit die eine meiner dringendsten Fragen, die während der Vorbereitungen zu den blogawards aufkam, geklärt ist: “Angenommen, man liesse ein Jury über die Qualität der Blogs entscheiden: wer um Himmels willen sollte da in der Jury sitzen?” Macht aber nichts, es gibt ja auch einen Userpreis.

Zum blogawards gab es noch eine Menge Kritik, von giftig bis witzig. Das Preisbloggen wurde schon beinahe ignoriert, müssen wir nun in diesem Jahr tatsächlich noch eine dritte Ausspielung starten? Und es können ja noch soviele Institutionen einen Award starten: SPON könnte bspw. das beste SPON-Zitierblog suchen und es sind nochsoviele passende Domains frei: blogolympiade.de, bundesblogspiele.de (mit Ehren- und Siegerurkunden) oder auch bloggdirnenpreis.de. Naja, und im Dezember fangen wir dann einfach wieder von vorne an: die Geister die ich rief meets und täglich grüsst das Murmeltier.

Vielleicht bloggt einfach mal zwischendurch jemand etwas interessantes, damit die ganzen Preise wenigstens ein Quentchen Berechtigung haben.