80/20 Principle of Webdesign

Cameron Moll stellt die folgende Theorie auf:

Ananlog zum berühmten 80:20-Prinzip (20% von etwas ist verantworlich für 80% von etwas), sind in der Welt der Weblog für 80% aller webdesignerischen Errungeschaften 20 Leute (nicht 20%) verantwortlich. Und liefert eine Linkliste mit den 20 Innovatoren der Designblogosphäre.

Gut, das mag eine gewagte These sein, oft scheint sie jedoch zu stimmen. Muss man noch entscheiden, ob man das gut oder schlecht findet. Oder einfach davon profitieren und von den A-List-Designern kräftig lernen. Zu diesem Zwecke kann man die Liste mal für die eigenen Bookmarks kontrollieren.

Handtuch-Tag

A towel is about the most massively useful thing an interstellar hitchhiker can have. Partly it has great practical value – you can wrap it around you for warmth as you bound across the cold moons of Jaglan Beta; you can lie on it on the brilliant marble-sanded beaches of Santraginus V, inhaling the heady sea vapours; you can sleep under it beneath the stars which shine soredly on the desert world of Kakrafoon; use it to sail a mini raft down the slow heavy river Moth; wet it for use in hand-to-hand-combat; wrap it round your head to ward off noxious fumes or to avoid the gaze of the Ravenous Bugblatter Beast of Traal (a mindboggingly stupid animal, it assumes that if you can’t see it, it can’t see you – daft as a brush, but very ravenous); you can wave your towel in emergencies as a distress signal, and of course dry yourself off with it if it still seems to be clean enough.

More importantly, a towel has immense psychological value. For some reason, if a strag (strag: non-hitch hiker) discovers that a hitchhiker has his towel with him, he will automatically assume that he is also in possession of a toothbrush, face flannel, soap, tin of biscuits, flask, compass, map, ball of string, gnat spray, wet weather gear, space suit etc., etc. Furthermore, the strag will then happily lend the hitchhiker any of these or a dozen other items that the hitchhiker might accidentally have “lost”. What the strag will think is that any man who can hitch the length and breadth of the galaxy, rough it, slum it, struggle against terrible odds, win through, and still knows where his towel is is clearly a man to be reckoned with.
Douglas Adams “The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy”

Morgen ist Towel Day, nicht vergessen (so wie das letzte Jahr, 2002 hatte ich aber dran gedacht)! Via: Horst Prillinger (sonst hätte ich’s wieder vergessen ;).

Rumsfeld löst Folterproblem der US-Armee

Das ist sie, die Lösung. Was offenbar dem gesunden Menschenverstand und Militärgerichten nicht möglich ist, gelingt Donald Rumsfeld im Handstreich: die Lösung des Folterproblems der US-Armee:

Die im Irak stationierten US-Soldaten dürfen bei militärischen Einsätzen keine Mobiltelefone mit eingebauter Kamera mehr benutzen.

Ebenso sind alle anderen Formen von digitalen Videokameras zunächst für die Soldaten im Irak-Einsatz, in Zukunft dann in der ganzen Armee verboten. Diese Maßnahme verhindert nun zwar nicht die Folterungen an sich, aber doch, dass selbige an die Öffentlichkeit geraten. Problem erkannt – Gefahr gebannt würde ich sagen. OK, hat ein bissel den Anschein des Orwellschen, es ist aber ein Gerücht, dass das noch zu gründende Informationsministerium sich nun daran macht und bereits veröffentlichte Folterszenen nach und nach aus den öffentlich zugänglichen Quellen entfernen wird.

Ich bringe für all diese Nachrichten nicht mehr zustande als ein Kopfschütteln.

Marx bringt es auf den Punkt

Folter im Irak. Soldat zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Neue Fotos in amerikanischen Zeitungen. Und aus dem Grab spricht Groucho, nicht Karl, Marx:

“Military justice is to justice what military music is to music.”
Groucho Marx (1890 – 1977)

Das sagt doch alles. Via: Quotes of the Day (mehr Quotes).

Mozilla 1.8alpha

Und da ist sie, die neue Alphaversion von Mozilla. Geplant sind noch mind. zwei weitere Vorversionen, bevor man zu den Releasekandidaten kommt. Mal sehen ob mein neuer Lieblingsbug (no more overflow:hidden) gefixt ist…

Test: Fedora Core 2

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Einen kurzen Testbericht gibt’s auch bei LinuxLookUp. Und da kann ich mich zum Teil nur anschliessen. Wenn man davon ausgeht, Fedora sei ein weiterer Schritt in der Konkurrenz zu Windows, dann muss man das wohl verneinen. Zwar läßt es sich einfach installieren, so wie es dann jedoch auf der Platte liegt, ist es für den Anfänger schlichterdings unbrauchbar. Alles sieht schön aus, allerdings kommt man ohne einen kräftigen Griff unter die Haube, also auf der Kommandozeile nicht zu einem System, dass mit Windows konkurrenzfähig ist. Da ist zunächst mal das Problem, dass Fedora aufgrund von Lizenzproblemen (die andere Distros nicht haben), weder MP3s abspielen kann, noch DVDs erkennt. Das kannte man ja schon von Redaht und Fedora 1. Um an die benötigten Pakete zu kommen (die zur Zeit noch wirklich schwierig zu bekommen sind) muss man zunächst zur “yum”-Paketverwaltung einige Server hinzufügen (/etc/yum.conf) oder besser gleich apt für rpm installieren. Nichts für Anfänger.

Ebenfalls sehr störend: up2date, ein auf yum basierendes Updatetool für die Installation funktionierte nur sporadisch. Sinnigerweise zeigt es dem User mit einem dicken roten Ausrufezeichen, dass es Updates gibt, kann sie dann aber nicht runterladen und installieren, sondern friert regelmäßig ein oder findet die passenden Header nicht (404Error). Peinlich. Auch hier ist wieder Handarbeit nötig. Und wenn man andere Sachen installieren möchte, als Fedora für die Distro vorgesehen hat, hilft “Hinzufügen/Entfern von Applikationen” auch kein Stück weiter, wieder müssen yum oder apt bemüht werden. Zusammengefasst: die RPM-Verwaltung ist eine Frechheit.

Fedora glänzt auf anderem Parkett: der neue Kernel 2.6 scheint ein echter Fortschritt zu sein, IMHO vor allem in Sachen Geschwindigkeit und was z.B. das Einbinden von WLAN-Komponenten angeht. Gnome 2.6 als Standarddesktop ist einfach herrlich, wenn es auch Kritiker am neuen Verhalten des Dateimanagers Natilus gibt (spatial windows). Apache2-Server und Datenbank sind leicht einzurichten, die Konfiguration der Internetverbindung schafft sogar meine Oma. Statt CVS kommt nun Subversion als zur Versionskontrolle zum Einsatz, statt XFree86 setzt man auf den “neuen” X-Server von X.org (der erste, der schon bei der Installation meine GraKa-Bildschirm-Kombi erkannte und richtig auf 1280×1024px einstellte (mehr ist leider nicht drin ohne Augenkrebs), herzlichen Glückwunsch dafür). All das arbeitet hervorragend.

Zusammengefasst: beim Paketmanagement muss man auf jeden Fall nachlegen, aber ansonsten ein gutes System. Und nachdem ich in den letzten Woche x Distros ausprobiert habe, bleibt Fedora 2 jetzt erstmal auf der Platte.

Visited Links mal anders

Es gibt manchmal so Sachen, da hätte man einfach auch selbst mal drauf kommen können. Wie man im Menü von CollyLogic die bereits besuchten Links behandelt, das ist so eine Idee. Naheliegend, nur man muss drauf kommen. Sehr schön.

BTW: gewusst, dass es auch in der Behandlung von Linkzuständen einen kleinen Bug im IE gibt? Um wirkliche Kontrolle über das unterschiedliche Aussehen von Links, Hoverlinks, aktiven Links und bereits besuchten Links hinzubekommen, muss man im CSS bei der Defintion der Link-Pseudoklassen immer folgende Reihenfolge einhalten: Link, Visited, Hover, Active. Bei Zeldman gab’s dazu mal eine Eselsbrücke: LoVe? HA! Naja.

Beispiel:

Jason Corder – Microcosmos LP

Jason Corder – Microcosmos LP
Thinner THN057
11.05.2004
Tricky organic Microhouse Longplayer

Normalerweise bin ich ja ausgesprochener Minimalfreund, obwohl ich mir langsam nicht mehr sicher bin, ob da nicht inzwischen viel Altes in neuen Tüten verkauft wird. “Tricky organic Microhouse” ist zumindest eine Wortschöpfung, die jedem Marketingstrategen gut ins Gehirn passen würde, wenn es gerade wieder darum geht, die Vorzüge der Banane jenseits von gelb und krumm zu beschreiben. Aber gut, alte Muster wie “Colognestyle” oder “Minimalhouse” scheinen heute zu einfach und vielleicht auch zu abgegriffen.

Über diese marginale Kritik an der Wortwahl hinaus, begeistert die Musik durchaus und ist eine Empfehlung wert. Na klar, es klickt, klickt, klickt und schrappt und manchmal sagt es leise Bumm. Stereophon jedoch durchaus hörenswert, wenn schon auf den kleinen Laptopbrüllwürfeln die Klicks derartig von links nach rechts und zurück panen, dass man erstmal nachschauen muss, ob unterm Sofa Boxen versteckt sind. Jason Corder macht seine Sache gut, auch oder gerade weil mir noch rund 30 andere Thinnerismtrax einfallen, die ich dazu mixen wollte. Muss mal wieder den Traktor füttern…